Hammond SK1 Test

Bei den Produkten der Marke Hammond Suzuki dreht sich alles um das Thema Orgel – sollte man meinen. Aber nach Jahrzehnten wagen sich die Ingenieure nun auch auf Gebiete, von denen man eigentlich annimmt, dass sie jenseits ihrer Kernkompetenzen liegen. Aus den Modellen SK1 und SK2 klingen neuerdings auch Piano, E-Piano, Bläser, Streicher und einige andere eigentlich untypische Sounds.

sk1_oben


Die meisten Livekeyboarder nutzen auf der Bühne in der Regel eher zwei Keyboards als nur ein einziges. Eines davon deckt normalweise Klavier und/oder E-Piano ab, das andere alles, was mit Orgel, Streicher, Bläser, Synthies und Co zu tun hat. Und das bedeutet im Muckeralltag, zwei Cases zu schleppen und auszupacken, einen Doppelkeyboardständer aufzubauen und ein Mischpult zu verkabeln. Und spätestens, wenn das obere Keyboard das Display und die Bedienelemente des unteren verdeckt, fragt man sich, warum es eigentlich keine zweimanualigen Keyboards gibt, die alles das, was man so braucht, in einem Instrument vereinen. Bei Orgeln sind zwei oder mehr Tastaturen seit Jahrhunderten Standard, aber zweimanualige Workstations sind mir noch von keinem Keyboardhersteller untergekommen. Deshalb könnte man jetzt aufhorchen, denn das Hammond SK2 (SK steht für Stage-Keyboard) hat zwei Manuale und eben nicht nur Orgelsounds. Ist es also vielleicht die lange ersehnte All-in-one-Lösung? Auf jeden Fall scheint es sehr begehrt zu sein, denn es war uns bisher nicht möglich, ein Testgerät zu ergattern. Kaum hatte der Vertrieb welche, waren sie auch schon wieder ausverkauft. Doch wenigstens die einmanualige Version SK1 konnten wir uns sichern und auf Herz und Nieren testen.

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Markus sagt:

#1 - 03.12.2011 um 14:02 Uhr

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Der Leslieeffekt klingt wirklich ordentlich, aber der Overdrive, naja...
Welcher der 4 Algos der SK1 war denn im Klangbeispiel aktiv ? War das der "Beste" ?

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Xaver Fischer sagt:

#2 - 05.12.2011 um 21:12 Uhr

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Das war der Overdrive Typ, der im Preset "Rock Organ" verwendet wurde. Welcher von den 4 Typen das war hab ich nicht geguckt, aber ich nehme an das war "Tube". Einen besseren habe ich auf jeden Fall nicht gefunden.

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Markus sagt:

#3 - 14.12.2014 um 13:04 Uhr

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Hab die SK1 seit Juli 2014. Sofort auf 8.4 upgegradet und Jim Alfredsons Tonewheel geladen. Die ersten 2Monate hat mich das Gerät nicht sehr begeistert. Die meisten Werkspresets sind fade oder langweilig. Das liegt wohl daran das den Leslie Einstellungen der Pepp fehlt. Hier hat aber Hammond offensichtlich in vorhergehenden Updates nachgebessert. Gilt auch für die Overdrives.
Scheinbar hatten sie vergessen die Neuigkeiten in Presets einzuarbeiten.
Ich muss sagen, jetzt nach einem Halben Jahr hab ich die SK1 programmtechnisch im Griff. Das was ich heute aus der Kiste herauszaubere ist der Hammer. Wenn mann es möchte kommt da enorm Druck raus, das Leslie hat einen genialen, fast analogen schmierigen Sound, die Overdrives kommen passabel ( obwohl hier noch Verbesserungs potential herrscht. Die Vk8m ist da besser). Es wurde immer wieder in Foren bemängelt das die Orgel in den oberen Stimmlagen schrillig wird. Das stimmt wenn man sich nur mit den Werkspreset befasst. Bei meinen selbst Programmierten Sounds hab ich das Problem nicht. Man bekommt das gut mit diversen Einstellungen zwischen EQ, Tonewheel set , Chorus und Leslie hin.
Die Tastatur: vielfach als Komprimiss bemängelt. Ist sicher Geschmackssache. Aber vom ersten Tastenanschlag an hab ich mich hier zu hause gefühlt. Sie liegt mir dermassen gut beim Orgel spielen, und auch fürs Piano find ich die Tastatur klasse. Für zum Üben zu Hause und generell Live völlig Ausreichend. Für Studio aufnahmen ist sicher ein aktuelles Piano mit Hammermechanik besser.
Extra Voices: seit den neuen Pianosounds in den Upgrades und die neuen Librarisets bekommt man gute Samples in die Kiste die Spass machen und sich vor der Kongurenz nicht verstecken brauchen.
Rundum jetzt ein Tolles Gerät, was ursprünglich einige Schwierigkeiten hatte.

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