Gitarre Hersteller_JetCity
Test
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22.09.2017

Jet City JCA 100H Test

Vollröhrentopteil für E-Gitarre

Budget-Bolide

Das Jet City JCA 100H Vollröhren-Topteil verstärkt die Linie an preiswerten Amps der amerikanischen Marke. 2009 kamen die ersten Verstärker aus dem Hause Jet City Amplification auf den Markt, die von niemand geringerem als Mike Soldano designt und zu einem sehr überschaubaren Preis angeboten wurden, da ihr Ursprung in Fernost lag.

Auch unser Kandidat, der JCA 100, hat seinen Ursprung in China, was allerdings der Qualität und der Alltagstauglichkeit nicht zwingend entgegenstehen muss. Das zweikanalige Vollröhren-Topteil macht jedenfalls einen sehr guten ersten Eindruck und wir schauen nach, ob es beim zweiten auch so bleibt.

Details

Optik/Verarbeitung:

Die Behausung des Amps ist super solide gefertigt und sollte auch härtere Belastungen schadlos überstehen. Mit seinen Abmessungen von 635 mm x 270 mm x 241 mm und einem Gewicht von 19,9 kg bewegt es sich im Mittelfeld und auch in seinem Erscheinungsbild wirkt es aufgrund seiner komplett in schwarz gehaltenen Optik eher unauffällig.

Das Gehäuse ist sauber mit schwarzem Tolex beklebt, passend dazu finden sich schwarze Metallschoner an den Kanten. Ein Gummigriff auf der Oberseite erleichtert den Transport des Amps. Einmal abgestellt steht das JCA 100H Topteil sicher auf vier dicken Gummifüßen, die bei hohen Lautstärken die Vibrationen der Box abfangen sollten. Ein weißes Piping auf der Vorderseite und das ebenfalls in Weiß gehaltene Firmenlogo fügen sich perfekt in das ansonsten eher schlichte Design des Verstärkers ein.

Im unteren Drittel der Frontseite befindet sich das Bedienfeld des zweikanaligen Vollröhrenverstärkers, wobei alle Regler griffige Chickenhead Potis und eine Skalierung von 0-9 besitzen. Dank des weißen Skalenstrichs ist ein Ablesen der Position auch aus der Entfernung kein Problem.

Beide Kanäle, Crunch und Overdrive, teilen sich eine Klangregelung, bestehend aus Bass, Middle und Treble sowie den Presence-Regler in der Master-Sektion. Ein Preamp- und ein Master-Regler gehören jeweils zu jedem Kanal. Die Preamp-Potis regeln den Zerrgrad der Vorstufe, mit Master wird die Ausgangslautstärke individuell reguliert. Allerdings lassen sich die beiden Kanäle nicht am Verstärker anwählen, sondern nur mit dem mitgelieferten Fußschalter. Auch lässt sich am Verstärker nicht erkennen, in welchem Kanal man sich gerade befindet, was für mich ein echtes Manko ist! Schade eigentlich, denn ansonsten macht der Amp einen durch und durch wertigen und durchdachten Eindruck. Der Fußschalter besteht vollständig aus Metall und ist mit einer LED bestückt. Zumindest hier lässt sich ersehen, in welchem Kanal man sich gerade befindet - immerhin. Das mit 4,5 Meter bemessene Anschluss-Klinkenkabel sollte für die meisten Anwendungen genügen.

Power On/Off- und Standby-Schalter dürfen ebenfalls nicht fehlen und befinden sich an der rechten Frontseite, der Eingang für das Instrument links. Mehr gibt es hier nicht zu sehen, daher geht es an der Rückseite weiter. Diese besitzt sage und schreibe acht Klinkenbuchsen, wovon alleine fünf für den Anschluss von Lautsprechern zur Verfügung stehen. Zur Auswahl stehen zwei 4Ω, zwei 8Ω und ein 16Ω Speaker Out. Der mitgelieferte Fußschalter wird ebenfalls hier angeschlossen und auch den röhrengepufferten Effekt-Einschleifweg befindet sich hier. Das mitgelieferte Netzkabel wird auf der rechten Seite des Gehäuses eingesteckt, wo sich auch der Umschalter von 120 auf 240 Volt befindet.

Intern verrichten fünf 12 AX7 Vorstufen- und vier 6L6 Endstufenröhren ihr Werk und liefern eine Ausgangsleistung von 100 Watt. Damit die Röhren genügend Frischluft bekommen, spannt sich ein breites Lochgitter über nahezu zwei Drittel der Rückseite. Jet City Amplification liefert den Amp auch in einer 50-Watt-Variante, in der lediglich zwei 6L6 Röhren arbeiten, ansonsten sind die Amps identisch aufgebaut. Die Verarbeitung des in China gefertigten Verstärkers ist sauber und gewissenhaft und gibt keinen Anlass zur Kritik.

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