Ibanez MDM1305-NAB Test

Als Ibanez seine neue Mode-Serie auf der NAMM 2026 präsentierte, war in der Basswelt plötzlich ordentlich was los: Kaum fiel der Startschuss, standen gefühlt alle wichtigen Bass-YouTuber und -Influencer mit fertig produzierten Videos in den Startlöchern – entsprechend hoch war die Aufmerksamkeit rund um die neue Reihe. Das überrascht allerdings kaum, denn Ibanez scheint das Projekt ausgesprochen ernst zu nehmen: Hinter den Kulissen soll angeblich rund zehn Jahre an der Serie entwickelt worden sein. Die Mission: Kein weiterer Retro-Jazz-Bass, sondern eine moderne Neuinterpretation des Klassikers für Bassleute, die traditionelle Sounds mögen, bei Spielkomfort und Ausstattung aber lieber im Jahr 2026 statt 1966 unterwegs sind. Zum Test eingeladen haben wir uns den Ibanez MDM1305 – also den Fünfsaiter der mittleren Ausstattungsstufe. Ob die neue Mode-Serie tatsächlich die Brücke zwischen klassischem Jazz Bass und modernen Anforderungen schlagen kann, schauen wir uns genauer an.

Ibanez MDM 1305 NAB
Der Ibanez MDM 1305 NAB im ausgiebigen Test

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Unser Fazit:
5 / 5
Pro
  • überzeugende Jazz-Bass-Sound von „klassisch“ bis „modern“
  • sehr hoher Spielkomfort und gelungene Ergonomie
  • extrem flexibler Preamp mit 6 wählbaren Mittenfrequenzen
  • Tonblende im aktiven Betrieb
  • Tadellose Verarbeitung
  • sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Contra
  • -/-

Ibanez MDM1305-NAB – das Wichtigste in Kürze

  • fünfsaitiger aktiver Jazz Bass aus der Mode-Serie
  • 34“-Mensur
  • Eschekorpus mit „Natural Stained Amber Burst“-Lackierung
  • geschraubter Hals und Griffbrett aus geröstetem Ahorn
  • 24 Edelstahlbünde und fluoreszierende Side-Dots
  • neu entwickelte brummfreie Delta S5J-Pickups im J-Style-Format
  • Sonictech-S-Preamp mit Dreiband-EQ und Hexa-Mid-System
  • sechs anwählbare Mittenfrequenzen (250 Hz – 1000 Hz)
  • Push/Pull-Funktion für Aktiv-/Passivbetrieb
  • MR5S Monorail-Brücke und Aero-Light-Mechaniken
  • Lieferung inklusive Gigbag
  • gefertigt in Indonesien

Was ist die Ibanez MDM-Serie?

Die MDM-Serie gliedert sich in drei Modellgruppen zu insgesamt acht Varianten. Dazu gesellt sich zu guter Letzt außerdem noch ein japanisches High-End-Modell unter dem Namen „Mode Visions“, das allerdings preislich wesentlich höher angesiedelt ist. Die regulären MDM-Bässe stammen aus indonesischer Fertigung.

Den Einstieg bilden die MDM1000-, MDM1005- und MDM1006-Modelle als Vier-, Fünf- und Sechssaiter mit Erlekorpus und deckenden Finishes. Darüber positioniert Ibanez die MDM1300- und MDM1305-Versionen. Die Spitze markieren schließlich die MDM1600-, MDM1605- und MDM1606-Modelle. Alle Instrumente besitzen die neu entwickelten brummfreien Delta-S-Pickups, ein Sonictech-S-Preamp mit Hexa-Mid-System, 24 Stainless-Steel Bünde, leichte Aero-Mechaniken und eine moderne Korpusform, die auf maximalen Spielkomfort ausgelegt wurde.

Ibanez MDM 1305 NAB
Von allen MDM-Bässen besitzt der Ibanez MDM1305-NAB wohl noch am ehesten das klassische Design!

Welche Hölzer kommen beim Ibanez MDM1305-NAB zum Einsatz?

