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Lo-Fi Sound für die DAW – Kaufberater

Lo-Fi Sound liegt voll im Trend. So ist neben dem LoFi House vor allem der Chillhop, eine Melange aus Lo-Fi Sounds und entspannten HipHop-Beats, beliebt. Lo-Fi, die Abkürzung für „Low Fidelity“, hat eine ganz spezielle Soundästhetik: Es geht dabei um den Flair analoger Bandmaschinen mit Rauschen, Knistern, Leiern von Magnettonbändern und vielen anderen Nebengeräuschen. Dies in hörenswerte Musik zu verarbeiten, ist eine Kunst für sich. Mit aktuellen Softwareprodukten lassen sich Lo-Fi-Tracks aber sehr gut produzieren.

Inhalte
  1. Interview – Die tragenden Elemente einer Lo-Fi Sound Produktion
  2. Die besten Instrumente für Lo-Fi Sound
  3. Die besten Effekte für Lo-Fi Sound
  4. Unsere Audio Demos der Lo-Fi Sound Effekte
  5. Nur am Rande: Sounds und Loops für Lo-Fi Sound
  6. Lo-Fi Fazit

Interview – Die tragenden Elemente einer Lo-Fi Sound Produktion

Starten wir mit den Erfahrungen eines Producers, der schon dutzende von Lo-Fi-Tracks veröffentlicht hat. Frank Doberitz, der bislang drei Folgen einer Lo-Fi-Chill Serie produzierte, arbeitet fast ausschließlich mit Software und er hat bestimmte Favoriten unter den zahlreichen Plugins.

Frank Doberitz macht LO-FI
Frank Doberitz ist ein deutscher Producer. Einer seiner größeren Erfolge ist die Serie „0815 LoFi Chillhop“.

„Oft beginne ich mit Akkordfolgen, wofür ich ein E-Piano benutze. Dies kommt aus Keyscape von Spectrasonics, vor allem diese alten Vintage oder Old Pianos sind klasse. Für akustisches Piano verwende ich gern Noire von Native Instruments. Alle Pianos bearbeite ich recht stark mit Effekten, so zum Beispiel mit den logic-eigenen Plugins „Phat FX“ und „Tremolo“. Hinzu kommen Strings: das M-Tron von GForce und UVI String Machines 2. Als akustischen Gegenpol nehme ich Streicher aus der Anthology-Serie von 8DIO.

Für den Bass-Part benutze ich vorwiegend akustisches Material aus Spectrasonics Trillian. Die Drums kommen meistens aus Maschine Studio von Native Instruments mit den Expansion Packs „Faded Reals“ und „Infamous Flow“ oder aus der UVI Serie Beatbox Anthology 2. Fürs Auffrischen meiner Lo-Fi-Tracks mit Synthesizern nehme ich gern u-he Diva, Repro oder Hive. Eigentlich kann aber auch man viele andere Software-Synthesizer verwenden. Samples sind für mich gerade im Lo-Fi Sound sehr wichtig. Hier benutze ich oft Vocal Phrases und Effektsounds oder ganz kurze Loops, die dann aber stark verändert werden, so etwa als Reverse-Effekt.“

Kreative und stilprägende Effekte für Lo-Fi Sound

Für die Verfremdung der Samples oder Audiospuren benutze ich das Plugin „Drip“ von Kyle Beats als Multi FX, womit sich instrumentale Sounds und vor allem auch die im Lo-Fi sehr wichtigen Samples drastisch verbiegen lassen. Das Plugin „Super VHS“ von Baby Audio ermöglicht sehr gut Drift-Effekte.

LOFIC Chill Pop
Ein Hörtipp für Lo-Fi-Tracks ist die Compilation „0815 LoFi Chillhop Vol. 3“, erschienen beim Label Freebeat Music Records.

Die besten Instrumente für Lo-Fi Sound

Nicht jeder möchte sich gleich in die breite Masse an Audio-Loops stürzen. Für den Producer, der am Controller-Keyboard gern selber einige Parts einspielt, gibt es Softwareinstrumente mit Lo-Fi Sounds. Welche Instrumente man sich zulegen sollte, zeigt diese Auswahl. 

