Bei Hi-Hats kann die Auswahl eigentlich nie groß genug sein. So denken auch die Entwickler von Meinl und haben ihre beliebtesten Serien um einige interessante neue Modelle erweitert. Die beiden kleinsten der heutigen Testkandidaten messen nur acht Zoll, entstammen der HCS und der Classics Custom Dark Reihe und hören auf den Namen Micro Stack Hat. Durchaus speziell präsentiert sich auch die neue HCS Soundwave Hi-Hat 14“ mit gewelltem Bottom-Becken. Fast schon normal wirkt dagegen das vierte Instrument im Bunde, die Pure Alloy Extra Hammered Hi-Hat 14“.

In Sachen Durchmesser, Material und Bearbeitung ist die Bandbreite also ziemlich groß. Vom Allrounder für viele Einsatzgebiete bis zum Spezialisten für besondere Aufgaben ist hier einiges zu entdecken. Es gibt aber auch Gemeinsamkeiten, wie beispielsweise den Herstellungsort Gutenstetten sowie die Tatsache, dass alle Becken zu großen Teilen maschinell gefertigt werden. Ob sich ein Test oder gar der Kauf für euch lohnt, erfahrt ihr auf den folgenden Zeilen.
- Pure Alloy Extra Hammered mit sehr musikalischem Sound
- Micro Stack Hats sind vielseitig verwendbar
- gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- saubere Verarbeitung aller Modelle
- 8“ Micro Stacks benötigen bei vielen Maschinen zusätzliche Filze unter dem Bottom
Die Meinl Micro Stack Hats sind für eine schnelle Ansprache konzipiert
Sehen wir uns zunächst die beiden Micro Stack Hats an. Acht Zoll messen sie jeweils im Durchmesser und gehören damit eindeutig zu den Winzlingen unter den Hi-Hats. Das Ziel ist eine ultraschnelle Ansprache, ein höherer Pitch und der Einsatz als Alternative zu einer Haupt-Hi-Hat. Der Zusatz „Stack“ ist etwas irreführend, denn tatsächlich haben wir es einfach mit sehr kleinen Hi-Hats zu tun. Das Classics Custom Dark Modell besteht aus der Meinl-eigenen B12-Bronzelegierung und zeichnet sich durch die serientypische „getigerte“ Musterung auf beiden Seiten aus. Diese entsteht durch eine schwarze Beschichtung, welche anschließend partiell abgetragen wird. Das Bottom-Becken (430 Gramm!) ist deutlich schwerer als das Top (180 Gramm), was eine konkrete Ansprache und eine gewisse Durchsetzungsfähigkeit begünstigen soll.

Schon optisch deutlich anders zeigt sich die HCS-Variante der Micro Stack Hats. Hier kommt Messing zum Einsatz, Meinl nennt die Legierung MS63. Alle Oberflächen sind komplett abgedreht, und wie auch bei den Classics Custom Dark besteht das Set aus maschinenbearbeiteten Blechen. Auch hier ist die Gewichtsdifferenz enorm: 370 Gramm beim Bottom zu lediglich 150 Gramm beim Top-Becken.

Bei der HCS Soundwave Hi-Hat gibt es ein gewelltes Bottom-Becken
Dass es in der Einsteigerserie in Sachen Auswahl nicht kärglich zugehen muss, zeigen schon die 13“, 14“ und 15“ Hi-Hats der Reihe. Nun kommt, neben der Micro Stack Hat, noch das Soundwave-Modell hinzu. Ebenfalls aus MS63-Messing gebaut, kommt hier ein am Rand gewelltes Bottom-Becken zum Einsatz. In den 60er Jahren von Paiste erstmals vorgestellt, soll diese Bauweise ein schnelles Entweichen der Luft und gleichzeitig einen besonders präsenten Klang begünstigen. Die Gewichte betragen 830 Gramm oben und 1030 Gramm beim Bottom.

Tiefe Hämmerung bei der Pure Alloy Extra Hammered Hi-Hat 14“
Wenn Meinl-Becken die Bezeichnung Extra Hammered tragen, ist ihnen genau das widerfahren: große, tiefe, zusätzlich gesetzte Hammerschläge. So auch geschehen bei der neuen Pure Alloy Hi-Hat, welche dadurch zusätzliche Komplexität und einen leicht dunkleren Charakter erhalten dürfte. Das obere Becken wiegt mittelleichte 970 Gramm, untenrum geht mit 1090 Gramm etwas schwerer zu. Abgesehen von den dunklen, abgehobenen „Kratern“ sind die Becken vollflächig fein abgedreht und gehämmert, beides geschieht automatisiert im deutschen Meinl-Werk.






