Die 1300er-Modelle erinnern innerhalb der neuen Mode-Serie optisch wohl noch am stärksten an einen klassischen Jazz Bass. Das liegt vor allem an der vergleichsweise traditionellen Optik, denn sowohl der Vier- als auch der Fünfsaiter sind ausschließlich im transparenten „Natural Amber Burst“-Finish erhältlich, bei dem die Maserung des Eschekorpus schön zur Geltung kommt.

Gleichzeitig unterscheiden sich die 1300er aber auch hinsichtlich der Konstruktion von den übrigen Mode-Bässen: Nur diese Varianten kombinieren einen Eschekorpus mit einem Griffbrett aus geröstetem Ahorn. Die Grundform orientiert sich zwar klar am Jazz Bass, wurde von Ibanez aber konsequent in Richtung moderner Ergonomie weiterentwickelt: Das untere Korpushorn ist extrem weit ausgeschnitten, damit selbst der 24. Bund problemlos erreichbar bleibt, und auch der Hals-Korpus-Übergang fällt ungewöhnlich flach und stark verrundet aus. Zusammen mit den großzügigen Arm- und Bauchkonturen ergibt sich insgesamt ein ausgesprochen komfortabler und ergonomisch geformter Korpus. In Sachen Spielkomfort gehört Ibanez bekanntlich ohnehin seit Jahren zu den Spezialisten – und genau das merkt man den neuen Mode-Bässen sofort an!

Der Hals des Ibanez MDM1305-NAB besteht aus geröstetem Ahorn und wurde mit vier Schrauben am Korpus befestigt. Auch das Griffbrett wird aus geröstetem Ahorn gefertigt und trägt 24 Edelstahlbünde sowie schlichte schwarze Dot-Inlays zur Orientierung. Für dunkle Bühnen hat Ibanez ebenfalls mitgedacht: An der Griffbrettflanke sitzen fluoreszierende Side-Dots, die im Dunkeln leuchten und sich in meiner Praxis tatsächlich immer wieder als ziemlich hilfreich erweisen.

Die Halskrümmung wird beim MDM1305 komfortabel über ein Einstellrad am Griffbrettende justiert – es ist also kein lästiges Hantieren mit irgendwelchen Spezial-Inbusschlüsseln erforderlich. Ein kleiner Metallstab zum Verstellen des Trussrod-Wheels gehört selbstverständlich zum Lieferumfang.

Das Design neuer Kopfplatten ist bekanntlich immer ein heikles Thema und sorgt regelmäßig für Diskussionen. Beim MDM1305 fällt der Headstock deutlich klassischer aus als bei vielen anderen Ibanez-Bässen, besitzt aber trotzdem genug Eigenständigkeit, um nicht beliebig zu wirken. Mir persönlich gefällt die Form jedenfalls ziemlich gut und sie passt hervorragend zum Gesamtkonzept der Mode-Serie. Ganz neu ist das Design übrigens nicht: Eine ähnliche Linienführung kennt man bereits von den AZ-Gitarren der Japaner.

Ibanez MDM 1305 NAB
Fotostrecke: 7 Bilder Gelungener Spagat: Beim Ibanez MDM1305-NAB hat …

Mit welcher Hardware wird der Ibanez MDM1305-NAB ausgestattet?

Damit sind wir schon beim Thema Hardware angelangt. Die Stimmmechaniken wurden von Ibanez selbst entwickelt und hören auf den Namen „AeroLight“ – der Name ist dabei durchaus Programm, denn die Mechaniken fallen tatsächlich extrem leicht aus, um Kopflastigkeit möglichst effektiv zu vermeiden.

Von der Konstruktion erinnern die Tuner an die populären Hipshot Ultralites, die Flügel der Ibanez-Mechaniken wirken allerdings etwas filigraner. Beim ersten Kontakt machen die Tuner deshalb einen leicht fragilen Eindruck, was sich in der Praxis allerdings nicht bestätigt. Die AeroLights laufen angenehm geschmeidig, arbeiten präzise und halten die Stimmung absolut zuverlässig – es gibt also keinerlei Anlass für Kritik!

