Cort GB-Fusion 5 ABB Test

Klassische J-Bass-Konzepte gehören seit Jahrzehnten zum Standardrepertoire unzähliger Hersteller. Entsprechend groß ist die Auswahl, wenn man auf der Suche nach einem vielseitigen Allrounder ist. Gerade im Preisbereich unter 1000,- Euro ist das Angebot mittlerweile riesig und bietet für nahezu jeden Anspruch und Geschmack passende Instrumente. Cort zielt mit den GB-Fusion-Bässen auf Bassleute, die den klassischen J-Bass-Charakter schätzen, dabei aber nicht auf moderne Features und eine hochwertigere Anmutung verzichten möchten. Die Instrumente der Serie sind sowohl als Vier- als auch als Fünfsaiter erhältlich, wobei wir uns in diesem Test den fünfsaitigen GB-Fusion 5 genauer ansehen. Dieser geht mit einer auffälligen Optik inklusive Spalted-Maple-Decke, einem Griffbrett aus Vogelaugenahorn und einem Antique-Brown-Burst-Finish ins Rennen. Auch bei Hardware und Verarbeitung weckt Cort Erwartungen, die man eher in höheren Preisregionen vermuten würde. Ob der Cort GB-Fusion 5 diesem Anspruch gerecht wird und wie sich der moderne J-Style-Fünfsaiter in der Praxis schlägt, klären wir im folgenden Test.

Cort GB-Fusion 5 ABB
Der Cort GB-Fusion 5 ABB im ausgiebigen Test
Unser Fazit:
4 / 5
Pro
  • sehr edle Boutique-Optik
  • hoher Spielkomfort und sehr gute Ergonomie
  • umfangreiche Ausstattung für diese Preisklasse
  • musikalischer Dreiband-EQ
  • fluoreszierende Side-Dots
  • sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Contra
  • leichte Schwächen in der Bundabrichtung (nur bei sehr niedriger Saitenlage zu bemerken)
  • keine passive Tonblende

Cort GB-Fusion 5 ABB – das Wichtigste in Kürze

  • aktiver fünfsaitiger Jazz Bass
  • Erlekorpus mit „Spalted Maple“-Top
  • Ahornhals mit Griffbrett aus Vogelaugenahorn
  • 22 Medium Jumbo-Bünde und fluoriszierende Side Dots
  • zwei Voiced Tone VTB-ST JJ-Singlecoils
  • aktive Elektronik mit Dreiband-EQ
  • Hipshot Ultralite-Mechaniken und MetalCraft M5-Steg
  • Inklusive Gigbag

Welchen ersten Eindruck hinterlässt der Cort GB-Fusion 5 ABB?

Blendet man das Cort-Logo auf der Kopfplatte einmal aus, könnte man auf den ersten Blick tatsächlich meinen, einen Boutique-Jazz-Bass in der Hand zu halten, der ein Vielfaches des aufgerufenen Preises kostet. Allein das Griffbrett aus Vogelaugenahorn wirkt schon echt edel – ich kann mich kaum erinnern, in dieser Preisklasse schon einmal ein derart schickes Griffbrett gesehen zu haben!

Auch die Decke aus Spalted Maple und die elegante „Antique Brown Burst“-Lackierung tragen ihren Teil dazu bei und verleihen dem Fünfsaiter eine ausgesprochen hochwertige Anmutung. Damit die Maserung der Decke voll zur Geltung kommt, setzt Cort konsequenterweise auf ein transparentes Pickguard.

Cort GB-Fusion 5 ABB
Fotostrecke: 6 Bilder Im Lieferumfang unseres Testbasses …

Aus welchen Hölzern wurde der Cort GB-Fusion 5 ABB gefertigt?

Hinter der edlen Erscheinung verbergen sich aber durchaus klassische Zutaten, wie man sie von zahlreichen Jazz-Bässen kennt. Der typische Offset-Korpus besteht aus Erle, der geschraubte Hals aus Ahorn – eine bewährte Kombination, die einfach funktioniert.

Das Griffbrett besteht, wie bereits erwähnt, aus attraktiv gemasertem Vogelaugenahorn, und ist mit 22 Bünden im Medium-Jumbo-Format sowie schwarzen Dots zur Orientierung ausgestattet. Zusätzliche Markierungen gibt es an der Flanke – und zwar in fluoreszierender Ausführung, sodass man auch auf dunklen Bühnen jederzeit den Überblick behält. Wer schon einmal einen Song auf einer komplett dunklen Bühne starten musste, weiß, wie hilfreich solche Details sein können!

