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Yamaha CK88 Test

Mit dem Yamaha CK88 erhalten wir die 88-tastige Variante der beiden Ausführungen CK88 und CK61 zum ausgiebigen Test. Nach der Einführung der Yamaha CP73/88-Serie im Jahr 2019 und der YC61/73/88-Combo-Orgel-Modelle im Jahr 2020 bringt Yamaha mit dem CK61 und dem CK88 erneut bühnentaugliche und einfach zu bedienende Stagekeyboards mit Fokus auf Piano-, Orgel-Sounds und mehr auf den Markt.

Yamaha CK88 Test
Yamaha CK88 Test

Mit nur 13,1 kg Gewicht trotz 88er-Hammermechanik-Tastatur und eingebauten Lautsprechern, einer Drawbar-Orgel-Sektion sowie einer flexiblen Effektsektion ist das CK88 ebenfalls ein interessanter neuer Kandidat im Stagepiano-Segment. Alles zum Yamaha CK88 hier in unserem Test.

Details

Yamaha CK88 – Das Wichtigste in Kürze

  • Stagekeyboard mit 88er Hammermechanik-Tastatur
  • 128-stimmige Klangerzeugung (AWM2, Orgel-Sektion: AWM)
  • 363 Voices
  • 160 Live Sets, 3 Parts, Dual- und Split-Modus
  • 3 Insert-Effekte für jeden Part
  • 2 x 6 Watt Lautsprechersystem
  • Audio-Interface, 2x Audio In als XLR/Klinke-Combobuchsen
  • Leicht transportable, da nur 13,1 kg Gesamtgewicht

Stagepiano und Stagekeyboard in Einem – Yamaha CK88

Eigentlich braucht jeder Keyboarder ein Stagepiano oder Stagekeyboard als Basis für sein Bühnen-Setup, um die am häufigsten benötigten Sounds abzudecken. Akustische und elektrische Pianos, Orgeln und Flächensounds, die man unter den Pianosound legen kann. Das Yamaha CK88 ist ein solches Instrument, das mit einem Preis von um die 1.500 € zudem relativ günstig ist und über eine Reihe von Features verfügt, die auf der Bühne und im Studio sehr praktisch sind. Neben vielen hochwertigen Sounds verfügt das CK88 über ein integriertes USB-Audio/MIDI-Interface, Masterkeyboard-Eigenschaften und die interessante Audio-Trigger-Funktion. Damit kann man beispielsweise WAV-Dateien direkt von einem USB-Stick über eine zugewiesene Taste auf dem Keyboard abspielen. Alles zum Yamaha CK88 hier in unserem Test.

Yamaha CK88 Test: erster Eindruck

Das zum Test erhaltene Yamaha CK88 ist mit 13,1 kg für ein Keyboard mit 88 Tasten relativ leicht. Das liegt vor allem daran, dass das mattschwarze Gehäuse aus einem Kunststoffmaterial besteht. Damit wirkt das CK88 allerdings nicht gerade wie ein Road-taugliches Keyboard, das dem harten Bühnenalltag einer Welttournee standhalten muss. Dennoch ist es für die meisten Anwendungen stabil genug und kann von einer Person auf den Ständer gehoben werden. Das übersichtliche Bedienfeld ist zudem mit vielen LED-beleuchteten Tasten ausgestattet, die je nach angewähltem Part die Farbe wechseln. Zahlreiche Fader, Zugriegel und griffige Drehregler erlauben eine intuitive Bedienung. Während die Frontplatte des kleineren CK61 mit den Bedienelementen ausgefüllt ist, bietet das CK88 rechts und links noch Ablageflächen für zusätzliche Controller oder einen Laptop. Die eingebauten Lautsprecher fallen dabei kaum auf, da sie unsichtbar nach unten abstrahlen.

Yamaha CK88 Test: Schrägansicht links
Fotostrecke: 4 Bilder Das Yamaha CK88 ist für ein mit 88 Tasten ausgestattetes Instrument immer noch gut portabel.

Das Bedienfeld des CK88

Yamaha hat die Bedienelemente auf der Frontplatte des CK88 klar strukturiert: Ganz links befindet sich der MASTER VOLUMEN Fader, mit dem die Gesamtlautstärke eingestellt wird. Rechts davon liegen die Taster, mit denen man das gesamte Instrument transponiert und die Oktavlage der Parts verändert. Ferner dienen die restlichen Tasten und die neun relativ kleinen Zugriegel auf der linken Seite zur Steuerung der Orgelsektion. Mit ROTARY SPEED und STOP steuert man die Geschwindigkeiten des Leslie-Effekts, weitere Taster verändern Vibrato, Chorus und Percussion des Orgelklangs in Echtzeit.

Yamaha CK88 Test: Bedienfeld links
Fotostrecke: 3 Bilder Die linke Seite des Bedienfeldes des Yamaha.CK88

Yamaha CK88 Test – Display, Fader und mehr

In der Mitte des Bedienpanels befinden sich rund um das grafische LC-Display (128 x 64 Pixel) alle Bedienelemente, um Parts auszuwählen, miteinander zu kombinieren und als Live-Set-Sound abzuspeichern. Die Lautstärke der Parts kann ferner mittels dreier Fader direkt beeinflussen. Die Auswahl der Voice-Kategorie, aus der eine Voice für einen Part verwendet werden soll, erfolgt dabei über die zehn CATEGORY-Taster. Von „Piano“ über „Organ“ und „Brass/Wind“ bis hin zu „Others“ steht im Yamaha CK88 eine große Auswahl an Klängen zur Verfügung. Auf der rechten Seite des Displays liegen die SETTINGS- bzw. MENU-Taster, mit denen detailliertere Einstellungen des Live-Set-Sounds und globale Parameteränderungen vorgenommen werden können.