Während am Headstock außerdem ein runder Saitenniederhalter für die D- und G-Saite sitzt, finden wir am gegenüber liegenden Korpus die hauseigene MR5S Mono-Rail-Brücke – also einzelne Brückenelemente, die für eine möglichst saubere Schwingungsentkopplung der Saiten sorgen sollen.

Die Segmente bieten Einstellmöglichkeiten für Saitenlage und Intonation, außerdem lässt sich hier auch der Saitenabstand minimal variieren. Ab Werk kommt der MDM1305 mit einem String-Spacing von 18 mm. Sehr praktisch: Die Ball-Ends der Saiten werden einfach von hinten in die einzelnen Elemente eingehängt, was den Saitenwechsel angenehm unkompliziert macht.

Ibanez MDM 1305 NAB
Fotostrecke: 5 Bilder An der Kopfplatte fällt der Blick auf die …

Welche Pickups besitzt der Ibanez MDM1305-NAB?

Für den verstärkten Sound sind beim Ibanez MDM1305-NAB zwei sogenannte „Delta-S5J-Pickups“ aus eigener Entwicklung zuständig, die im klassischen 60’s-Spacing mit 10 cm Abstand zueinander montiert wurden. Die Pickups sehen aus wie klassische Singlecoils und sollen laut Ibanez auch klanglich in diese Richtung gehen.

Tatsächlich handelt es sich aber um ein brummfreies Humcancelling-Design – das lästige Nebengeräusch-Thema klassischer Jazz-Bass-Pickups erledigt sich damit! Damit nicht genug: Ein weiteres schönes Detail der Delta-S5J-Pickups sind die abgedunkelten Polepieces, die hervorragend zur komplett schwarzen Hardware-Ausstattung des MDM1305 passen.

Ibanez MDM 1305 NAB
Fotostrecke: 2 Bilder Die Pickups sehen zwar aus wie SInglecoils, …

Wie ist die Elektronik des Ibanez MDM1305-NAB aufgebaut?

Die Aktiv-Elektronik des MDM1305 fällt ziemlich üppig aus, was man beim Blick auf das vollgepackte Reglerfeld bereits erahnen kann. Neben Volume-, Balance- und einer passiven Tonblende, die praktischerweise auch im Aktivbetrieb funktioniert, gibt es drei kleinere Regler für den aktiven Dreiband-EQ mit Bässen, Mitten und Höhen. Dazu kommt ein Dreiwegeschalter, mit dem sich zwischen Tiefmitten, Mitten und Hochmitten umschalten lässt.

Damit ist allerdings noch nicht Schluss: Auf der Rückseite sitzt im Elektronikfachdeckel ein zusätzlicher Mini-Schalter, mit dem sämtliche Mittenfrequenzen noch einmal nach unten verschoben werden können. Insgesamt stehen dadurch sechs verschiedene Frequenzen zur Verfügung: 350 Hz, 600 Hz und 1 kHz in der oberen sowie 250 Hz, 450 Hz und 850 Hz in der unteren Schalterstellung. Ibanez nennt das Ganze passenderweise „Hexa-Mid-System“ – und auf dem Papier wirkt die Lösung tatsächlich extrem flexibel. Wie sinnvoll das Konzept in der Praxis funktioniert, schauen wir uns später noch genauer an.

Der Preamp wird von einer einzelnen 9-Volt-Batterie versorgt, die auf der Rückseite in einem separaten Fach mit praktischem Klappdeckel sitzt. Der Bass lässt sich bei Bedarf aber auch komplett passiv betreiben – dann natürlich ohne den aktiven EQ. Für den Wechsel in den Passivmodus zieht man einfach am Push/Pull-Tonpoti.

Ibanez MDM 1305 NAB
Fotostrecke: 4 Bilder Durchaus umfangreich: Ganze sechs …

Was umfasst der Lieferumfang des Ibanez MDM1305-NAB?

Ausgeliefert wird der MDM1305-NAB in einer Gigbag aus dem Hause Ibanez, in der auch ein kleines Tütchen mit Einstellwerkzeug liegt: Ein Inbusschlüssel für die Brücke und der bereits erwähnte Metallstab für das Trussrod-Wheel sind also direkt mit dabei. Außerdem legt Ibanez eine sogenannte Ramp aus schwarzem Holz bei, die bei Bedarf zwischen die Pickups montiert werden kann. Dadurch fühlt sich der Abstand zu den Saiten vom Hals- bis zum Steg-Pickup gleichmäßig an, was einige Spieltechniken durchaus angenehmer machen kann.