Der 47,6 mm breite Kunststoffsattel führt die Saiten zu einer klassisch geformten Kopfplatte, die – passend zum Korpus – ebenfalls in „Antique Brown Burst“ lackiert wurde. Ein Matching Headstock ist bei einem Bass, der auf „edel“ macht, meiner Meinung nach auch Pflicht – Daumen hoch dafür!

Mit welcher Hardware wurde der Cort GB-Fusion 5 ABB ausgestattet?

Damit sind wir beim Thema „Hardware“ angekommen. Cort setzt hier auf leichte und zugleich präzise arbeitende Mechaniken, um einer möglichen Kopflastigkeit vorzubeugen. Zum Einsatz kommen Hipshot Ultralites, die zu den besten Tunern am Markt zählen, auch wenn es sich hier – was der Sache keinen Abbruch tut – um die etwas günstigeren Import-Versionen aus fernöstlicher Fertigung handelt. Für den nötigen Saitendruck am Sattel sorgt ein Saitenniederhalter, der alle fünf Saiten abdeckt – sehr lobenswert!

Am Korpus werden die Saiten von einer modernen Brücke namens „Metalcraft M5“ aufgenommen, deren Form ein wenig an ETS-Modelle erinnert. Sie bietet die üblichen Einstellmöglichkeiten für Intonation und Saitenlage. Zudem lassen sich die Saiten wahlweise von hinten einhängen oder durch den Korpus führen – bei unserem Testbass ist die String-Through-Body-Variante umgesetzt. Der GB Fusion 5 ist ab Werk übrigens mit D’Addario EXL170-5SL Nickelsaiten bespannt.

Cort GB-Fusion 5 ABB
Fotostrecke: 7 Bilder Blick auf den gelungenen Hals-Korpus-Übergang von vorne …

Mit welchen Pickups und welcher Elektronik wird der Cort GB-Fusion 5 ABB bestückt?

Laut eigenen Aussagen blickt Cort bereits auf jahrzehntelange Erfahrung im Wickeln von Pickups zurück. Dementsprechend stammen auch die beiden Singlecoils aus eigener Fertigung. Sie hören auf die Bezeichnung „Voiced Tone VTB-ST“ und sollen den robusten Sound von Vintage-Singlecoils mit moderner Transparenz und Artikulation verbinden – große Worte, mehr dazu im Praxisteil.

Die beiden Einspuler geben ihr Signal an eine aktive Elektronik weiter, die den Bass mit einem Dreiband-EQ ausstattet. Zur Klangregelung stehen ein Lautstärkeregler, ein Balance-Regler sowie die drei EQ-Potis für Bässe, Mitten und Höhen zur Verfügung.

Der Volume-Regler ist zudem mit einer Push/Pull-Funktion ausgestattet und ermöglicht bei Bedarf den Wechsel in den passiven Betrieb. Für den aktiven Betrieb wird eine 9-Volt-Batterie benötigt, die in einem Fach mit Klappdeckel auf der Rückseite sitzt.

Cort GB-Fusion 5 ABB
Fotostrecke: 6 Bilder Die beiden Singlecoils stammen aus eigener Fertigung.

Was gehört zum Lieferumfang des Cort GB-Fusion 5 ABB?

Wie wir sehen, ist der Cort GB-Fusion 5 für einen Fünfsaiter dieser Preisklasse hervorragend ausgestattet, und Cort zeigt sich auch beim Zubehör spendabel. Zum Lieferumfang gehört nämlich eine schicke Gigbag, in der sich der Bass samt Zubehör wie Kabel oder Stimmgerät transportieren lässt.

Die Tasche ist allerdings nur leicht gepolstert, was für den Weg zur Probe oder zur Musikschule völlig in Ordnung ist. Wer eine professionellere Lösung braucht, sollte hier noch ein paar Euro in eine stabilere Tasche oder einen Koffer investieren.

Cort GB-Fusion 5 ABB
Was nicht viele wissen: Cort ist einer der weltweit größten Hersteller von Saiteninstrumenten!

Wie ist das Handling des Cort GB-Fusion 5 ABB?

