Sire Marcus Miller V5 24-5 Test

Es ist schon erstaunlich, mit welcher Geschwindigkeit Sire seit ihrem Senkrechtstart im Jahr 2017 die Marcus-Miller-Serie ausbaut. Mittlerweile umfasst das Sortiment nicht nur zahlreiche klassische Modelle in unterschiedlichsten Varianten, sondern auch moderne 5- und 6-Saiter, Shorties, sowie Halbakustik-Bässe. Begonnen hat freilich alles mit Marcus Millers persönlichem Lieblings-Bass: einem aktiven Jazz Bass namens V7! Doch auch innerhalb dieser Reihe hat sich einiges getan: Neben den aktiven Modellen bieten die Koreaner inzwischen auch passive Varianten an – darunter sogar ein Modell mit 24 Bünden für alle, die sich gerne in den oberen Lagen austoben. Für diesen Test haben wir uns die fünfsaitige Version mit Ahorngriffbrett zur Brust genommen.

Sire Marcus Miller V5 24-5
Der Sire Marcus Miller V5 24-5 im ausgiebigen Test.

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Unser Fazit:
4,5 / 5
Pro
  • klassische Jazz-Bass-Sounds in bester Qualität
  • erweiterter Tonraum (24 Bünde)
  • sehr guter Spielkomfort
  • tadellose Verarbeitungsqualität
  • sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Contra
  • leicht kopflastig

Sire Marcus Miller V5 24-5 – das Wichtigste in Kürze

  • passiver Jazz Bass mit 24 Bünden
  • Erlekorpus
  • „Mild Green“-Hochglanzlackierung
  • Aluminium-Pickguard in Gold
  • Hals und Griffbrett aus Ahorn
  • Marcus Vintage-J Revolution Singlecoils im 70’s Spacing
  • passive Elektronik V/V/T
  • Marcus Miller Vintage -S Bridge, Premium Open-Gear Tuner

Ist der Sire Marcus Miller V5 24-5 ein herkömmlicher Jazz Bass?

Der V5 24-5 stammt aus der Marcus-Miller V-Serie und orientiert sich im Wesentlichen am klassischen Jazz Bass. Durch die 24 Bünde mussten am typischen Offset-Korpus allerdings ein paar Anpassungen vorgenommen werden, damit auch die höchsten Lagen gut erreichbar sind. Das untere Korpushorn wirkt hier etwas länger, weil das Cutaway deutlich weiter ausgeschnitten ist als beim regulären Sire V7.

Unser Testmodell kommt in der Farbe „Mild Green“, die durchaus an klassische Finishes erinnert. Alternativ gibt es den Bass auch in „Dakota Red“ und „Tobacco Sunburst“ – diese Varianten sind allerdings ausschließlich mit Palisandergriffbrett erhältlich. Das Pickguard setzt einen starken Kontrast zum dezenten grün und wird wahrscheinlich nicht jedermann gefallen. Es besteht aus goldfarbenem Aluminium und verleiht dem Bass in meinen Augen eine durchaus edle Note. Falls die Grün-Gold-Kombi nicht so ganz den eigenen Geschmack trifft, kann es natürlich problemlos mit einer klassischer anmutenden Variante ersetzt werden.

Sire Marcus Miller V5 24-5
Fotostrecke: 4 Bilder Abgesehen von den …

Aus welchen Hölzern besteht der Sire Marcus Miller V5 24-5?

Beim Korpusmaterial bleibt Sire traditionsbewusst und setzt auf bewährte Erle. Der einstreifige Ahornhals wurde klassisch mit vier Schrauben am Korpus befestigt und orientiert sich optisch an den Jazz-Bässen der 70er-Jahre. Im lackierten Ahorngriffbrett sitzen nämlich die für diese Ära typischen schwarzen Block-Inlays, ergänzt um eine ebenfalls schwarze Griffbretteinfassung.

Die 24 Bünde wurden sauber abgerichtet und an den Enden akkurat abgerundet. Zusätzlich sorgen beim Sire Marcus Miller V5 24-5 die ebenfalls abgerundeten Griffbrettkanten für ein geschmeidiges Spielgefühl – ein Detail, das Sire seit der zweiten Generation seiner Bässe standardmäßig verbaut.

