Mit dem Kontrabass ans Trapez – The Goofers 1954

Viele Musiker sind der Ansicht, dass Musik auch stets Unterhaltung über das rein Musikalische hinaus bieten sollte. Wenn man sich Shows von Künstlern wie P!NK oder – ja, die auch – Helene Fischer anschaut, nehmen einige Stars den Begriff “Unterhaltung” auf gleich mehreren Ebenen sehr ernst. Die zwei Letztgenannten schweben ja beispielsweise liebend gern über die Köpfe ihrer Zuhörerschaft hinweg. Eine ganz bestimmte Band darf sich jedoch damit rühmen, hier eine wichtige Vorreiterrolle innezuhaben: The Goofers!

Screenshot aus einem Video von The Goofers (Quelle: www.youtube.com/watch?v=c0aPNZNDQZc)
Screenshot aus einem Video von The Goofers (Quelle: www.youtube.com/watch?v=c0aPNZNDQZc)

“The Goofers? Nie gehört!” Ist nicht schlimm, das hatte ich auch nicht! Die Glanzzeiten dieser Truppe liegen ja auch schon einige Lenze zurück – The Goofers existierten von 1951 bis 1963. Die Spezialität dieses italo-amerikanischen Trüppchens waren halsbrecherische Showeinlagen, die man bis dahin nur aus dem Zirkus kannte. Ein Höhepunkt jeder Show war ein Trapez-Akt des Kontrabassisten Terry Fresh – mit Kontrabass, versteht sich!
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Und als wäre das alles noch gar nichts, spielte das Quartett einen stark von Bill Haley & The Comets inspirierten Sound (man teilte sich mit Paul Cohen sogar denselben Produzenten!), der den Fünfer schnell zu einem echten Publikumsmagneten werden ließ. Auch TV-Größen wie Ed Sullivan fanden schnell großen Gefallen und engagierten die Gruppe – Sullivan sogar nicht weniger als acht Mal! Andere wichtige TV-Auftritte fanden in Sendungen wie “Toast Of The Town”, “Jackie Gleason Show” und der “Perry Como Show” statt.
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The Goofers bestanden aus:

  • Frank Nichols (trumpet & vocals)
  • Jimmy Vincent (drums & vocals)
  • Jimmy Dell (trombone & vocals)
  • Tom “Terry” Fresh (upright bass & vocals, wurde später von Frank Mercy ersetzt)
  • Jack Holliday (piano & vocals, wurde später von Bob Murray ersetzt)

The Goofers brachten 13 Singles heraus und veröffentlichten somit (mitsamt der B-Seiten) insgesamt 26 Songs, von denen sie allerdings nur drei selbst geschrieben hatten. Die meiste Zeit coverte die Gruppe Tracks von zumeist farbigen Künstlern. Die wechselnden Plattenfirmen hörten auf die Namen Coral, Port und Tiara Records.
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Der Clip, den ich euch heute präsentieren möchte, ist eine Aufzeichnung eines Auftritts in der Ed Sullovan Show aus dem Jahr 1954. Schaut ihn euch ganz an und wartet auf die ganz besonders spektakuläre Showeinlage: Bassist Terry Fresh mitsamt Kontrabass am Trapez unter dem Studiodach – einfach atemberaubend und garantiert nicht zur Nachahmung empfohlen!
>>>Worauf muss man beim Kauf eines Kontrabasses achten? Hier gibt es alle Antworten!
Viel Spaß mit dem Clip!
Lars Lehmann (Leiter Bassredaktion)

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von Lars Lehmann

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