Die schöne Optik des Cort GB Fusion 5 ist das eine – entscheidend ist aber am Ende, wie sich der Bass anfühlt und bespielen lässt. Hängt man sich den Fünfsaiter zum ersten Mal um, fühlt er sich für Jazz-Bass-Fans angenehm vertraut an. Leichte Abflachungen am Korpus vorne und hinten sorgen dafür, dass nichts drückt, zudem hängt der Bass in einer sehr guten Spielposition mit leicht nach oben ragendem Hals. Von Kopflastigkeit kann bei meinem 4,3 kg schweren Testbass keine Rede sein – das hat der Cort GB-Fusion 5 definitiv so manchem anderen Jazz Bass voraus.

Auch der Hals fühlt sich beim Erstkontakt sofort vertraut an: Das C-Profil bringt am Sattel die üblichen Fünfsaiter-Maße von knapp 48 mm mit und bleibt über den gesamten Verlauf eher flach, sodass man in allen Lagen bequem zurechtkommt. Auch der 22. Bund ist noch gut erreichbar, da das untere Korpushorn weit ausgeschnitten wurde. Positiv finde ich außerdem den relativ flachen Griffbrettradius von 12“, der sich gerade in den höheren Lagen sehr angenehm spielen lässt.

Am Setup gibt es bei meinem Testbass grundsätzlich nichts zu meckern. Der Fünfsaiter kam mit einer mittelhohen, sehr gut spielbaren Saitenlage bei mir an, die Halskrümmung war korrekt justiert und auch die Sattelkerben wurden ausreichend tief gefeilt, sodass sich die tiefen Lagen mit wenig Kraftaufwand greifen lassen.

Ich habe die Saitenlage noch etwas – meinem persönlichen Geschmack entsprechend – abgesenkt. Ganz sauber bleibt der Bass dann allerdings nicht mehr – vor allem im 17. Bund auf der G-Saite macht sich bei kräftigerem Anschlag etwas Schnarren bemerkbar. Die Bundierung ist also nicht 100%ig perfekt, wobei sich das in der Praxis zugegebenermaßen relativieren kann: Wer eine etwas höhere Saitenlage bevorzugt, wird davon natürlich gar nichts mitbekommen.

Abgesehen davon leistet sich der Fünfsaiter in Sachen Verarbeitung keinerlei Schwächen: Der Hals sitzt exakt in der Halstasche, die Lackierung ist tadellos, und auch die Hardware macht einen hochwertigen und soliden Eindruck.

Cort GB-Fusion 5 ABB
Die schicke Optik täuscht nicht – unser Testbass wurde auch vom Setup her sehr gut eingestellt!

Sound: Wie klingt der Cort GB-Fusion 5 ABB?

So weit, so gut – kommen wir zum entscheidenden Punkt: Wie klingt der GB Fusion 5 am Amp? Genau das klären wir im nächsten Abschnitt anhand der folgenden Audiobeispiele. Kaum verwunderlich klingt der Cort im Wesentlichen wie ein richtiger Jazz Bass und liefert bereits im passiven Betrieb einen durchsetzungsstarken Allroundsound mit knackigem Attack und viel Transparenz, was sicherlich nicht zuletzt dem Ahorn-Griffbrett zuzuschreiben ist. Der Stegtonabnehmer sitzt darüber hinaus in der 70’s-Position mit etwa 10 cm Abstand zum Halspickup, wodurch Hochmitten und Höhen stärker in den Fokus rücken.

Die Pickups klingen im oberen Bereich allerdings nicht ganz so offen und luftig wie klassische Vintage-Singlecoils, sondern setzen eher auf Transparenz mit einer leicht modernen Note – genau das, was Cort seinen Tonabnehmern ja auch zuschreibt. Die H-Saite liefert dabei tragfähige, homogene Töne – da gibt es absolut nichts zu meckern.

Was mir beim Cort GB-Fusion 5 etwas fehlt, ist der satte Punch im unteren Frequenzbereich, den man von typischen 70’s-Jazz-Bässen kennt. Der Bass klingt unten herum eher offen und in meinen Ohren einen Tick zu undefiniert. Außerdem würde dem Bass eine Tonblende für den passiven Betrieb sehr gut stehen, sodass man den modernen Charakter für klassischere Sounds abmildern kann. Aber gut, man kann eben nicht alles haben – gemessen am äußerst attraktiven Preis ist es schon ziemlich unglaublich, was Cort seinen Kundinnen und Kunden hier bietet!