Die Gigbag selbst bietet mit ihren zwei Fronttaschen ordentlich Platz für Zubehör, ist insgesamt aber eher dünn gepolstert und schützt den Bass daher nur mäßig. Was für den persönlichen Transport zur Probe oder zum Gig völlig klargeht, sollte im harten Musikeralltag (Tourbus, Flugreisen etc.) durch etwas Stabileres ersetzt werden.

Ibanez MDM 1305 NAB
Fotostrecke: 2 Bilder Der Lieferumfang beinhaltet eine Ibanez-Gigbag, …

Wie ist die Bespielbarkeit des Ibanez MDM1305-NAB?

Dass Ibanez komfortable und leicht spielbare Bässe bauen kann, haben die Japaner oft genug bewiesen. Der Ibanez MDM1305-NAB bildet hier keine Ausnahme, auch wenn er sich insgesamt etwas traditioneller und klassischer anfühlt als viele andere moderne Ibanez-Designs. Der Longscale-Fünfsaiter hängt perfekt ausbalanciert am Gurt und der stark geshapte Korpus verursacht keinerlei unangenehme Druckstellen.

Bei meinem Testbass passt auch das Gewicht: Mit 4,2 kg bleibt der Ibanez MDM1305-NAB absolut im grünen Bereich und lässt sich dank der guten Balance problemlos auch über längere Zeit entspannt spielen. Die Gewichtsstreuung innerhalb der Serie scheint allerdings – wie bei industriell gefertigten Bässen üblich – relativ groß auszufallen: Im Netz liest man jedenfalls immer wieder von deutlich schwereren Exemplaren.

Ein Volltreffer in ergonomischer Sicht ist für mich allerdings der Hals des Ibanez MDM1305-NAB: Durch das dünne Matt-Finish fühlt er sich extrem seidig an, und beim Lagenwechsel stört keine einzige scharfkantige Bundkante. Auch die Dimensionen passen bestens, wenn man es komfortabel mag: Der Hals misst am Sattel 45 mm, fällt insgesamt angenehm flach aus und lässt sich mit seinem 12-Zoll-Griffbrettradius von den tiefsten bis zu den höchsten Lagen nahezu mühelos bespielen.

Dazu kommt auch noch der extrem flach gestaltete Halsansatz, durch den selbst die höchsten Töne komfortabel erreichbar bleiben, ohne dass man ständig mit dem Daumen gegen einen klobigen Übergang arbeitet.

Ibanez MDM 1305 NAB
Cooler Look und eine erstklassige Bespielbarkeit – dafür ist Ibanez schon seit Jahren bekannt!

Wie ist das Werks-Setup des Ibanez MDM1305-NAB?

Das Setup war bei meinem Testbass leider noch nicht perfekt – allerdings handelt es sich hier auch um ein Vorführinstrument, das bereits durch einige Hände gegangen ist. Dank des praktischen Einstellrads und der angenehm unkompliziert justierbaren Monorail-Brücke war aber alles im Handumdrehen zu korrigieren. Und ehrlich gesagt habe ich dabei nicht schlecht gestaunt, wie flach sich die Saitenlage einstellen ließ, ohne dass irgendwo störendes Scheppern auftrat. Die Bundierung ist bei meinem Exemplar also offensichtlich hervorragend und erlaubt eine fast schon Boutique-Bass-Saitenlage von rund 1,5 mm – genau so muss das sein!

Allerdings überzeugt nicht nur die Bundierung – auch darüber hinaus leistet sich der Ibanez MDM1305-NAB keinerlei Schwächen bezüglich der Verarbeitung: Der Hals sitzt stramm in der Halstasche, die Lackierung wurde sauber ausgeführt, und auch die Hardware hinterlässt einen äußerst soliden und langlebigen Eindruck.

Ibanez MDM 1305 NAB
Servicefreundlich: Sämtliche Einstell-Handgriffe können blitzschnell selbst erledigt werden!

