Blog_Folge
Feature
7
27.11.2016

Blog: Das Farewell-Konzert von Cream 1968!

Creams Abschiedskonzert fand vor genau 48 Jahren statt.

Mein heutiges Fundstück der Woche ist kein Clip, den man sich mal eben "im Vorbeigehen" ansieht. Es ist nämlich der einzige offizielle Konzertfilm der legendären Band Cream um Eric Clapton (git), Ginger Baker (dr) - und natürlich den unglaublichen Jack Bruce am Bass! Der Zeitpunkt könnte kaum treffender sein: das Abschiedskonzert der ersten "Supergroup" der Musikgeschichte fand nämlich am 26. November 1968 statt - also fast auf den Tag genau vor 48 Jahren! Kinder, wie doch die Zeit vergeht ...

Nach nur zwei Jahren seines Bestehens sagte das britische Trio bei diesem Konzert seinen Fans "Goodbye", ehe sich jedes Bandmitglied anderen Projekten widmete. Cream hatten in der Zeit zwischen 1966 und 1968 eine kometenhafte Karriere erlebt und zahllose umjubelte Konzerte gespielt. Außerdem entstanden in dieser kurzen Phase ganze vier Alben, die heute allesamt Kultstatus genießen: "Fresh Cream" (1966), "Disraeli Gears" (1967), "Wheels of Fire" (1968) und "Goodbye" (1969).

Auch in den USA hatte die Band immensen Erfolg. Dennoch beschlossen die Musiker schon im Sommer 1968, die Gruppe aufzulösen, da das "Superstar-Dasein (ihrer) eigentlichen musikalischen Haltung und ihren Ambitionen entgegenstand" - so lautete damals die offizielle Begründung.

1993 wurde Cream mit einem Platz in der "Rock and Roll Hall of Fame" geehrt, und zu diesem Anlass spielten Clapton, Baker und Bruce erstmalig wieder ein kurzes Set bestehend aus den Songs "Sunshine of Your Love", "Crossroads" und "Born Under a Bad Sign".

2005 beschloss man schließlich, sich abermals für einige Reunion-Konzerte zusammenzufinden. Die vier Shows im Mai und zwei Shows Oktober waren im Handumdrehen ausverkauft. Danach gingen die drei Musiker endgültig getrennte Wege, was vor allem dem seit Jahrzehnten schwierigen Verhältnis von Bruce und Baker geschuldet sein soll.

Basslegende Jack Bruce war seit 2003 gesundheitlich schwer angeschlagen, da bei ihm Leberkrebs diagnostiziert worden war. Im September desselben Jahres starb er beinahe bei einer Lebertransplantation, da er sich zusätzlich eine Lungenentzündung zugezogen hatte. Anschließend erholte sich der gebürtige Schotte wieder einigermaßen für einige Jahre, ehe er am 25. Oktober 2014 im Alter von 71 Jahren an den Folgen seines Leberleidens starb.

Viel Spaß mit diesem außergewöhnlichen Zeitdokument aus der "Royal Albert Hall" und bis nächste Woche im bonedo-Bassbereich!

Lars Lehmann (Leiter Bassredaktion)

1 / 1

Verwandte Artikel

Armin Metz: Bass-Kunst im Wald!

Der Hildesheimer Ausnahmebassist Armin Metz hat seine neueste Komposition bei einem nächtlichen Waldspaziergang recorded. Prädikat: Besonders sehenswert!

Michael Jacksons „Human Nature“ auf 13 Bässen!

Der türkische Bassist Arda Algan hat eine Bassversion von Michael Jacksons „Human Nature“ eingespielt, bei der nicht weniger als 13 einzelne Bass-Takes zum Einsatz kamen. Der eigentliche Clou ist aber das dazugehörige Video, das man gesehen haben muss!

Die Welt braucht mehr Victor Wootens!

Nein, wir reden nicht von mehr Double-Thumbern und Akkord-Tappern, sondern von den tollen Ansätzen, die der fünffache Grammy-Preisträger kürzlich bei einer Rede thematisierte.

User Kommentare