Audio Samples
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Passiv, beide Pickups

Zu den großen Stärken eines Jazz-Basses zählt natürlich die klangliche Flexibilität aufgrund der Einzelsounds der beiden Pickups. Der Halstonabnehmer des GB Fusion 5 liefert einen robust-klaren Sound mit deutlichen Preci-Vibes, der sich gerade in rockigen Kontexten sehr gut behaupten kann.

Der Stegtonabnehmer hingegen klingt bauartbedingt in den Tiefmitten und Bässen etwas schlank, was natürlich an der typischen 70’s-Position nahe der Brücke liegt. Zur Kompensation steht allerdings die aktive Elektronik bereit, die wir uns in den nächsten Beispielen genauer anhören.

Audio Samples
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Passiv, Neck-PU Passiv, Bridge-PU
Cort GB-Fusion 5 ABB
Cort GB-Fusion 5 ABB

Was ändert sich beim Cort GB-Fusion 5 ABB im aktiven Betrieb?

Aktiviert man die Elektronik, so wird der Bass zunächst nicht merklich lauter – das ist im Live-Betrieb durchaus praktisch, weil keine Pegelsprünge auftreten. Auch die Nebengeräusche halten sich in einem absolut tolerierbaren Rahmen, selbst bei weit aufgedrehtem Höhenregler.

Für das nächste Beispiel habe ich den Höhenregler allerdings außen vor gelassen und stattdessen Bässe und Mitten angehoben – eine Einstellung, die dem Stegtonabnehmer hörbar zugute kommt. Das Fundament gewinnt auf diese Weise deutlich an Tragkraft für den Bandkontext, während der Mittenboost die gewünschte Extraportion Knurren liefert. Die gewählten Frequenzen greifen sinnvoll in die relevanten Bereiche des Klangspektrums ein – die Filter wurden also sehr gut abgestimmt.

Im zweiten Beispiel habe ich den Halstonabnehmer mit einer 50%igen Bass- und Mittenanhebung aufgenommen. Der Sound wirkt jetzt in meinen Ohren ausgewogener und organischer als im passiven Betrieb.

Audio Samples
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Bridge-PU, Bass-Boost: 100%, Mid-Boost: 50% Neck-PU, Bass-Boost: 50%, Mid-Boost: 50%
Cort GB-Fusion 5 ABB
Cort GB-Fusion 5 ABB

Nun bringe ich den Balance-Regler wieder in Mittelstellung, wir hören also wieder beide Pickups gemeinsam. Für den Slapsound habe ich lediglich die Bässe voll aufgedreht – Höhen bringt mein Testbass von Haus aus mehr als genug mit.

Besonders beim perkussiven Slap-Bass macht sich aber auch das sehr offene Low-End abermals bemerkbar: Dem Sound fehlt für meinen Geschmack etwas Punch. Ich vermute hier allerdings weniger ein grundsätzliches Konstruktionsproblem, sondern eher, dass mein Testbass möglicherweise in diesem Bereich nicht optimal schwingt. In der Serie wird es mit Sicherheit auch Exemplare mit strafferem Bassfundament geben – hier gilt also: unbedingt selbst antesten!

Für das zweite Beispiel habe ich dann alle drei EQ-Bänder ins Spiel gebracht: Bässe auf etwa 60%, Mitten auf 40% und Höhen auf rund 30% angehoben.

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Beide PU, Bass-Boost: 100%, Slapping Beide PU, Bass-Boost: 60%, Mid-Boost: 40%, Treble-Boost: 30%
Cort GB-Fusion 5 ABB
Unser Testbass bringt klassische Sounds mit einer modernen Note!