Yamaha CK88 Test: Filter, EG, Drive, Effekt 1 und 2
Fotostrecke: 2 Bilder Die Bereiche FILTER, EG, DRIVE und EFFECT 1 und 2 sind für jeden Part separat einstellbar.

Weitere Bereiche auf der Bedienoberfläche

Rechts auf dem Frontpanel des Yamaha CK88  liegen die Bereiche, welche die Sounds verändern und mit Effekten versehen. Für jeden Part können die Filter- und Hüllkurvenparameter (FILTER: Cutoff und Resonanz, EG: Attack und Release) schnell mit einem Dreh verändert werden. Jeder Part hat zudem drei Insert-Effekte: DRIVE, EFFECT 1 und EFFECT 2. Der Drive-Effekt enthält insgesamt 5 Typen: Overdrive, Distortion, Compressor sowie zwei verschiedene Rotary-Effekte. Effect 1 und 2 bieten überdies jeweils 36 verschiedene Typen, angefangen bei Chorus über Wha und Reverb bis hin zu Lo-Fi. Mit den Drehreglern kann man ferner Parameter wie Geschwindigkeit und Stärke des Chorus-Effekts gezielt verändern. Die letzten drei Sektionen DELAY, REVERB und EQUALIZER beeinflussen schließlich den Gesamtsound des Live-Sets. Der Master-Equalizer wirkt dabei auf das gesamte Ausgangssignal, auf das Signal am Audio-Eingang und die abgespielten WAV-Dateien (Audio-Trigger). Als Spielhilfen stehen abschließend ganz links – ergonomisch nicht optimal – ein Pitchbend- und ein Modulationsrad zur Verfügung.

Yamaha CK88 Test: Effektrouting
Fotostrecke: 2 Bilder Das Effektrouting innerhalb des Yamaha CK88 Stagekeyboards.

Anschlüsse des Yamaha CK88

Die Rückseite des Yamaha CK88 bietet neben einem Netzschalter, der neben der Buchse für das externe Steckernetzteil liegt, auch ein paar unsymmetrischer Klinkenbuchsen für das Ausgangssignal, gefolgt von zwei Audio-Eingängen. Ein kleiner Gain-Regler regelt dabei die Empfindlichkeit des A/D-Eingangs. Für dieses Audiosignal stehen dann auch zwei Insert-Effekte, ein Noise-Gate und ein Equalizer zur Verfügung. Schließlich verfügt das CK88 noch über zwei Pedalanschlüsse (Foot Pedal 1 und 2), die frei belegt werden können. Daneben liegen MIDI-In und -Out sowie die Buchsen USB-TO-DEVICE und USB-TO-HOST. Im Gehäuseboden ist zudem ein Batteriefach verbaut, das Platz für 8 AA-Batterien bietet. Damit soll man das CK88 drei Stunden lang autark betreiben können. Die Kopfhörerbuchse des CK88 ist praktischerweise – und im Gegensatz zum CK61 – vorne angebracht. Bei Nichtgebrauch kann man die Lautsprecher mittels eines kleinen Schalters auch dauerhaft ausschalten. Alle Anschlüsse auf der Rückseite sind dank Beschriftung auf dem Frontpanel ebenfalls von oben gut zu erreichen.

Yamaha CK88: Rückseite
Fotostrecke: 6 Bilder Die Rückseite des Yamaha CK88.

Yamaha CK88 Test – Tastatur und Lautsprecher

Das Yamaha CK88 verfügt über eine graduiert gewichtete Tastatur des Typs Hammer Standard (GHS) mit 88 Tasten. Das Spielgefühl darauf ist insgesamt sehr gut an die Pianoklänge angepasst. Sowohl bei einer gefühlvollen Klavierballade als auch beim hämmernden Rockpiano kann man den Klang mit der Tastatur hervorragend kontrollieren. Aber auch Orgel- oder Synthesizer-Sounds lassen sich damit angenehm spielen. Bei den schwarzen Tasten sorgt zudem eine leicht angeraute Oberfläche für mehr Grip. Das verbaute Lautsprechersystem strahlt den Klang des CK88 übrigens nach unten ab. Es sorgt dabei für einen ausgewogenen Sound und ist laut genug, um einen kleinen Raum zu beschallen. Damit ergeben sich dann tolle Möglichkeiten, Musik ohne großen Aufwand an jedem beliebigen Ort Musik zu machen. Ich denke beispielsweise an die musikalische Untermalung einer Trauung, bei der man keine Kabel legen muss – Mikro rein, Einschalten und los.

Yamaha CK88: Tastatur
Fotostrecke: 2 Bilder Die 88er Hammermechanik-Tastatur des CK88 ist sehr gut an die Piano-Sounds angepasst.
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Profilbild von KeysPro

KeysPro sagt:

#1 - 14.08.2023 um 11:05 Uhr

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Sehr sehr gutes Review, super Klangbeispiele auch! So wird‘s gemacht. Danke!

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