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26.12.2020

5 Synthesizer, die jeder braucht

Top Synthesizer für jeden Geldbeutel aus vielen Bereichen

Welche Synthesizer sind so cool, um sie einfach haben zu wollen?

Was wäre wenn … man sich für fünf Synthesizer entscheiden müsste, um mit ihnen seinen Wohlfühlbereich zu definieren? Wohlfühlen kann man sich auf verschiedenste Weisen, auch mit einem Synthesizer. Man kann einfach mit und auf ihm spielen, man kann ihn wegen seiner besonderen Eigenschaften mit in eine Produktion einbinden, man verwendet ihn, um seinen Aufbau zu lernen und um sich ein Bild von der gebotenen Technologie zu machen, man verbindet ihn mit einem anderen Synthesizer, um weitere Klangmöglichkeiten zu erhalten, und, und, und … Der Möglichkeiten gibt es gerade in diesem Bereich viele, und jeder, den man fragt, hätte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit (s)eine eigene Meinung zu diesem Thema. Na, schon eine grobe Idee, für welche Synthesizer du dich entscheiden würdest?

Sei dir sicher, auch uns fällt eine solche Wahl nicht leicht. Hier muss man schon mal nachdenken und sich über seine eigenen Vorlieben klarwerden. Eine grobe Idee, was in die nähere Wahl fallen würde, bildet sich eigentlich bei jedem, der mal ein paar Minuten in sich geht. Und hier drängen sich in der Regel auch neue, brandheiße Produkte in die Gedanken, die dazu inspirieren auch mal etwas Anderes auszuprobieren.

Eines sollte man vorweg erwähnen: Heutzutage sind gute Synthesizer auch für relativ wenig Geld zu haben. Wer meint, in diesem Bereich in unbezahlbaren Regionen schwelgen zu müssen, der irrt. Gerade heute definieren viele Hersteller mit Preisen bereits unter 1.000 € neue Produktsegmente, in denen sich tolle Lösungen für jedes Einsatzgebiet finden lassen, und das ohne große Belastung des Portemonnaies. Es kann preislich also durchaus überschaubar bleiben, wenn man eigenständige und innovative Produkte für die eigenen Zwecke sucht. Die einzige Hürde ist der Markt selbst: Das aktuelle Marktangebot ist so vielschichtig geworden, dass es schier unmöglich scheint, eine Wahl zu treffen, mit der man sich erst einmal begnügen müsste. Was soll man nehmen? Sicherlich macht es Sinn, das eine oder andere Teil einmal selbst zu testen, um sich ein eigenes Bild zu verschaffen, oder sich im Internet Produktvideos und Tutorials anzusehen, die das Selbstausprobieren wegen Zeitmangels ersetzen. Schwierig wird es auf jeden Fall, sollte man keine eigene Vorstellung haben.

Wir haben und zu diesem Thema ein paar Gedanken gemacht und sind zu dem Schluss gekommen keine superteuren, oder seltenen Synthesizer-Legenden auf den Plan zu bringen. Wer bereits einen Minimoog, einen Jupiter-8, einen Matrix-12, einen Axxe, oder sogar einen Prophet-5 und einen Micromoog besitzt, der kann sich wirklich glücklich schätzen, wenngleich der Markt heutzutage auch Repliken berühmter Synthesizer-Klassiker hergibt, die durchaus günstig sind. Unsere Übersicht zeigt euch eher die Synthesizer, die sich durch Individualität im Markt behauptet haben, schon deswegen, weil man mit ihnen eine Menge anstellen kann und sie für sich gesehen durch besondere Features glänzen. Auch haben wir darauf ein Auge geworfen, dass die Instrumente bezahlbar sind und sich durch interessante Ideen und einen guten Sound auszeichnen.

Hier zeigen wir euch unsere fünf Favoriten, die euch zur Inspiration dienen sollen.

(Die Auflistung der Produkte erfolgt in alphabetischer Ordnung und ist keine Rangfolge)

Behringer RD-6

Mit der RD-6 schafft Behringer die Replik der berühmten Roland TR-606 (Drumatix) Drummachine, die als kleinere Schwester der legendären TR-808 gilt und klanglich an das Original herankommt. Die Behringer RD-6 ist analog aufgebaut, wird in zehn unterschiedlichen Farben angeboten und ist somit nicht nur auf die Ausführung in klassischem Silber begrenzt. Neben einem komplett analogen Signalpfad bietet die RD-6 in der Summe acht Drumsounds, einen 64-Step Sequencer, eine USB/MIDI-Schnittstelle und zusätzliche Patchpunkte, um auch mit dem Eurorack und anderen kompatiblen Geräten kommunizieren zu können. Für die Sound-Ausgabe bietet die kleine Drummachine sechs Einzelausgänge und einen MIX Out-Ausgang. In Ergänzung zum Original, hat Behringer der RD-6 noch einen Distortion- und einen Tone-Regler spendiert, der auch schon bei der TD-3 ergänzt wurde.