Cort GB Fusion 5 – das sind die Alternativen

FeaturesCort GB-Fusion 5 ABBMarcus Miller V6-5 Sandblasted ButterscotchMarkbass MB GV5 Gloxy Val Cream
Mensur34“34“34“
Elektronikaktiv/passiv, 3-Band EQaktiv/passiv, Marcus Heritage-3, 3-Band EQ mit durchstimmbaren Mitten und passiver Tonblendeaktiv/passiv, 3-Band-EQ
TonabehmerVoiced Tone VTB-ST JJ-SinglecoilsMarcus Super J Revolution Singlecoils2 Markbass JJ-Style 5 Singlecoils  
KorpusErleMahagoni mit Esche-TopLinde
Halsgeschraubt, Ahorn mit Ahorngriffbrettgeschraubt, Ahorn mit Ahorngriffbrettgeschraubt, Ahorn mit Ahorngriffbrett
inklusive GigbagjaNeinja, Markbass Deluxe
Preis799,- Euro699,- Euro749,- Euro
Produkt bei ThomannCort GB-Fusion 5 ABB kaufen (Affiliate)Marcus Miller V6-5 Sandblasted Butterscotch kaufen (Affiliate)Cort GB Fusion 5 Markbass MB GV5 Gloxy Val Cream kaufen (Affiliate)
Cort GB-Fusion 5 ABB
Hier seht ihr deutlich die zwei Oprionen beim Saitenaufziehen: “String thru body” oder traditionell “von oben”.

Cort GB-Fusion 5 ABB – Fazit

Der Cort GB-Fusion 5 ABB präsentiert sich als moderner Jazz Bass mit klarer Ausrichtung: klassische Basis, kombiniert mit zeitgemäßen Features und einer Optik, die man in dieser Preisklasse so nicht häufig zu sehen bekommt. Die Kombination aus Spalted-Maple-Decke, Vogelaugenahorn-Griffbrett und Antique-Brown-Burst-Finish macht einfach richtig was her!

Auch in der Praxis weiß der Fünfsaiter zu überzeugen. Die Ergonomie ist gelungen, der Bass ist nicht zu schwer und hängt perfekt ausbalanciert am Gurt, und der komfortable Hals lässt sich bis in die höchsten Lagen mühelos spielen. Verarbeitung und Ausstattung bewegen sich auf einem hohen Niveau – Features wie Hipshot-Ultralite-Mechaniken, eine gut klingende aktive/passive Elektronik oder fluoreszierende Side-Dots findet man in dieser Preisklasse keineswegs selbstverständlich.

Klanglich liefert der GB Fusion 5 die erwartete Jazz-Bass-Vielseitigkeit mit einem transparent-durchsetzungsfähigen Grundsound und modernen Nuancen, der sich mit dem gut abgestimmten und nebengeräuscharmen Dreiband-EQ flexibel formen lässt. Schön wäre noch eine passive Tonblende gewesen, um auch im Passivbetrieb mehr Variationsmöglichkeiten zu haben – aber man kann für den Preis eben nicht alles erwarten.

Unterm Strich bekommt man hier für erstaunlich günstige 719,- Euro einen ungewöhnlich gut ausgestatteten Fünfsaiter mit starker Optik, hoher Alltagstauglichkeit und überzeugender Bespielbarkeit. Das Preis-Leistungs-Verhältnis liegt damit ohne Frage auf einem sehr guten Niveau. Wer einen modernen J-Style-Fünfsaiter mit Boutique-Anmutung zu einem günstigen Preis sucht, sollte den Cort GB-Fusion 5 deshalb definitiv auf seine Liste setzen.

Artikelbild
GB-Fusion 5 ABB
Für 719,00€ bei
  • Technische Spezifikationen:
  • Hersteller: Cort Guitars
  • Herstellungsland: Indonesien
  • Modell: Cort GB Fusion 5
  • Mensur: 34 Zoll
  • Korpus: Erle, Spalted Maple Top, Antique Brown Burst Finish
  • Hals: geschraubt, Ahorn, Vogelaugenahorngriffbrett, 22 Medium Jumbo-Bünde, fluoriszierende Side-Dots.
  • Hardware: Hipshot Ultralite Mechaniken, MetalCraft M5-Steg
  • Tonabnehmer: 2 x Voiced Tone VTB-ST JJ-Singlecoils
  • Elektronik: aktiv, Dreiband-EQ (Bässe/Mitten/Höhen), aktiv/passiv,
  • 9V-Stromversorgung
  • Werksbesaitung: D’Addario EXL170-5SL Nickel Wound .045 – 130
  • Gewicht: ca. 4,3 kg
  • Zubehör: Gigbag, Werkzeug
  • Ladenpreis: 719,- Euro (Ladenpreis im Juni 2026)
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