Sound: Wie klingt der Ibanez MDM1305-NAB?

So viel also zu Handling und Verarbeitung – schauen wir mal, ob der MDM1305 die guten Eindrücke auch klanglich bestätigen kann. Rein akustisch ist jedenfalls alles schon mal äußerst vielversprechend: Der Bass spricht schnell an, schwingt kräftig und ist erstaunlich laut. Positiv fällt zudem auf, dass sich der Fünfsaiter praktisch keine Deadspots leistet, was bei klassischen Schraubhalskonstruktionen bekanntlich alles andere als selbstverständlich ist. Dann wollen wir den Ibanez mal einstöpseln und hören, was die neue Mode-Serie am Amp so kann!

Wir starten mit den drei passiven Grundsounds, die ein Jazz Bass typischerweise im Gepäck hat. Mit dem Balance-Regler in Mittelstellung klingt der Ibanez MDM1305-NAB erstaunlich klassisch und tendiert ganz subtil in Richtung 70’s-Jazz-Bass, was vermutlich dem Eschekorpus und dem Ahorngriffbrett zuzuschreiben ist. Die Höhen wirken dabei vielleicht nicht ganz so offen und glasig wie bei manch traditionellem Singlecoil-Modell –  angesichts der brummfreien Pickups überrascht das allerdings wenig!

Die von Ibanez beworbene besondere „Aggressivität“ der Delta-S5J-Tonabnehmer höre ich ehrlich gesagt nicht wirklich heraus – vermisse sie aber auch kein bisschen: Für mein Empfinden handelt es sich vielmehr um sehr gute und ausgewogen abgestimmte Humcancelling-Pickups: Der Sound liefert ein sattes, klares Fundament und exakt die richtigen Mitten, um sich im Bandkontext gut durchzusetzen.

Ibanez MDM 1305 NAB
Wow, was für ein Sound!

Auch die H-Saite macht ihre Sache absolut ordentlich: Sie ist vielleicht nicht ultra definiert, wurde dafür aber sehr homogen eingebunden und mit genügend Fundament ausgestattet. Der Balance-Regler verdient seinen Namen übrigens tatsächlich, denn er liefert über den gesamten Regelweg viele brauchbare Klangabstufungen – bei vielen Bässen fühlt sich das ja doch eher wie ein simpler Pickup-Wahlschalter an. Dank der brummfreien Konstruktion lassen sich beide Pickups außerdem problemlos solo betreiben. Und auch dort liefert der Ibanez MDM1305-NAB die typischen Jazz-Bass-Sounds in absolut überzeugender Qualität, wie ihr in Beispiel 2 und 3 hören könnt.

Lob gibt es außerdem für die hervorragend abgestimmte Tonblende: Die Höhen lassen sich über den gesamten Regelweg sehr feinfühlig dosieren beziehungsweise ausfiltern und bei komplett zugedrehtem Regler kommt zusätzlich ein leichter Mitten-Boost ins Spiel.

Audio Samples
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Passiv, beide PU, Ton: 100% Passiv, Neck-PUm Ton: 100% Bridge-PU, Ton: 70%
Ibanez MDM 1305 NAB
Ibanez ist seit Jahrzehnten ein Garant für ein exzelentes Preis-Leistungs-Verhältnis!

Bei klassischen Sounds ist noch lange nicht Schluss!

Mit den klassischen Jazz-Bass-Sounds ist beim Ibanez MDM1305-NAB allerdings noch längst nicht Schluss, denn der Fünfsaiter hat ja schließlich auch die ziemlich üppige Ibanez Sonictech-S-Elektronik an Bord. Zum Einstieg hören wir uns erst einmal an, was Bass- und Höhenregler so bewirken. Für den Slapsound habe ich die Bässe zu etwa 80% angehoben und die Höhen um rund 50%, beim Fingerstyle-Beispiel fallen die Bassanhebungen etwas moderater aus.

