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Play-Alike ABBA-Basslines – Rutger Gunnarsson/Mike Watson Bass Workshop

Bass-Workshop: Das sind die besten ABBA-Basslines! Was keiner mehr für möglich gehalten hat, wird nun doch wahr: ABBA haben sich wieder zusammengefunden und veröffentlicht ein neues Album – und das nach sage und schreibe nahezu 40 Jahren Pause! Mittlerweile gingen fast 400 Millionen Tonträger von ABBA über den Ladentisch – diese Zahl macht die Schweden zu einer der erfolgreichsten Bands des Planeten. Das bedeutet gleichzeitig, dass die Musiker, welche ABBA im Studio oder bei den Livegigs begleiteten, zu den meistgehörten der Welt zählen. Ihre Namen sind hingegen der breiten Masse meist gänzlich unbekannt. Für die tiefen Töne der Gruppe zeichneten die Tieftöner Rutger Gunnarsson und Mike Watson verantwortlich. Beide trugen mit ihrem Stil zu Sound ABBAs bei, und vor allem Rutger Gunnarsson ist zumindest in der Bassszene beileibe kein Unbekannter. In diesem Bass-Workshop stellen wir euch die wichtigsten ABBA-Basslinien vor!

Bildquelle: Shutterstock / Kraft74
Bildquelle: Shutterstock / Kraft74

Inhalte

  1. Mike Watson / Rutger Gunnarsson – Kurzbiografien
  2. ABBA – Stilmerkmale
  3. ABBA – Bass-Sound
  4. ABBA – Songauswahl

Mike Watson / Rutger Gunnarsson – Kurzbiografien

Mike Watson war “Mann der ersten Stunde” bei ABBA, kannte er doch Björn Ulvaeus und Benny Andersson schon vor der Gründung der Band. Mike kommt eigentlich aus England, doch der Musiker war nach einer Schweden-Tournee von Land und Leuten so angetan, dass er entschied, ganz dort zu bleiben.

Durch diverse Studiosessions lernte er Björn und Benny kennen und spielte bereits vor ABBA auf einer Single von Frida Lyngstad. Fun Fact am Rande: Mike ist auch ist der Napoleon auf dem Plattencover von “Waterloo”!

Rutger studierte Musik am “Royal College of Music” in Stockholm. Während dieser Zeit spielte er in diversen Projekten, unter anderen den Hootenanny Singers, zu deren Mitgliedern auch ein gewisser Björn Ulvaeus zählte. Auf diese Weise geriet Rutger ebenfalls sehr früh in Kreis der ABBA-Musiker und wirkte auf allen acht Studioscheiben mit.

Er ist ebenfalls auf der “Live At Wembley”-Platte zu hören. Dank seiner hervorragenden musikalischen Ausbildung erarbeitete er sich darüber hinaus auch einen ausgezeichneten Ruf als Arrangeur. Ab Mitte der 70er-Jahre war Rutger daher auch für die Streicher-Arrangements von ABBA zuständig und wurde somit ein noch wichtigerer Teil der Band.

Auch in der fast 40jährigen “Pause”, die ABBA bis 2021 einlegten, war er im Namen des Quartetts unterwegs, so zum Beispiel als Bassist des Musicals “Mamma Mia”. Während Mike Watson bis heute musikalisch aktiv ist, verstarb Rutger Gunnarsson leider 2015 im Alter von gerade einmal 69 Jahren.

Fotostrecke: 2 Bilder Der stilprägende ABBA-Bassist Rutger Gunnarsson …
Fotostrecke

ABBA – Stilmerkmale

Es ist schwierig zu sagen, wie viel Anteil Mike Watson und Rutger Gunnarsson am Sound von ABBA haben bzw. wie hoch ihr persönlicher Beitrag zu den wahrscheinlich zu einem großen Teil auskomponierten Basslines der Songs war. Der wahrscheinlichste Fall ist wohl, dass ein Basis-Groove vorgegeben war und Mike bzw. Rutger Raum zum Ausschmücken “aus Bassistensicht” zugesprochen wurde.

Uns soll das nicht weiter stören, wir kümmern uns einfach um die allgemeinen Merkmale. Die Basslines von ABBA haben in der Regel folgende Punkte gemeinsam:

  • lebhaft, flüssig
  • perkussiv und melodisch gleichermaßen
  • klare Trennung der Formteile durch rhythmische Verdichtung oder Variationen
  • Bassline häufig kontrapunktisch zur Melodie
  • Ausflüge in höhere Register mit kleinen melodischen Phrasen
  • häufig Disco-Oktaven mit kleinen Variationen
  • wenig statische Wiederholungen, Basis-Groove wird gerne variiert
  • sehr fantasievolle, nie klischeehafte Bass-Begleitungen
  • geschmackvolle Verwendung von Skalen und Arpeggios

ABBA – Bass-Sound

Verschiedene Platten, verschiedene Bassisten, verschiedene Instrumente: “Den” ABBA Bass-Sound gibt es in diesem Sinne nicht. Einige Gemeinsamkeiten lassen sich aber dennoch feststellen: Aufgrund der vielschichtigen und dichten Produktionen darf der Bass-Sound natürlich nicht zu spektakulär und auffällig sein. Der starker Einsatz von Effekten etc. verbietet sich daher von selbst.