Spectrasonics Omnisphere 2

Eigentlich ist Spectrasonics Omnisphere 2 bei vielen Musikstilen immer gut platziert. Dieser Allrounder ist zwar kein ausgewiesener Lo-Fi-Spezialist, bietet aber zusammen mit Keyscape (Pianos und Keyboards) und Trilian (Bässe), die sich in Omnisphere integrieren lassen, eine Fülle an überragenden Basis-Presets für Lo-Fi-Tracks.

Lo-Fi Sound mit Omnisphere
Fotostrecke: 2 Bilder Ein verlässlicher Klanglieferant in fast allen Bereichen ist Spectrasonics Omnisphere 2.
Fotostrecke

Unbedingt nachschauen sollte man in der Kategorie „Retro Land“. Die Preise sind auf den ersten Blick eher happig, über viele Jahre wird man von den Instrumenten aber profitieren – für Profis ein Must-have.

Hier geht es zur Omnisphere-Produktseite. Preise: Omnisphere 2: 399 Euro; Keyscape: 349 Euro; Trilian: 249 Euro.

Native Instruments Lo-Fi Glow

Für wenig Geld kommt man mit Lo-Fi Glow von Native Instruments eine trendige Sammlung aus Synths, Keyboards, Gitarren und Bässen, die mit dem NI Kontakt Player oder NI Kontakt laufen. Unter den Presets gibt es viele sphärische Sounds zu hören, die relativ einfach bearbeitet werden können.

Native Instruments Lo-Fi Glow
Mit NI Lo-Fi Glow kommt man schnell an die typischen Lo-Fi-Instrumente heran.

Hier geht es zur Produktseite von NI. Preis NI Lo-Fi Glow: 49 Euro

Native Instruments Noire

Der mit Filzdämpfern modifizierte Konzertflügel von Nils Frahm stellt ein exquisites Lo-Fi-Erlebnis dar. Unter den 100 Presets des auf NI Kontakt / Kontakt Player basierenden Instruments finden sich einige sehr geschmackvolle Designvarianten. NI Noire ist ein Spitzenprodukt, das gleichzeitig auch günstigere und kostenfreie Felt Pianos beherbergt. Mehr darüber könnt ihr im entsprechenden Bonedo-Workshop nachlesen.

Native Instruments Noire Lo-Fi Sound
NI Noire enthält einen unikalen Konzertflügel, der sich sehr gut ins Lo-Fi-Gefilde integriert.

Hier geht es zur Produktseite von NI. Preis NI Noire: 149 Euro  

GForce Software M-Tron Complete

Der Vorläufer heutiger Sampler, das Mellotron aus den 60er Jahren, ist mit seiner riesigen Bibliothek für anspruchsvolle Lo-Fi-Producer immer eine lohnende Anschaffung. Wer es fulminant mag, investiert gleich in den GForce M-Tron Pro Complete. Dabei handelt es sich um ein Bundle aus dem M-Tron sowie um zehn Expansion Packs, die  insgesamt über 13,5 GB schwer sind und den Anwender mit 1.700 Presets versorgen. Noch mehr dieser Tonbandklänge gibt es kaum irgendwo anders in dieser tollen Qualität.

GForce Software M-Tron Complete  Lo-Fi Sound
Nicht fehlen darf eine gute Mellotron-Library. Ein Tipp ist M-Tron Pro von GForce Software. 

Hier geht es zur Produktseite des Herstellers und hier zum Thomann-Webshop. Preis GForce M-Tron: 275 Euro

Loopmasters Khords

Angenehm sample-lastig und inspirierend klingt „Khords“ von Loopmasters. Schon die Factory Presets bringen schöne und vielschichtige Athmos, Plucks, Stabs, Voices oder Keys zum Vorschein. Wer mehr Spaß haben möchte, sollte sich zunächst das Khords Expansion Pack „LoFi Keys“ vornehmen. Es bietet nochmals 100 Presets mit spielfertigen Ein-Finger-Akkorden für die Produktion.

Loopmasters Khords  Lo-Fi Sound
Schöne Akkorde, die inspirieren und Lo-Fi-Flair versprühen, gibt es bei Loopmaster Khords.

Hier geht es zur Produktseite Preis Loopmasters Khords: ca. 78 Euro

Roland JV-1080 / VX-5080

Die Sounds der „Rompler“ aus den 90er Jahren sind für Lo-Fi-Tracks eine erfrischende und vielseitige Alternative zu Rhodes, Solina oder Moog. Ein guter Tipp ist der damals überaus beliebte Roland JV-1080. Das Soundmodul findet sich nun in der Roland Cloud. Wenn es ein bisschen mehr und einen Tick jünger sein darf, nimmt man einfach den XV-5080, ebenfalls in der Roland Cloud enthalten. Beide Instrumente können anstelle eines Abos auch separat erworben werden. 