Welche Hardware kommt beim Sire Marcus Miller V5 24-5 zum Einsatz?

Auch in Sachen Hardware zeigt sich der V5 24-5 von seiner klassischen Seite: Verbaut sind fünf offene Stimmmechaniken und ein traditioneller Winkelsteg mit Einstellmöglichkeiten für Intonation und Saitenlage. Ein modernes Feature bringt die Bridge aber dennoch mit: Die Saiten können bei Bedarf auch durch den Korpus eingefädelt werden, was den Auflagedruck auf die Saitenreiter erhöht.

Apropos Auflagedruck: Auf der Kopfplatte befindet sich ein breiter Saitenniederhalter, der alle fünf Saiten umfasst und für den nötigen Anpressdruck auf den Knochensattel sorgt. Qualitativ gibt es an der verwendeten Hardware nichts auszusetzen. Auch die Stimmmechaniken laufen sehr leicht und halten die Stimmung – für einen Bass in dieser Preisklasse ist diese Ausstattung absolut in Ordnung.

Sire Marcus Miller V5 24-5
Fotostrecke: 7 Bilder Ein Saitenniederhalter sorgt für idealen Anpressdruck der Strings an den Sattel.

Welche Pickups und welche Elektronik werden beim Sire Marcus Miller V5 24-5 verbaut?

Für den Sound sorgen beim Marcus Miller V5 24-5 zwei Marcus Vintage-J Revolution Singlecoils, die im klassischen Abstand der Jazz-Bässe der 70er-Jahre positioniert sind. Der Stegtonabnehmer sitzt hier folglich etwa 5 cm vor der Bridge, während der Hals-Pickup rund 10 cm vom Stegtonabnehmer entfernt positioniert wurde.

Auch bei der Elektronik geht es in Richtung „Vintage“: Der Sire Marcus Miller V5 24-5 ist mit einer rein passiv ausgelegten Schaltung ausgestattet. Geregelt wird hier ganz klassisch – mit je einem Lautstärkeregler pro Pickup und einer Tonblende zur Höhenabsenkung.

Die Verarbeitung meines Testbasses ist absolut makellos – genau so, wie ich es nach jahrelanger Erfahrung mit Sire-Instrumenten inzwischen fast schon erwarte. Der Bass wirkt durchweg hochwertig und macht einen deutlich teureren Eindruck, als es der aktuelle Preis von gerade einmal 529,- Euro vermuten lässt.

Sire Marcus Miller V5 24-5
Fotostrecke: 3 Bilder Die Schwingungsabnahme der Saiten erfolgt …

Wie schwer ist der Sire Marcus Miller V5 24-5?

Erfahrungsgemäß gibt es innerhalb der Sire-Serie durchaus spürbare Gewichtsschwankungen zwischen einzelnen Exemplaren. Das ist bei industriell gefertigten Bässen völlig normal, da die Hölzer in der Regel nicht individuell von Hand selektiert werden.

Mit meinem Testbass hatte ich jedoch Glück: Er bringt ziemlich genau 4,3 kg auf die Waage – ein absolut vertretbarer Wert für einen fünfsaitigen Jazz Bass im Vintage-Stil. Was bei Bässen dieser Bauart leider oft dazugehört, ist eine gewisse Kopflastigkeit – und auch mein Testbass bleibt davon nicht verschont. Am Gurt wirkt das Instrument deshalb auf Dauer etwas schwerer, als es die tatsächlichen 4,3 kg vermuten lassen. Man spürt einen leichten Druck auf der linken Schulter und muss den Bass daher gelegentlich wieder in Position bringen. Ein breiter Gurt mit rauer Oberfläche ist hier absolut empfehlenswert – er hilft, die Balanceprobleme etwas zu entschärfen.

Auch beim Spielen im Sitzen macht sich die Kopflastigkeit natürlich bemerkbar: Der Bass rutscht leicht nach rechts weg, was auf Dauer ebenfalls etwas unangenehm sein kann. Mit dieser Eigenart muss man sich jedoch bei den meisten klassisch inspirierten und konstruierten Bässen im unteren Preissegment arrangieren.

Sire Marcus Miller V5 24-5
Die Bässe der Sire Marcus Miller Reihe sind international ungemein erfolgreich!

Gibt es Kritikpunkte beim Sire Marcus Miller V5 24-5?