Dreadbox Typhon

Typhon ist ein kompakter Desktop-Synthesizer des griechischen Herstellers Dreadbox, der mit sattem Sound, seiner Ausstattung und einer intuitiven Bedienung trumpft. Im Bereich der Tonerzeugung analog und monophon aufgebaut, bietet Typhon eigentlich alles, was einen ausgewachsenen Synthesizer ausmacht. Dennoch punktet er mit einer Reihe weiterer interessanter Ausstattungsmerkmale: Typhon bietet einen internen Sequenzer und hochauflösende digitale Effekte von Sinevibes, wodurch er klanglich und funktionell in in einer großen Bandbreite zu Hause ist. Angefangen bei druckvollen Bässen, über Drones, bis hin zu expressiven Lead-Sounds, bietet er alles in einer tollen Qualität, Potenzial, was man dem kleinen Synthesizer zunächst nicht ansieht erscheint er optisch doch nur unwesentlich größer als die Volca Serie von Korg. Dieser Synthesizer bietet viel Leistung fürs Geld und ist ein Anspielen uns Ausprobieren Wert.

Korg Opsix

Die klassische FM-Tonerzeugung kommt zurück! FM ist in, schon deshalb reagiert Korg mit Opsix, einem kompakten Synthesizer, der sich klassischer FM-Synthese mit sechs Operatoren bedient.  Mit modernen Features ausgestattet bringt Opsix nicht nur die typischen Sounds der 1980er Jahre, sondern auch moderne, zeitgemäße und abgefahrene Sounds, die aus der neu konzeptionierten Tonerzeugung resultieren. Hier setzt Korg auf einen neu entwickelten Operatoren-Mixer der einen sofortigen Zugriff auf wichtige Parameter bietet sowie auf mehrfarbige LEDs, die dynamisch zeigen, ob Operatoren als Carrier, oder als Modulatoren arbeiten und wie einzelne Bedienelemente belegt sind. Zusätzlich bietet Opsix fünf Operatoren-Modi mit FM, Ring Modulation, Filter, Filter FM und Wave Folder. Darin können Wellenformen mit unterschiedlichen Obertonstrukturen verwendet werden, die aus 40 verschiedenen Algorithmen resultieren. Obendrein gibt es ein Multi-Mode-Filter mit elf Filtertypen, mit dem sich Sounds auch subtraktiv formen lassen, eine integrierte Effektsektion, einen Arpeggiator sowie einen polyphonen Step-Sequencer mit Motion Sequencing für bis zu sechs unterschiedliche Klangparameter.

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Modal Electronics Cobalt8

Mit Cobalt8 läutet Modal Electronics ein Paralelluniversum zu dem mit Wavemorphing Synthese aufgebauten Argon8 ein. Der Cobalt8 ist auch digital aufgebaut und verfolgt als virtuell-analoger Synthesizer ein anderes Konzept als der Wavemorphing-Synth Argon8. So bietet Cobalt8 zwei unabhängige Oszillatorgruppen, umfangreiche Algorithmen wie Sync, Ringmodulation, Wellenform-Morphing, zusätzloich einen vier-poligen morphbaren Ladder Filter inkl. Cutoff-, Res- (Resonanz) und Morph-Reglern, Step-Sequenzer nebst Arpeggiator und eine aus drei unabhängigen Digital-Effekten bestehende Effekteinheit. In seiner Polyphonie bietet Cobalt8 mit acht Stimmen genügend Spielraum für großzügig gegriffene Akkorde und bringt klanglich authentischen Analogsound mit großem Spektrum. Erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang die flexiblen Modulationsmöglichkeiten. Wie schon die Argon8-Serie, ist Cobalt8 auch in drei Varianten erhältlich: Als Cobalt8 mit 37 Tasten, Cobalt8X mit 61 Tasten und als Cobalt8M, das Desktop-Modul.

Novation Bass Station II

Die Novation Bass Station II ist schon eine Weile im Markt und gerade deswegen auch ein guter Synthesizer, der mit großer Individualität daherkommt. Als Nachfolger der legendären Bass Station aus den 1990er Jahren bietet sie alle deren Besonderheiten und noch eine Menge mehr. Aufgebaut als flexibler, analoger und subtraktiver Mono-Synthesizer, bietet sie mit ihren zwei Oszillatoren und dem Suboszillator dank verschiedener Filter-Charakteristiken, Ring Modulator, Sync und Filter FM eine große Soundvielfalt. Der Grundsound ist stimmig und die klanglichen Möglichkeiten sind facettenreich. Durch die umfassende MIDI-Implementierung und USB-MIDI lässt sich der Synthesizer problemlos in DAW-Produktionen einbinden. Weiterhin machen die mit Aftertouch ausgestattete Tastatur und die griffigen Regler die Bass Station II zu einem lobenswerten, kompakten Live-Instrument und Controller. Solche Eigenschaften machen die Bass Station II zu einem echten Must-Have Instrument für den, der fettem Analogsound den Vortritt lässt und das zu einem wirklich günstigen Preis.

Vielleicht hast du selbst noch einen Synthie, der auf dieser Liste fehlt, und den du auf jeden Fall auf eine einsame Insel mitnehmen würdest! Schreib doch einfach, welcher das ist.

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