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Jet City JCA 100H Test

Praxis

Ich schließe den Amp an eine mit zwei Vintage 30 Speaker bestückt Box an und nehme diese mit einem Shure SM57 ab. Alle Files wurden klanglich natürlich nicht weiter bearbeitet.
Los geht es im Crunch-Kanal. Alle Regler stehen in der Mittelstellung, also auf 4,5 der Skalierung. In den folgenden Beispielen werde ich übrigens ausschließlich diese Werte angeben.
Als Gitarre verwende ich eine Fender Telecaster aus dem Custom Shop und spiele erst die Hals-, dann die Stegposition an. Im zweiten Beispiel ist dann eine Les Paul zu hören, auch hier erst die Hals-, dann die Stegposition.

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Crunch-Kanal: alle Regler auf 4,5 – Telecaster, Hals-/Steg-PU Crunch-Kanal: alle Regler auf 4,5 – Les Paul, Hals-/Steg-PU

Der Amp geht recht schmutzig ans Werk und erzeugt einen tollen Crunchsound, der die speziellen Charakteristiken der verwendeten Gitarren sehr gut umsetzt. Dabei bleibt er schön dynamisch und geht sehr schön auf die Anschlagsstärke ein. Auch beim Thema Direktheit geht er ausgesprochen souverän vor, sehr gut!
Mir ist jedoch aufgefallen, dass der Amp bei einer Stellung unterhalb der Mittelstellung im Ausklang abrupt das Signal kappt, was natürlich gar nicht geht. Ich könnte mir vorstellen, dass dieses Problem mit höherwertigen Röhren behoben werden kann.
Ich bleibe bei der Les Paul und drehe den Gain-Regler auf 7.

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Crunch-Kanal: Gain 7 – Les Paul

Auch hier kann der Amp überzeugen und verleiht der Les Paul ein tolles Höhenbild und lässt sie regelrecht erstrahlen, perfekt für offene Akkorde. Trotzdem besitzt der Sound genügend Dampf im Mitten und Bassbereich und wirkt keineswegs dünn.
Ich bin gespannt, wie sich dieselbe Einstellung mit einem höheren Masterregler-Setting verändert und bringe Letzteren ebenfalls in die Position 7.

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Crunch-Kanal: Gain 7, Master 7 – Les Paul

Der Klang verdichtet sich erwartungsgemäß und wird kompakter. Das Mittenbild tritt weiter hervor und heraus kommt ein fokussierter Rocksound, der genügend Attack besitzt, um Riffs akzentuiert aus den Speakern zu drücken.
Es bleibt bei derselben Einstellung am Amp, ich verwende aber jetzt eine Music Man Reflex.

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Crunch-Kanal: Gain 7, Master 7 – Music Man Reflex

Der Sound wird entsprechend dem verwendeten Instrument etwas drahtiger und zeigt, wie feinfühlig der Amp auf die jeweils angeschlossene Gitarre reagiert.
Es wird Zeit, am EQ zu drehen und ich bringe den Middle-Regler auf 1 und das Treble-Poti auf 6. Preamp und Master stehen beide wie bei den Beispielen zuvor auf 7.

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Crunch-Kanal: Gain 7, Master 7, Mid 1, Treble 6 – Music Man Reflex

Auch der EQ arbeitet effektiv und vermag den Sound entsprechend zu verbiegen ohne jedoch etwas an der Grundcharakteristik zu verändern. Obwohl ich die Mitten fast ganz rausgedreht habe, kommt kein ausgehöhlter, mittenarmer Sound zustande, was die Vintage-Charakteristik zumindest diese Kanals unterstreicht.
Soweit der Crunch-Kanal. Ich schalte nun in den Overdrive-Kanal, bringe alle Regler wieder in die Mittelstellung und drehe in den folgenden Beispielen am Gain-Regler. Ich beginne mit der Position 3, dann gehts mit 4,5 weiter und abschließend zeigt das Chickenhead-Poti auf 7. Wieder kommt die Reflex zum Einsatz.

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Overdrive-Kanal: Gain Regler 3 – Music Man Reflex Overdrive-Kanal: Gain Regler 4,5 – Music Man Reflex Overdrive-Kanal: Gain Regler 7 – Music Man Reflex

Im ersten Beispiel hört man gut, dass der Ton nicht gleichmäßig ausklingt, sondern brüchig wird. Ansonsten beginnt der Kanal, was die Zerre betrifft, dort, wo der Crunch-Kanal endet. Bei höheren Gain-Settings beweist der JCA 100H, was er wirklich kann und zeigt sich von seiner zornigen Seite. Der so entstehende Klang ist absolut überzeugend und kann mit Amps mithalten, die locker das doppelte kosten. Sehr beeindruckend.
Hier ist ein modernes Metal-Brett mit klarer Definition und tollem Attack zu hören!
Ich bin gespannt, wie sich der Amp mit einer Baritongitarre versteht und schließe meine Cyan Hellcaster an, meine erste Wahl für tiefe, böse Riffs.

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Overdrive-Kanal: Baritongitarre (Cyan Hellcaster)

Und auch hier kommt ein amtlicher, moderner Breitwandsound zustande, der gerade im Bassbereich aufgeräumt und durchsetzungsstark an die Außenwelt getragen wird. Die 100 Watt des Amps bringt dabei so schnell nichts aus der Ruhe, dafür aber die Anwesenden im Raum, fährt man den Amp tatsächlich einmal aus.
Ich schließe jetzt meine Tom Anderson Drop Top an und drehe die Mitten am Amp auf 3 und die Höhen auf 6. Dabei steht der Preamp-Regler auf 7.

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Overdrive-Kanal: Gain 7, Mid 3, Treble 6 – Tom Anderson Drop Top

Auch mit Single Notes kann der Amp überzeugen, denn die Töne kommen fett und lang stehend aus dem Speaker. Dabei werden auch hier die Attacks schnell und direkt gewandelt, ein moderner Leadsound ist das Ergebnis.
Bevor es zum Fazit geht, noch ein paar Worte zum Effekteinschleifweg. Dieser arbeitet vollkommen unauffällig und hat sich mit allen angeschlossenen Pedalen prächtig verstanden.

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