Test: PRS SE CE24 Standard Stoptail – Arbeitstier zum Budget-Preis 

Mit der PRS SE CE 24 Standard Stoptail Satin aus der Budget-Serie des Herstellers stellt sich eine äußerst erschwingliche Variante der beliebten PRS CE 24 vor. Als erste E-Gitarre mit geschraubtem Ahornhals aus der Paul-Reed-Smith-Schmiede wurde sie erstmals 1988 vorgestellt. Das vorliegende Exemplar setzt auf ein recht puristisches Konzept und kommt mit einer Stoptail-Bridge, suggeriert aber mit einer zusätzlichen Split-Coil-Option auch eine gewisse Vielseitigkeit. 

PRS SE CE 24 Standard Stoptail Satin Test
Unser Fazit:
4,5 / 5
Pro
  • ordentliche Verarbeitung
  • sehr gutes Setup ab Werk
  • geringes Gewicht
  • leichte Bespielbarkeit
  • dynamische Ansprache der Pickups
  • ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis
Contra
  • (keins)

PRS SE CE 24 Standard Stoptail Satin – Das Wichtigste in Kürze

  • Was ist die PRS SE CE 24 Standard Stoptail Satin? Die PRS CE 24 Standard Stoptail Satin ist eine schlichtere Variante des CE-Modells aus der Budget-Serie von PRS, wird in Indonesien hergestellt und ist mit aktuell 500 Euro erfreulich günstig.
  • Worin unterscheidet sich diese Version von der regulären PRS CE 24? Ein typisches Merkmal der regulären PRS CE 24 ist ihr Tremolo. Darüber hinaus besitzt sowohl die US-Variante als auch die SE-Version des Originals eine Ahorndecke. Unsere Testkandidatin kommt mit einem Mahagonikorpus ohne zusätzliche Ahorndecke.
  • Welche Merkmale zeichnen PRS SE CE 24 Standard Stoptail Satin im Detail aus? Das Instrument setzt auf einen überraschend leichten Mahagonikorpus in Kombination mit einem geschraubten Ahornhals und einem Palisandergriffbrett. Weitere Eigenschaften: PRS-typische 635-mm-Mensur (25”), 10”-Griffbrettradius und eine Sattelbreite von knapp 43 mm. 
  • Was sind die Vor- und Nachteile der Stoptail-Bridge? Eine Stoptail-Bridge sorgt für eine effektive Übertragung der Saitenschwingung auf den Korpus und unterstützt somit das Resonanzverhalten des Instruments. Allerdings können die einzelnen Saiten in ihrer Intonation nicht so präzise justiert werden wie bei anderen Brücken. Alternativ bietet PRS aber auch Adjustable-Stoptail-Brücken an. 
  • Wie schlägt sich die PRS SE CE 24 Standard Stoptail Satin im Test? Die puristisch ausgestattete E-Gitarre überzeugt mit ausgezeichneten Spieleigenschaften, einem geringen Gewicht und vielseitigen Sounds. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist sehr gut! 

So wird die PRS SE CE 24 Standard Stoptail Satin ausgeliefert

Ins Haus kommt die SE CE 24 Standard Stoptail in einer durchweg soliden Tasche inklusive obligatorischem Zubehör. Dass der Hersteller aus Stevensville, Maryland, auch bei seinen in Fernost produzierten Gitarren größte Sorgfalt in die Endkontrolle investiert, unterstreicht unser Testmodell eindrücklich: Setup und Bundbearbeitung sind absolut vorzüglich ausgeführt! Ansonsten wirkt die Gitarre mit ihrem seidenmatten Korpus- und Hals-Finish puristisch und schlicht, ist mit gerade einmal 2780 g äußerst leicht und hängt am Gurt erstaunlicherweise dennoch recht ausgewogen. Neben der vorliegenden Charcoal-Farbgebung ist sie auch noch in Ice Blue Metallic, Metallic Gold und Vintage Cherry erhältlich. 