Beide Filter greifen dabei vergleichsweise hoch im Frequenzspektrum ein und wurden sinnvoll abgestimmt. Der Höhenregler arbeitet bei 10kHz und verpasst dem Sound eine luftige, unaufdringliche Transparenz, die sowohl Slap- wie auch Fingerstyle-Sounds frischer und lebendiger wirken lässt. Genauso gelungen arbeitet der bei 80Hz ansetzende Bassregler: Er sorgt für ordentlich Fundament und Fülle, ohne dass der Sound an Definition verliert oder ins Dröhnen gerät – bei Bedarf auch ziemlich massiv.

Audio Samples
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Beide PU, Bass-Boost: 80%, Treble-Boost: 50%, Slap Beide PU, Bass-Boost: 40%, Treble-Boost: 50%
Ibanez MDM 1305 NAB
Die Bundabrichtung unseres Testbasses war vorbildlich!

Richtig spannend wird es nun, wenn das Hexa-Mid-System ins Spiel kommt! Die Mitten sind schließlich entscheidend dafür, wie sich ein Bass im Mix anfühlt und durchsetzt – und mit gleich sechs anwählbaren Frequenzen ist hier tatsächlich für praktisch jede Anwendung etwas dabei.

Ein Boost bei 1kHz sorgt beispielsweise für erstklassige Durchsetzungskraft, wie ihr im ersten Beispiel hören könnt. Der Sound wirkt extrem direkt und lässt sich im Bandkontext perfekt orten. Schaltet man über den kleinen Miniswitch auf der Rückseite in den unteren Frequenzbereich, stehen unter anderem die Tiefmitten bei 250Hz zur Verfügung – eine hervorragende Frequenz für warm-füllige Vintage-Sounds. Passend dazu habe ich im zweiten Clip natürlich auch die Tonblende zugedreht, die großartigerweise selbst im Aktivbetrieb funktioniert.

In der mittleren Schalterstellung arbeitet der EQ bei 600Hz beziehungsweise 450Hz. Ein Boost bei 450Hz erhöht beim Hals-Pickup den Knurrfaktor deutlich, sodass der Sound noch stärker in Richtung Preci tendiert. Beim Solo-Sound des Steg-Pickups sorgt eine Anhebung bei 600Hz wiederum dafür, dass Flageoletts plastischer hervortreten und der Ton insgesamt lebendiger wirkt. Wer tiefer in das Thema „Klangformung“ einsteigen möchte, bekommt hier ein wirklich flexibles Werkzeug an die Hand, das gut klingt und mit praxistauglicher Abstimmung überzeugt – klasse!

Audio Samples
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Beide PU, Bass-Boost: 40%, HiMid-Boost: 1kHz, 60% Neck-PU, Bass-Boost: 20%, LoMid-Boost: 250Hz, 30%, Ton: geschlossen Neck-PU, Bass-Boost: 60%, Mid-Boost: 450Hz, 40% Bridge-PU, Bass-Boost: 60%, Mid-Boost: 600Hz, 20%
Ibanez MDM 1305 NAB
Gerade der wichtige Mittenbereich ist bei diesem Modell so variabel wie selten in der Szene.

Zum Abschluss gibt es noch zwei etwas extremere Sounds – einfach, weil’s Spaß macht! Für das erste Beispiel im Thump-Muting-Style habe ich die Bässe komplett aufgedreht und die Tonblende ganz geschlossen. Das Ergebnis funktioniert hervorragend, zumindest wenn man etwas für fette Reggae- und Dub-Vibes übrig hat.

Danach musste der Ibanez MDM1305-NAB natürlich auch noch durch eine Zerre. Dafür habe ich die Bässe nur leicht angehoben und die Mitten bei 600Hz etwas kräftiger geboostet.

