PRS SE Silver Sky Test

Die PRS SE Silver Sky ist die preiswerte Ausgabe der John Mayer Signature und markiert einen Moment, auf den sicherlich viele sehnsüchtig gewartet haben. Nach gut vier Jahren bietet der amerikanische Hersteller die Silver Sky im Rahmen der deutlich erschwinglicheren SE-Reihe an. Auf den ersten Blick unterscheidet sich die in Indonesien hergestellte Gitarre kaum vom USA-Modell, allerdings liegt der Teufel im Detail.

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Beliebte Ausstattungsmerkmale des Originals wurden bei der PRS SE Silver Sky beibehalten, überzeugend sind auch die Bespielbarkeit und Verarbeitung.


So besteht der Korpus hier aus Pappel statt aus Erle, bei den Pickups handelt es sich um 635JM „S“ Ausgaben, die Tuner sind andere und auch der Halsradius misst im Gegensatz zur US-Version keine 7,25″, sondern flachere 8,5″. Nichtsdestotrotz verströmt das Instrument beim Anspielen sofort das Flair der Made in USA Silver Sky, besitzt den klassischen Look und eine interessante Auswahl an Finishes. Grund genug, die SE-Variante einmal genauer zu beleuchten und zu hören, inwieweit die Budget-Signature an das beliebte Original heranreichen kann.

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Details

Korpus Die SE Silver Sky kommt mit einem Strat-ähnlichen Korpus, der im Gegensatz zum USA-Modell nicht aus Erle, sondern aus Pappel gefertigt wird. Das Shaping ist identisch zum Original mit einer schönen zusätzlichen Fräsung am unteren Cutaway. Die Gitarre schmiegt sich sehr ergonomisch an den Körper an, wobei auch die Gewichtsklasse von knapp 3,5 kg weitestgehend gleich geblieben ist. Das Finish meiner Testkandidatin ist lila-rötlich und nennt sich Dragon Fruit, allerdings gibt es sie auch in den Farben Ever Green, Stone Blue und Moon White.

Fotostrecke: 5 Bilder Die PRS SE Silver Sky ist die kleine Schwester der John Mayer Signature…
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Neben dem weißen Pickguard befindet sich das chromfarbene Stahltremolo, das im Unterschied zur Originalversion nicht mit sechs Schrauben befestigt ist, sondern lediglich mit zwei. Es ist leicht nach hinten gekippt und auf dem Korpus aufliegend, ganz so, wie es auch dem Wunsch John Mayers entspricht. Der steckbare Hebel, der seitlich mit einer Inbusschraube in seiner Gängigkeit bestimmt werden kann, erlaubt halbwegs stabiles Tremolieren, solange man keine allzu krassen Divebombs vorsieht.
Über die rückseitige Neckplate ist der Hals mit vier Schrauben am Korpus befestigt und ein weißer Kunststoffdeckel verschließt die Ausfräsung für den von vier Federn gehaltenen Tremoloblock. Auch die verchromte Klinkenbuchse sitzt in bewährter Strat-Manier an gewohnter Stelle, genau wie die beiden Gurtpins.

Die Gitarre besitzt ein Stahltremolo, das leicht nach hinten gekippt ist und auf dem Korpus aufliegt.
Die Gitarre besitzt ein Stahltremolo, das leicht nach hinten gekippt ist und auf dem Korpus aufliegt.

Hals

Bei der Testkandidatin kommt ein verschraubter Hals aus Ahorn zum Einsatz und die Mensur beträgt 648 mm, was dem bekannten Strat-Maß entspricht. Das 635JM Halsprofil, das irgendwo zwischen einer C- und D-Form angesiedelt ist, vermittelt das gleiche fleischige, aber dennoch komfortable Spielgefühl des USA-Modells. Die angenehme Mattlackierung der Halsrückseite, durch die unsere SE-Version sich von der USA-Variante unterscheidet, trägt ihr Übriges zum Wohlfühlfaktor bei. Beim aufgeleimten Griffbrett entschied man sich für Palisander, auf dem die 22 perfekt abgerichteten, sauber abgerundeten und polierten Bünde eingelassen wurden. Selbige kommen in einer Vintage-Jumbo-Variante und liegen in Sachen Höhe und Breite in einem mittleren Jumbo-Bereich. Als Bundmarker trifft man auf die “Small Bird“-Inlays, quasi einem Trademark von PRS-Gitarren. Hatte die US-Version noch einen 7,25″ Radius, bietet die SE mit 8,5″ eine deutlich flachere und damit sogar modernere Griffbrettwölbung.

Fotostrecke: 5 Bilder Der Ahornhals ist mit dem Pappel-Korpus verschraubt und sitzt sauber in der Halstasche.
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Die Saiten laufen über einen 42 mm breiten Sattel aus synthetischem Knochen, der halbwegs sauber eingearbeitet wurde. Unmittelbar dahinter liegt eine abschraubbare Plastikabdeckung, die den Zugang zum Halsstab gewährt und etwas größer ausgelegt ist als beim Original. Die typische PRS-Kopfplatte beheimatet die PRS-Mechaniken mit grauen Kunststoffköpfen, die dort in symmetrischer 3+3 Anordnung befestigt sind und, obwohl es sich nicht um Locking-Tuner handelt, die Stimmung ausgezeichnet halten. Insgesamt ist die Gitarre sehr gut verarbeitet, auch wenn ich bei einzelnen Instrumenten der Serie leichte Unsauberkeiten am Griffbrettrand und am Sattel verzeichnen musste.

Elektrik

Als Tonabnehmer sind drei 635JM „S“ Singlecoils in ein weißes Pickguard eingelassen, bei denen es sich, trotz der Namensähnlichkeit, um abgewandelte Formen der original USA 635JM Modelle handelt. Auch wenn über ihre Ausgangsleistung nichts dokumentiert ist, begreifen sie sich wohl in der Fender-Tradition der frühen 60er-Jahre. Geschaltet wird ganz klassisch über einen Fünfwegschalter, der mit einem überdurchschnittlich großen Kunststoffkopf versehen ist. Ein Master-Volume sowie zwei Tone-Potis regeln Lautstärke und Höhen.
Zum Lieferumfang gehören ein Gigbag, Inbusschlüssel sowie der steckbare Tremoloarm.

Die Elektronik kommt Strat-typisch mit drei Singlecoils, hier drei 634JM "S" Modelle, einem Mehrwegschalter, einem Master-Volume und zwei Tone-Potis.
Die Elektronik kommt Strat-typisch mit drei Singlecoils, hier drei 634JM “S” Modelle, einem Mehrwegschalter, einem Master-Volume und zwei Tone-Potis.
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