Abgesehen von der leichten Kopflastigkeit gibt es beim Sire Marcus Miller V5 24-5 MLG in Sachen Spielkomfort tatsächlich so gut wie nichts zu beanstanden! Der flache C-förmige Hals liegt hervorragend in der Hand und fühlt sich dank der dünnen Matt-Lackierung in Kombination mit den abgerundeten Griffbrettkanten überaus angenehm und geschmeidig an.

Mit einer Sattelbreite von 46 mm und Saitenabständen 18 mm an der Brücke lässt sich der Bass in allen Lagen mühelos beherrschen, und auch der 24. Bund ist dank des großzügigen Cutaways gut erreichbar. Der kantige Halsansatz macht den dauerhaften Aufenthalt in den höchsten Lagen allerdings nicht zum allergrößten Vergnügen: Eine leichte Abrundung oder Abflachung würde hier definitiv den Komfort erhöhen, bleibt in dieser Preisklasse aber leider meist außen vor. Nicht verzichten muss man hingegen auf ein hervorragendes Werks-Setup: Wie schon bei anderen Sire-Bässen, die ich in letzter Zeit in den Händen hatte, war auch dieses Exemplar ab Werk tiptop eingestellt.

Sire Marcus Miller V5 24-5
Fotostrecke: 2 Bilder In den oberen Lagen wird die Greifhand …

Sound: Wie klingt der Sire Marcus Miller V5 24-5?

Damit sind wir beim entscheidenden Kapitel des Praxistests angekommen – dem Sound. Zu Beurteilung gibt es wie immer einige Audiobeispiele, für die ich den Fünfsaiter ohne Netz und doppelten Boden aufgenommen habe – es kam also keinerlei zusätzliches Equipment oder klangverändernde Plugins zum Einsatz.

Der Sound des Sire Marcus Miller V5 24-5 wirkt etwas feiner aufgelöst und moderner als bei einem Fender-Modell mit ähnlichen Spezifikationen. Der typische leicht gescoopte Charakter eines 70’s-Jazz-Basses ist aber ohne Frage noch vorhanden. Der passive Fünfsaiter liefert ein solides Fundament und besitzt eine wunderbare Präsenz in den Hochmitten, die für gute Durchsetzungskraft sorgt – ein rundum gelungener Allround-Sound, mit dem man sich in zahlreichen Genres bestens behaupten kann!

Die tiefen Töne der H-Saite klingen dabei klar und druckvoll und fügen sich stimmig ins Gesamtklangbild ein. Bei einer gesunden Konstruktion braucht es eben in Wahrheit häufig gar keine längere Mensur für eine überzeugende H-Saite!

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Beide Pickups, Ton-Blende: offen

Auch die Sounds mit den Pickups im Solomodus sind überzeugend und absolut praxistauglich, wie ihr in den nächsten Beispielen hören könnt.

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Neck-PU, Tone: offen Bridge-PU, Tone: offen
Sire Marcus Miller V5 24-5
Sire Marcus Miller V5 24-5

Ein knackiger Slapsound ist die Paradedisziplin eines jeden 70’s-Jazz-Basses – Marcus Miller lässt grüßen! Und das erledigt der Sire Marcus Miller V5 24-5 MLG quasi mit links: Einfach beide Pickups und die Blende voll aufdrehen – und schon ist er da, dieser beliebte Sound!

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Beide PU, Tone: offen, Slapping

Der Sound lässt sich natürlich auch über die Tonblende weiter formen, die effektiv arbeitet und praxistaugliche Ergebnisse liefert. Mit beiden Pickups voll aufgedreht und der Tonblende komplett geschlossen liefert der Sire Marcus Miller V5 24-5 einen wunderbar warmen Sound, bleibt dabei aber stets durchsetzungsfähig.