Fotostrecke: 5 Bilder Unsere Testkandidatin kommt mit einem Mahagonikorpus ohne zusätzliche Ahorndecke.

Sorgt der Budget-Preis für eine entsprechende Performance? 

Bei den ersten trocken gespielten Akkorden ertönt die Stoptail-Variante der SE CE 24 mit einem knackigen und schwingungsfreudigen Grundton, der sofort Lust auf mehr macht. Das schon angesprochene durchweg gelungene Setup sorgt zudem für eine absolut mühelose Bespielbarkeit mit einer weichen Saitenspannung, die Bendings spürbar entgegenkommt. Für Spielerinnen und Spieler, die eher kräftigere Hälse bevorzugen, könnte das Wide-Thin-Halsprofil im ersten Moment schon sehr schlank wirken – hier hilft am Ende nur Ausprobieren.

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Mehr Informationen

Wie klingen die 85/15 “S” Humbucker von PRS?

Laut Hersteller sind die verbauten Humbucker auf moderne Anwendungen zugeschnitten. Wie sich zeigt, bringen sie im Vergleich zu typischen PAF-Style-Humbuckern die Vorstufe meines Amps spürbar schneller ins Schwitzen und wirken im Gesamtklang brillanter. Wer es eher warm und rund mag, kann hier bis zu einem gewissen Grad mit dem Tone-Poti entgegensteuern. Die Split-Coil-Option entpuppt sich zudem als nettes Add-on, das die Klangpalette um drei weitere Sounds bereichert. Einen gewissen Kompromiss im Vergleich zu waschechten Single-Coils muss man aber dennoch machen. Unterm Strich punkten die Pickups mit einer dynamischen und transparenten Auflösung und erlauben per Volume-Poti eine feinfühlige Regelung des Zerrgrads. 

Aufnahmen mit der PRS SE CE 24 Standard Stoptail Satin

Für die Hörbeispiele nutze ich einen 74er Fender Bassman 50, dessen Signal über eine Universal Audio OX Box (4×12 Greenback) läuft. Für die verzerrten Töne kommt außerdem ein Wampler Tumnus Overdrive zum Einsatz. Den Tremolo-Sound in einem der folgenden Beispiele liefert das Keeley ZOMA. Einen genauen Überblick über das verwendete Equipment gibt’s im Video zum Test. 

Audio Samples
0:00
Soundcheck Pickups Clean: Neck-PU Clean: Both-PU Clean: Bridge-PU Low-Gain: Neck-PU (Coil-Split) Clean: Both-PU (Coil-Split) Overdrive: Bridge-PU (Coil-Split) Overdrive: Bridge-PU (Volume: 4) More Gain: Bridge-PU (Volume: 4)

FAZIT

Die PRS SE CE 24 Standard Stoptail Satin überzeugt als puristische, schwingfreudige und äußerst leichtgewichtige E-Gitarre mit sehr guten Spieleigenschaften zum attraktiven Preis. Darüber hinaus klingt sie dank der zusätzlichen Split-Coil-Option der Pickups vielseitiger, als man eventuell auf den ersten Blick annehmen würde.

Schlicht im Auftritt, stark in der Praxis: Die PRS SE CE 24 Standard Stoptail Satin punktet mit dynamischem Klang, sehr gutem Setup und einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis.
Schlicht im Auftritt, stark in der Praxis: Die PRS SE CE 24 Standard Stoptail Satin punktet mit dynamischem Klang, sehr gutem Setup und einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis.
Artikelbild
SE CE24 Standard Stoptail SC
Für 499,00€ bei
  • Hersteller: PRS
  • Modell: SE CE 24 Standard Stoptail Satin
  • Typ: E-Gitarre
  • Herstellungsland: Indonesien
  • Farbe: Charcoal
  • Finish: Satin
  • Korpus: Mahagoni
  • Hals: Ahorn
  • Halsprofil: Wide Thin
  • Griffbrett: Palisander
  • Bünde: 24 PRS SE Standard-Bünde
  • Mensur: 25” (635 mm)
  • Griffbrettradius: 10″
  • Sattelbreite: 42,86 mm (1 11/16“)
  • Tonabnehmer: 2x 85/15 “S” Humbucker
  • Bedienung: Volume, Push/Pull-Tone, Dreiwegschalter
  • Hardware: Nickel-Hardware, PRS Designed Tuners, PRS Stoptail-Bridge mit Messingeinsätzen
  • Gewicht: 2780 g
  • Besaitung ab Werk: PRS Classic 10-46
  • Zubehör: Tasche
  • Ladenpreis: 499,00 Euro (März 2026)