Zudem besitzt der E-Bass relativ wenig Low End, um anderen Instrumenten (Streicher, Keyboards …) nicht in die Quere zu kommen. Laut Michael Tretow, seines Zeichens ABBAs Recording Engineer, wurde der Bass stets direkt ins Mischpult gesteckt und leicht komprimiert. Rutger und Mike nutzten im Studio zwar auch einen Amp, dieser diente allerdings wohl eher dem Spielgefühl der Bassisten und wurde nicht per Mikrofon abgenommen.

Ein Instrument möchte ich noch hervorheben: Rutger Gunnarssons Super Swede Bass von der Firma Hagstrom. Dieses Instrument ist im Grunde ein nobler J-Bass mit durchgehendem Hals. Das Modell ist in zahlreichen Songs, wie auch im “Live At Wembley”-Konzert zu hören. Rutger benutzte gerne den Bridge-Pickup anteilig etwas mehr – der Bass besaß daher das bereits angesprochene nicht übermäßig starke Low End, dafür jedoch viel Attack und einen knackigen Sound, der sich sowohl perfekt in die “auf Größe” angelegten Produktionen einbettete und gleichzeitig Gehör verschaffte.

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Der Hagstrom Super Swede Bass ist eine authentische Neuauflage des Originals aus dem Jahr 1980. (Bild © Hagstrom)
Der Hagstrom Super Swede Bass ist eine authentische Neuauflage des Originals aus dem Jahr 1980. (Bild © Hagstrom)

ABBA – Songauswahl

Die Songs für diesen Workshop habe ich in chronologischer Reihenfolge aufgelistet:

1.) “Waterloo”

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Waterloo – Vers Waterloo – Chorus

Stilistische Merkmale:

  • klare rhythmische Trennung der Formteile
  • klare melodische Trennung der Formteile (Grundton im Vers, Walking Bass im Chorus)
  • Walking-Bass mit Skalen, Pentatonik
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2.) “Dancing Queen”

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Dancing Queen – Bassline

Stilistische Merkmale:

  • lebhaft, flüssig
  • perkussiv und melodisch gleichermaßen
  • Wenig statische Wiederholungen, Basis-Groove wird ständig leicht variiert
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3.) “Knowing Me, Knowing You”

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Knowing Me, Knowing You – Bassline

Stilistische Merkmale:

  • Bass folgt der Melodie
  • nahezu jeder Takt birgt eine andere Rhythmik und Melodik
  • ständige Variation bzw. Improvisation
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4.) “Thank You For The Music”

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Thank You For The Music – Bassline

Stilistische Merkmale:

  • Bass folgt Melodie
  • Verwendung von Skalen
  • Variieren oder Aufbrechen des Basisgrooves
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5.) “Gimme Gimme Gimme”

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Gimme Gimme Gimme – Bassline

Stilistische Merkmale:

  • klare rhythmische Trennung der Formteile
  • klare melodische Trennung der Formteile
  • Disco-Oktaven mit vielen kleinen Variationen
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6.) “Super Trouper”

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Super Trouper – Bassline

Stilistische Merkmale:

  • klare rhythmische und melodische Trennung der Formteile
  • Arpeggios im Vers, Pentatonik im Chorus
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7.) “Lay All Your Love On Me”

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Lay All Your Love On Me – Bassline

Stilistische Merkmale:

  • klare rhythmische und melodische Trennung der Formteile
  • Grundton im Chorus, Pentatonik bzw. Arpeggio im Vers
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8.) “One Of Us”

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One Of Us – Bassline

Stilistische Merkmale:

  • lebhaft, flüssig
  • perkussiv und melodisch gleichermaßen
  • Bassline steht kontrapunktisch zur Melodie
  • Wenig statische Wiederholungen, Basis-Groove wird ständig leicht variiert
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Viel Spaß mit den Basslinien von ABBA und bis zum nächsten Mal!

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von Bonedo Archiv

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Profilbild von Lars Lehmann

Lars Lehmann sagt:

#1 - 08.12.2021 um 10:21 Uhr

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Die Basslinien von ABBA sind einfach ein ganz besonderer Teil dieses Gesamtunstwerks!

Kommentare vorhanden
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