Workshop_Folge
Workshop
7
19.09.2014

Die besten Bass Riffs in Noten und Tabs - Earth, Wind & Fire: "September"

Legendäre Bass-Riffs zum Nachspielen

Die berühmtesten Bass Riffs in Noten und Tabs

Earth, Wind & Fire definierte mit präzisem Groove, eingängigen Hooks und Anleihen bei R&B, Soul, Funk und Disco vor allem in den Siebziger und Achtziger Jahren den Sound des "Black Pop" neu. Der Song "September" wurde 1978 als Single veröffentlicht und kletterte schnell auf den ersten Platz der amerikanischen R&B Charts. Und obwohl der Titel nie auf einem regulären EWF-Album, sondern nur auf "Best of Earth,Wind & Fire Vol 1" erschien, zählt er zusammen mit "Let's Groove" und "Boogie Wonderland" zu den populärsten Titeln der Band um ihren Gründer Maurice White - ein Dauerbrenner, der auch heute noch regelmäßig im Radio zu hören ist.

Während Maurice White wegen einer Parkinson-Erkrankung schon seit den Neunziger Jahren die Tour- und Live-Aktivitäten der Band nicht mehr in vollem Umfang unterstützen kann, sorgt sein jüngerer Bruder Verdine, der schon bei der Gründung der Band 1969 mit dabei war, nach wie vor für das tieffrequente Fundament der legendären Formation. Auch für den Bass bei "September" zeichnet er verantwortlich, was wir uns mit einem Sprung zurück in die späten Siebziger etwas genauer anschauen wollen.

Groove

Der Basspart von September setzt sich aus zwei verschiedenen achttaktigen Sequenzen zusammen und Verdine White variiert die Basslinien über die Strecke des Songs auch nur leicht. Sein Stil ist sehr perkussiv, er schlägt die Saiten kraftvoll an und erzeugt damit einen knackigen Attack. Beim Nachspielen solltet ihr die Töne auch nicht binden, sonder eher staccato und abgesetzt spielen. Das ist nicht ganz einfach, wie ihr sehen werdet, klingt aber "funky".

Der erste Groove passt zur Strophe mit den Akkorden D, C#-Moll, H-Moll, F#-Moll und Asus. Hier die Noten als PDF:

Groove Nummer 2 gehört zum Refrain mit der Akkordfolge H-Moll, E7, C#-Moll, F#-Moll und dem Ende auf Asus, wie bei der Strophe.

Sound

Verdine White hat in den 70ern hauptsächlich seinen Jazz Bass aus dem Jahre 1965 in Olympic-White verwendet und vermutlich auch die frühen EWF-Alben damit eingespielt. Für die Aufnahme der Grooves habe ich mir deshalb meinen leider nicht weißen Fender Jazz Bass geschnappt, beide Tonabnehmer voll auf- und die Tonblende fast ganz zugedreht, um einen vintagemäßigeren Sound zu bekommen. Zusätzlich wurde vor der Brücke ein Schaumstoffstreifen unter die Saiten geklemmt, der die Schwingungen leicht abdämpft. Wie Verdine White den Bass auf September aufgenommen hat, weiß ich natürlich nicht, ich weiß aber, dass er auch heute noch gerne einen Ampeg B15 Combo im Studio verwendet. Da ich leider keinen echten B15 besitze, sorgt bei mir ein Software Plug-In mit amtlicher Ampeg-Simulation für einen runderen und wärmeren Sound. Die Einstellung könnt ihr wie immer im Screenshot sehen.

Viel Spaß in den Siebzigern!

Verwandte Artikel

User Kommentare