Sire Marcus Miller V5 24-5
Sieht schick aus und klingt fast wie der Klassiker aus den USA: Sire Marcus Miller V5 24-5

Auch die beiden Beispiele mit den Pickups jeweils im Solobetrieb können sich hören lassen: Beim Halstonabnehmer war die Tonblende zu etwa 30 % geöffnet, beim Stegtonabnehmer zu rund 40 %:

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Neck-PU, Tone: 30% Bridge-PU, Tone: 40%

Sire Marcus Miller V5 24-5 MLG – das sind die Alternativen

FeaturesSire Marcus Miller V5 24-5 MLGSire Marcus Miller V5R Alder-5 MLGSquier CV 70s Jazz Bass V MN NAT
Mensur34“34“34“
Elektronikpassic, VVTpassic, VVTpassiv, VVT
TonabehmerMarcus Vintage-J Revolution SetMarcus Super J Revolution Single Coils2 Fender Designed Alnico Single Coils
KorpusErleErlePappel
HalsAhorn geschraubt, Ahorngriffbrettgerösteter Ahorn geschraubt, PalisandergriffbrettAhorn geschraubt, Ahorngriffbrett
inklusive Gigbagnein  neinnein
Preis509,- Euro449,- Euro455,- Euro
Produkt bei ThomannSire Marcus Miller V5 24-5 kaufen (Affiliate)Sire Marcus Miller V5R Alder-5 MLG kaufen (Affiliate)Squier CV 70s Jazz Bass V MN NATkaufen (Affiliate)
Sire Marcus Miller V5 24-5 – Alternativen
Sire Marcus Miller V5 24-5
Sire Marcus Miller V5 24-5

Sire Marcus Miller V5 24-5 – Fazit

Mit dem Marcus Miller V5 24-5 erweitert Sire sein passives Jazz-Bass-Angebot um einen Fünfsaiter mit 24 Bünden – eine sinnvolle Ergänzung für alle, die gerne auch in den höchsten Lagen solistisch unterwegs sind. Klanglich liefert der Sire Marcus Miller V5 24-5 exakt das, was man sich von einem Jazz Bass im 70’s-Stil erhofft: Knackige Höhen, durchsetzungsstarke Hochmitten und ein solides Fundament – allerdings mit einem etwas moderneren und aufgeräumteren Klangbild, wie man es von Sire inzwischen auch bereits kennt.

Sehr positiv fällt die hervorragend integrierte H-Saite auf, die druckvoll und klar klingt. In Sachen Ergonomie zeigt der V5 24-5 die bekannten Schwächen klassischer Bass-Konstruktionen: Leichte Kopflastigkeit und ein relativ kantiger Hals-Korpus-Übergang, der den Zugang zu den höchsten Bünden leider minimal erschwert. Eine ergonomischere Lösung hätte gerade dem Konzept mit 24 Bünden durchaus gut getan.

Verarbeitung und Setup waren bei meinem Testbass dafür durchweg überzeugend – das Instrument macht tatsächlich einen deutlich hochwertigeren Eindruck, als es der Preis von knapp 500,- Euro vermuten ließe!

Unterm Strich ist der Marcus Miller V5 24-5 ein absolut überzeugendes Instrument mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer einen Fünfsaiter mit klassischem Jazz-Bass-Sound, gutem Spielkomfort und erweitertem Tonraum zum schmalen Kurs sucht, kommt daher am Sire Marcus Miller V5 24-5 meiner Meinung nach nicht vorbei.

Sire Marcus Miller V5 24-5
Sire Marcus Miller V5 24-5
  • Technische Spezifikationen:
  • Hersteller: Sire Guitar
  • Modell: Marcus Miller V5 24-5 MLG
  • Herstellungsland: Indonesien
  • Korpus: Erle, Hochglanz-Lackierung Mild Green, New Marcus Miller Jazz Type-Form,  Aluminium Gold Pickguard
  • Hals: Vierpunkt-Verschraubung, Ahorn einstreifig, Ahorngriffbrett, lackiert, abgerundete Kanten, 24 Bünde, schwarzes Binding, schwarze Block-Inlays, Knochensattel, schlanke C-Form
  • Mensur: 34“
  • Tonabnehmer: Marcus Vintage-J Revolution Set
  • Elektronik: passive, Volume/Volume/Tone
  • Hardware: Marcus Miller Vintage -S Bridge, Premium Open-Gear Tuner
  • Zubehör: Werkzeug
  • Gewicht: ca. 4,3 kg
  • Preis: 509,- Euro (Ladenpreis im Juni 2026)
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  • NaSTY BaSS ToNE feat. the Music Man Darkray 5 #bass #darkray #musicman #darkglass #musicmandarkray5
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