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Die besten Bass Riffs in Tabs und Noten – The Eagles: „Hotel California“

“Hotel California” ist einer jener Klassiker, der für die Ewigkeit geschrieben wurden. Damit steht der Track auf einer Stufe mit Songs wie “Stairway To Heaven”, “Smoke On The Water” oder dergleichen. Regelmäßig landet “Hotel California” bei Umfragen zu den besten Songs aller Zeiten auf den vordersten Plätzen – und das zu Recht! 1976 erschien das gleichnamige Album und bescherte den Eagles nicht nur unglaublichen Erfolg, sondern auch unglaublichen Tumult: In die Lyrics des Songs wurde nämlich lange Zeit seitens religiöser Fanatiker und selbsternannten Sittenwächtern alles Mögliche hineininterpretiert. “Hotel California” galt z.B. als Synonym für Hippie-Sekten, Satanismus, eine psychiatrische Anstalt und noch vieles mehr. Eigentlich ist der Text jedoch ein kritischer Abgesang auf die Lüge des “American Dream” und die Dekadenz der damaligen Zeit – zumindest laut der Band – aber was wissen die schon über ihren eigenen Songs? 😉


Wie immer an dieser Stelle interessiert uns natürlich mehr die Musik – allem voran die Bassline! Bassist Randy Meisner zeigt hier eindrucksvoll, wie man mit wenig Mitteln viel erreichen kann. Hören wir doch zunächst noch einmal kurz in das Original hinein:

Eagles – Hotel California

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Die komplette Bassline zu “Hotel California” bedient sich fast ausschließlich des Grundtons, der Quinte und der Oktave (was letztendlich wieder der Grundton ist) des Akkords. Mit ihnen spielt er im Vers zunächst ein auf der Zählzeit 1 vom Grundton zur Oktave aufsteigendes Motiv, um dann auf der Zählzeit 3 mit einem absteigenden Motiv zu antworten. Dieses Konzept wendet er auf alle Akkorde an.
>>>Wenn die Basslinie schön gleichmäßig klingen soll, hilft – neben einer guten Spieltechnik – auch ein Kompressor. Hier erfährst du alles über diese nützlichen Helferlein!<<<
Diese Herangehensweise vereinfacht die Sache für uns, müssen wir doch lediglich einen einzigen Fingersatz lernen und können ihn dann auf die entsprechenden Akkorde verschieben ‑ manchmal darf es also auch simpel sein in der Musik! Sogar die Rhythmik bleibt stets die gleiche. Um trotzdem eine kleine Variation einzubauen, beendet Randy seine Phrase im ersten Takt auf die Quinte des Akkords, im zweiten Takt auf den Grundton. Für Nerds: Aufgrund der Akkordfolge in absteigenden Quarten ist dies der gleiche Ton!

Randy Meisner in den 70er-Jahren mit einem schicken Rickenbacker-Bass (Bildquelle: www.youtube.com/watch?v=ok5cybxEJ80)

>>>Erweitere dein Wissen um klassische Bassmodelle – hier in unserem “E-Bass-Kaufratgeber für Einsteiger”!<<<
Der Chorus verläuft ähnlich – bis auf wenige Ausnahmen bleibt das Tonmaterial dasselbe, jedoch ist das melodische Motiv der Bassline auf der Zählzeit 1 diesmal von der Oktave zum Grundton absteigend – das ist einfach und genial zugleich! Dieser kleine Trick reicht nämlich vollkommen aus, um Vers und Chorus eindeutig voneinander zu trennen. Auch rhythmisch wird wiederum eine Idee auf alle Akkorde angewandt.
Insgesamt lässt sich Randy Meisners Bassline wohl am besten als “geschmackvoll” bezeichnen. Er spielt gerade so viel, dass es für uns stets melodisch und rhythmisch interessant bleibt, lenkt aber auch nie die Aufmerksamkeit auf sich. So unterstützt er vorbildlich die Vocals und die vortrefflichen Gitarren-Soli. Ich habe euch die Basis-Grooves der beiden Teile (Vers und Chorus) aufgenommen:

Audio Samples
0:00
“Hotel California” – Vers – WAV “Hotel California” – Chorus – WAV

By the way: Völlig zu Recht in Vergessenheit geraten ist die Cover-Version von Jürgen Drews aus dem Jahre 1977. Wer sich selbst, einen Freund oder eine Freundin aber mal foltern möchte, kann dieses Juwel der Musikgeschichte gerne auf YouTube suchen …
In diesem Sinne: Viel Spaß mit – dem echten – “Hotel California”!
Euer Thomas Meinlschmidt

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von Thomas Meinlschmidt

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Profilbild von Klaus Bloemeke

Klaus Bloemeke sagt:

#1 - 05.02.2019 um 10:25 Uhr

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Mir ist im Vers die dead Note auf der ersten sechzehntel nach der drei ( die mittlere Note im abfallenden Motiv) zu wenig betont. Das rollt nicht richtig.ME spielt er das Motiv auf zwei Arten: für
E, fis, G: Grundton, Quinte, Oktav.
Für h, a, d: Oktav, Quinte, Oktav.
Macht vom Gefühl wenig Unterschied, hält den Bass im tonbereich weiter unten.Außerdem meine ich im Ohr zu haben, dass die letzte Note in jedem Takt im Refrain in Richtung des nächsten Akkordes geslidet wird, klingt sehr geil.

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