Herstellerseite: https://eu.prsguitars.com

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Profilbild von skinner

skinner sagt:

#1 - 12.03.2026 um 00:42 Uhr

1

Was ist das für ein Schwachsinn von einem Test! Da hört sich aber jemand selbstverliebt spielen, als dass er wirlich den Hörer eine Vergleichsmöglichkeit bietet. Wenn ich Clean in jeder Position etwas anderes spielt, frage ich mich was das soll!? Clean heißt für mich Clean, das scheint ihrem Tester nicht im geringsten bewusst zu sein, denn was hat da ein Tremolo im Signalweg zu suchen? Das kann man sich sparen. Es scheint immer mehr in Mode zu sein, dass Gitarristen Instrumente testen und man die Ohren vollgedudelt bekommt und sich nicht die geringsten Gedanken darüber machen, dass das dem geneigten Zuhörer so gar nichts nutzt. Mit einem Overdrive im Signalweg wird der "Test" völlig absurd. Das ballert ja nur noch. Dann noch die Aussage, dass die Gitarre "schwingunsfreudig" sei. Was ist denn damit gemeint? Bezieht sich das auf die Saiten? Natürlich schwingen die, wenn sie nicht grad aus dicken Stahldrähten a la Hängebrücke sind. Sonst schwingt ja da nichts bzw. nichts, was der Magnettonabnehmer übertragen kann. Ein Leitfähiges Material wird in einem Magnetfeld bewegt. Dadurch wird ein Strom induziert und im Verstärker amplifiziert. Das Holz der Gitarre kann das Magnetfeld nicht beeinflussen. Auch der Steg oder die Bünde können das nicht, weil sie sich nicht im Magnetfeld bewegen. Also was ist mit "schwingungsfreudig" gemeint? Es wäre schön, wenn man sich an Fakten hält und nicht zitronenfrischen Illusionen Podeste baut. Und noch einmal: Clean ist Clean und nicht Tremolo! Und wenn ich noch einen Overdrive benutze, sind die PUs eh illusorisch.

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skinner sagt:

#2 - 12.03.2026 um 01:00 Uhr

0

Zitat: "Was sind die Vor- und Nachteile der Stoptail-Bridge? Eine Stoptail-Bridge sorgt für eine effektive Übertragung der Saitenschwingung auf den Korpus und unterstützt somit das Resonanzverhalten des Instruments." Das muss sich auch mal auf der Zunge zergehen lassen. Das ist doch Prospektgeplapper! Die Bridge unterstützt das Resonazverhalten des Instruments? In welcher Form denn? Welche Resonanzen den Bitte schön? Wo liegen die? Kann es auch sein, dass sie kontraproduktiv sind? Das die Saite Schwingungen erzeut, die möglicherweise über die Bridge auf das, in dem Fall Holz übertagen wird, ist vorstellbar. Muss aber nicht sein. Aber bei einer E-Gitarre mit Magnettonabnehmern ist das aber völlig wurscht. NIchts davon kommt im Verstärker an. Im Gegenteil wirkt sich im ungünstigsten Fall die Schwingung des Holzes eher Dämpfend auf die Saite aus. Das Optimum ist, dass nur die Saite schwingt und sonst nichts!

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