Audio Samples
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Beide PU, Bass-Boost: full, Ton: geschlossen Beide PU, Bass-Boost: 30%, Mid-Boost: 600Hz, 50%, Distortion

Ibanez MDM1305 NAB – das sind die Alternativen

FeaturesIbanez MDM1305 NABMarcus Miller V10-5 TBKSadowsky MetroExp21 Vintage JJ5 RM OWH
Mensur34“34“34“
ElektronikIbanez Sonitech S Preamp, 3-band EQ mit Bypass Switch (Push/Pull), Hexa Mid System (6 Mittenfrequenzen), passive Tonblende, aktiv/passivMarcus Heritage-3 Preamp mit durchstimmbaren Mitten und passiver Tonblende, aktiv/passivaktive Sadowsky 2-Band Elektronik, aktiv/passiv
TonabehmerDelta S5J Pickups (Humbucker)Marcus Super J Revolution Single Coilspassive Sadowsky J-Style Single Coils
KorpusEscheSumpfescheOkoume
Halsgeschraubter Hals und Griffbrett aus geröstetem Ahorn, 24 Edelstahlbünde, fluoreszierende Side-Dotsgeschraubter Hals und Griffbrett aus Ahorn, 20 Bündegeschraubter Hals und Griffbrett aus geröstetem Ahorn, 21 Neusilberbünde
inklusive Gigbagjajaja, Sadowsky Portabag
Preis1299,- Euro1249,- Euro1069,- Euro
Produkt bei ThomannIbanez MDM1305 NAB kaufen (Affiliate)Marcus Miller V10-5 TBK kaufen (Affiliate)Sadowsky MetroExp21 Vintage JJ5 RM OWH kaufen (Affiliate)
Ibanez MDM1305 NAB – Alternativen
Ibanez MDM 1305 NAB
Ibanez MDM 1305 NAB

Ibanez MDM1305 NAB – Fazit

Mit der neuen Mode-Serie verfolgt Ibanez konsequent den Ansatz, das klassische Jazz-Bass-Konzept mit modernen Features und zeitgemäßer Ergonomie zu kombinieren. Zwar ist die Grundidee keineswegs neu, der MDM1305 zeigt jedoch, wie überzeugend eine solche Interpretation ausfallen kann, wenn Konstruktion, Ausstattung und Klangkonzept stimmig ineinandergreifen.

Der Bass spielt sich hervorragend, ist durchdacht ausgestattet und leistet sich praktisch keine echten Schwächen. Geröstete Hölzer, Edelstahlbünde, leuchtende Side-Dots oder ultraleichte Mechaniken sind Features, die im Alltag tatsächlich sinnvoll sind und nicht einfach nur auf dem Specsheet gut aussehen.

Dazu kommen ein wirklich gelungener Grundsound mit überzeugenden brummfreien Pickups und ein extrem flexibler Preamp, dessen Hexa-Mid-System in der Praxis hervorragend funktioniert und den Bass zu einem echten Allrounder macht.

Und dann wäre da natürlich noch der Preis: Angesichts der Ausstattung, der Verarbeitung und der gebotenen Klangqualität ist der Ibanez MDM1305 NAB mit aktuell knapp 1300,- Euro meiner Meinung nach durchaus attraktiv kalkuliert. Unterm Strich liefert Ibanez hier ein ausgesprochen rundes Gesamtpaket ab, das moderne Features sinnvoll mit klassischen Tugenden verbindet – und genau deshalb dürfte die neue Mode-Serie für viele Bassleute wirklich interessant sein!

Ibanez MDM 1305 NAB
Ibanez MDM 1305 NAB
  • Technische Spezifikationen:
  • Hersteller: Ibanez
  • Modell: MDM1305 NAB
  • Herstellungsland: Indonesien
  • Mensur: 34“
  • Korpus: Esche, „Natural Stained Amber Burst“-Lackierung
  • Hals: geschraubt, gerösteter Ahorn, Griffbrett aus geröstetem Ahorn, 24 Stainless-Steel Bünde, fluoreszierende Side-Dots
  • Hardware: MR5S Monorail-Brücke, 18mm, Aero-Light-Stimmmechaniken
  • Tonabnhemer: 2 Delta S5J-Pickups
  • Elektronik: Ibanez Sonitech S Preamp, 3-Band-EQ mit Bypass Switch (Push/Pull), Hexa Mid System mit sechs anwählbaren Mittenfrequenzen, passive Tonblende
  • Saiten: D’Addario® EXL165 + .130
  • Gewicht: 4,2 kg
  • Zubehör: Gigbag, Einstellwerkzeug, Ramp
  • Ladenpreis: 1299,- Euro (Ladenpreis im Juni 2026)
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