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NAMM 2022: Melbourne Instruments Nina – 12-stimmiger Polysynth mit motorgesteuerten Reglern

Das australische Synthesizer-Startup Melbourne Instruments stellt Nina vor, einen 12-stimmigen polyphonen Hybrid-Synthesizer mit motorisiertem Bedienfeld.

Melbourne Instruments Nina: Hybrider Synthesizer mit motorisiertem Bedienfeld. (Quelle: Melbourne Instruments)
Melbourne Instruments Nina: Hybrider Synthesizer mit motorisiertem Bedienfeld. (Quelle: Melbourne Instruments)

Vor dem Start der NAMM 2022 sind bereits einige Bilder und Videos des neuen Synthesizers mit motorisierten Bedienelementen veröffentlicht worden. Ein spannendes Konzept mit der Frage von wem es kommt. Nina wird von Melbourne Instruments entwickelt, einem jungen Startup-Unternehmen, welches den Synthesizer in Kürze auf Kickstarter vorbestellbar macht.

Melbourne Instruments Nina

Nina ist ein 12-stimmiger multitimbraler Desktop-Synthesizer mit Layer-, Split- und Überlappungsoptionen. Das Konzept kombiniert analoge und digitale Synthese mit einem motorisierten, abrufbaren und automatisierbaren Bedienfeld. Die motorisierten Potis bieten somit visuelles Feedback des gerade verwendeten Patches, eine Eigenschaft, die man sonst nur bei Software-Synthesizern findet. Aber nicht nur das: Die Motorisierung bettet auch Modulationen ein und zeigt sämtliche Interaktionen an entsprechenden Stellen an. Für diese Highlight-Funktionen verwendet der Hersteller langlebige, verschleißfreie motorbetriebene Encoder mit der Haptik und Präzision analoger Potis.

Hybride Tonerzeugung

Das Herzstück des Synthesizers bietet drei Oszillatoren, die analoge und digitale Synthese kombinieren. Angetrieben von einem Raspberry Pi 4 Prozessor durch Open-Source-Software für den digitalen Part, lassen sich so noch weitere Funktionen hinzufügen. Ein einzelner analoger Dreiecks-Oszillator gestattet das Morphen zwischen Dreieck und Sägezahn. Zusätzlich bietet Nina einen digitalen FPGA-Oszillator, einen klassischen Wavetable-Oszillator und eine Rauschquelle. Auch wird über eine Sampling-Möglichkeit gesprochen, die offenbar noch nicht fertig ist.

Nina ist mit motorisierten Potis ausgestattet. (Quelle: Melbourne Instruments)
Nina ist mit motorisierten Potis ausgestattet. (Quelle: Melbourne Instruments)

Filter, Hüllkurven und Modulation

Für die Klangformung ist Nina mit einem 4-Pol-Transistor-Ladder-Filter mit modulierbarer Resonanz und einem Filter-Overdrive ausgestattet. Weiterhin stehen zwei ADSR-Hüllkurven, eine für den Filter und eine für den VCA im Zugriff. LFOs sind ebenfalls vorhanden, jedoch gibt es noch keine detaillierten Informationen zum Funktionsumfang. All dies wird über eine tiefe Modulationsmatrix verwaltet, die von den motorisierten Knöpfen unterstützt wird.

Effekte

Nina ist auch mit einer Effektsektion ausgestattet, nebst vier DCAs, die unendliche Stereo-Panning-Effekte ermöglichen sollen.

Anschlüsse

Anschlussseitig bietet Nina vier zuweisbare Combo Audio- und CV-Eingänge sowie vier zuweisbare Line Ausgänge nebst einem Kopfhörerausgang. Weiterhin stehen ein USB-Host-Anschluss für das direkte Anschließen eines USB/MIDI-Keyboard Controllers sowie einen weiteren USB-Anschluss für die Übertragung von MIDI- und Audiodaten zur Verfügung. Selbst an ein klassisches 5-Pol-DIN-MIDI-Trio (In/Out/Thru) hat man gedacht.

Preis und Verfügbarkeit

  • Preis: TBA
  • Verfügbarkeit: Nina ist in Kürze auf Kickstarter vorbestellbar.

Weitere Informationen zu diesem Produkt gibt es auf der Webseite des Herstellers.

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Unsere letzte Mitteilung vom 27. Mai 2022

NAMM 2022: Nina – 12-stimmiger Polysynth mit motorgesteuerten Reglern

Eine NAMM 2022 News im Vorfeld zeigt ein Teaser-Video mit Nina, einem 12-stimmig Synthesizer, der mit motorisierten Drehreglern ausgestattet ist.

NAMM 2022: Nina – 12-stimmiger Polysynth mit motorgesteuerten Reglern (Quelle: YouTube)
NAMM 2022: Nina – 12-stimmiger Polysynth mit motorgesteuerten Reglern (Quelle: YouTube)

Nina ist ein 12-stimmig polyphoner Desktop-Synthesizer, der in einem YouTube-Video angeteasert ist. Nun, Desktop-Synthesizer sind keine Seltenheit, jedoch zeichnet sich dieser durch ein interessantes Feature aus: motorisierte Drehregler. Deren Stellung entspricht somit dem gerade aufgerufenen Sound.

Nina

Mehr, als das, was in einem kurzen YouTube-Video und ein paar Instagram-Posts gezeigt wird, ist über den Synthesizer mit dem Namen „Nina“ nicht bekannt. Die Posts stammen von Tonelab.TV aus Australien, wobei wir noch nicht wissen, ob das auch der Hersteller des Synthesizers ist. Normalerweise postet Tonelab Tutorials zu Synths, Samplern, Drum Machines, DAWs und mehr.

Die Besonderheit des Desktop-Synthesizers Nina liegt in den motorisierten Drehreglern. Diese zeigen beim Soundwechsel immer deren aktuelle Position beim Umschalten von Klängen, wozu andere Synths dieser Bauart nicht in der Lage sind. Bei diesen muss der Regler so lange bewegt werden, bis er den entsprechenden Wert „abholt“.

Motorisierte Drehregler

Motorisierte Regler erleichtern somit die direkte Arbeit am Instrument ungemein, obgleich das Ganze mit einem erheblichen technischen Aufwand begleitet ist. Andererseits kann diese technische Lösung auch eine kreative Bremse werden, wenn man schnell ins Klanggeschehen eingreifen möchte, obwohl sich der Regler gerade bewegt.

Nun, das ist Spekulation. Wir wissen noch nicht, ob und welche Lösungen der Hersteller für individuelle Arbeitsvorhaben bereitstellt.

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Die Tonerzeugung von Nina ist wohl 12-stimmig polyphon, was schon mal einigen Spielraum bietet. In ihr werkeln zwei VCOs und weine Wave Sektion, bei Letzterer sind Zweck und Funktion jedoch noch nicht bekannt. Auch gibt es ein Filter, das über eine eigene Hüllkurve verfügt. Eine Amp-Hüllkurve und Effekte sind offenbar auch vorhanden.

Im Zeitraum der nächsten Woche startenden NAMM-Show 2022 werden wir mehr über den Synthesizer mit dem „Nina“ erfahren. Von hohem Interesse ist sicherlich der Preis, denn motorisierte mechanische Bauteile sind in der Regel kostspielig.

Weitere Informationen zu diesem Produkt gibt es hier.

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von Michael Geisel

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