Roland JV-1080 / VX-5080  Lo-Fi Sound
Der JV-1080, ein Klassiker der 90er, ist in der Roland Cloud enthalten und dient als ein guter Lieferant für „Rompler“-Sounds.

Hier geht es zum Thomann Webshop Preis 129 Euro

uJam Chillhop Bundle

Der deutsche Anbieter uJam schnürt mit drei virtuellen Instrumenten ein Bundle speziell für Chillhop. Es besteht aus dem Beatmeter 2 Dope, dem Virtual Guitarist Silk und dem Virtual Bassist Mellow 2, die auch separat erworben werden können. Hiermit bekommt eine gute Alternative zu den vielen Audio-Loop-Kits oder Instrumenten, denn die Produkte von uJam stellen virtuelle Player auf MIDI-Basis dar und legen schnell ein Fundament aus Beat, Bass und smoother Gitarre.

uJam Chillhop Bundle  Lo-Fi Sound
Für das Groove-Arrangement aus Drums, Bass und Guitar hat uJam die treffende Pauschale.

Hier geht es zum Thomann Webshop. Preis Chillhop Bundle: 215 Euro

Sugar Bytes Aparillo

Ein besonderer FM-Synth, der viel und auf Wunsch auch etwas düstere Atmosphäre im Arrangement schafft, ist Aparillo von Sugar Bytes. Es ist kein typischer Lo-Fi-Synth, seine Texturen und bewegten Klänge füllen einen Lo-Fi-Track meist gut auf.

Sugar Bytes Aparillo  Lo-Fi Sound
Für sphärische Sounds und Texturen innerhalb des Lo-Fi-Arrangements sollte man Sugar Bytes Aparillo eine Chance geben.

Hier geht es zum Thomann Webshop Preis Aparillo: 95 Euro

Output Arcade

Der Loop-Synthesizer von Output mit ständig aktualisiertem Sample-Content aus der Cloud ist auch für Lo-Fi-Phrasen ergiebig. Hierzu passend sind natürlich alle Chill Lo-Fi Kits, die sich aus Groove-Elementen, Bass, Keys, Effekte, Pads, Guitars und auch Vocals zusammensetzen. Alle Loops können schnell in Tempo, Tonhöhe und Klang variiert und mit Effekten garniert werden. 

Output Arcade  Lo-Fi Sound
Die Loop-Synth-Cloud Output Arcarde unterstützt auch den Lo-Fi-Producer tatkräftig.

Hier geht es zur Produktlink des Herstellers. Preis Output Arcade: 10 Euro monatlich 

Spitfire Audio Labs

Sicherlich darf es auch einmal vollkommen kostenfrei sein: Spitfire Audio spendiert mit „Labs“ eine erstaunliche Kollektion aus mindestens 31 charaktervollen Instrumenten, die oft akustischer Natur sind und einen gewissen Lo-Fi-Touch haben. Dieser Sample-Player kann über die Spitfire-App heruntergeladen werden – nicht versäumen und am besten gleich installieren!

Spitfire Audio Labs  Lo-Fi Sound
Mit Labs bietet Spitfire Audio ein tolles kostenfreies Library-Instrument, das man keinesfalls verpassen sollte.

Hier geht es zur Produktlink des Herstellers. Preis Spitefire Audio Labs: kostenlos

Audio Samples
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01 Omnisphere Patch „Soringy Tine“, Keyscape Patch „Rhodes – LA Custom Old Sampler“, Trilian Patch „Acoustic – Trilian Main“ 02 NI Lo-Fi Glow, Presets: „Whoosh Lead“, „Familiar Haunts“, „Just Noise“ 03 NI Noire, Presets: „Basic Felt“, „Fragile Felt“, „Fifties“ 04 GForce Software M-Tron Pro, Presets: „Black Sabbath Choir“, „Big Daddy“, „Bossa Choir“ 05 Loopmasters Khords, Presets: „Forest Spa“, „Glory“, „Breakdown“ 06 Roland JV-1080, Patches: „SA EP1“, „Nylon Guitar“, „Belltree Vox“ 07 uJam BeatMaker Dope, Presets: „Bouncy“, „Easy Groove“, „Old School“. 08 Sugar Bytes Aparillo, Presets: „Charge“, „Flute In C Clust“, „Cinematic Guitare“. 09 Output Arcade, Kit „Go It Alone“ 10 Spitfire Audio Labs, Presets: „Soft Piano“, „Guitar Harmonics Sustain“, „Monochord Thick Fog“

Die besten Effekte für Lo-Fi Sound

Noch leichter verfügbar und für den typischen „LoFi“-Sound meist viel wichtiger als Instrumente sind die Effekt-Plugins. Damit lässt sich jeder noch so sterile Digitalsound auf nostalgisch trimmen. Diese Softwareprodukte sind bei einigen Producern im täglichen Einsatz und mindestens einen Versuch wert. 

XLN Audio RC-20 Retro Color

XLN Audio ist vor allem fürs virtuelle Drumming bekannt, aber im Portfolio der Schweden befinden sich auch weitere beachtlich gute Softwareartikel: RC-20 Retro Color bietet als Multieffekt eine Palette an sechs Werkzeugen (Noise, Wobble, Space, Magnetic, etc.) zum Vinylisieren digitaler Spuren und Klänge, was mithilfe der guten Presets ebenso leicht fällt wie persönliche Eingriffe auf die Effektparameter. 

 

XLN Audio RC-20 ist wie ein Schweizer Messer unter den Lo-Fi-Effekten.

Hier geht es zur Produktseite des Herstellers und hier zum Thomann Webshop. Preis XLN Audio RC-20 Retro Color: 99 Euro

Goodhertz Vulf Compressor

Der Anbieter GoodHertz ist ein Spezialist fürs Vintage-Design. Mit dem Vulf Prozessor 
bekommt man vor allem ein Tool für eine Dynamikbearbeitung, die den Kompression-Algorithmus („Vinyl Slim“) des Boss SP-303 Dr. Sample emuliert – vor allem im Hip-Hop ein beliebter Phrase Sampler.

Der Goodhertz Vulf Compressor geht über die Dynamikbearbeitung hinaus und prägt einen Lo-Fi-Charakter auf.

Hinzu kommen Effekte wie Lo-Fi oder Wow, die den Klang drastischer verfärben als ein gewöhnlicher Kompressor. Hier gibt es einige Presets mit an die Hand, die schnell zum Lo-Fi-Klangbild verhelfen. Der Preis sieht angesichts des GUIs zunächst eher happig aus, ist es aber eigentlich gar nicht – die volle Punktzahl im Bonedo-Test sind verdient.

Hier geht es zur Produktseite des Herstellers. Preis Goodhertz Vulf Compressor: 149 USD

Goodhertz Wow Control

Wenn es speziell um die Klangfärbung analoger Bandmaschinen geht, bietet Goodhertz das Plugin „Wow Control“, das dem Vulf Compressor optisch zwar sehr ähnelt, ihn klanglich aber gut ergänzt. Die Presets sind bereits so üppig, dass man sich hier eigentlich nur ein paar kleine Änderungen vornimmt. Von subtilen Modifikationen bis hin zu wilden Delays ist vieles möglich.

Mit dem Goodhertz Wow Control sind viele typische Lo-Fi-Effekte möglich.

Hier geht es zur Produktseite des Herstellers. Preis Goodhertz Wow Control: 129 USD

UJam Finisher Retro

Eine vorbildlich dokumentierte, vielseitige und klanglich überzeugende Zeitreise ermöglicht bei uJam das Multieffekt-Plugin „Finisher Retro“. Man kann sich die Effekt-Presets nach Jahrzehnten (1960 bis 1990) anzeigen lassen und mit dem Finisher-Regler jeweils individuell eintauchen. Für Einsteiger, die sich ein wenig weiterbilden möchten, ist es wohl klasse, aber auch Profis werden mit Qualität und Handling von uJam Finisher Retro mehr als zufrieden sein.

Einer der empfehlenswerten Multieffekte fürs Lo-Fi-Producing ist Finisher Retro von uJam.

Hier geht es zur Produktseite des Herstellers und hier zum Thomann Webshop. Preis uJam Finisher Retro: 98 Euro

D16 Group Decimort 2

Decimort 2 von D16 Group ist kein Rundum-sorglos-Paket wie etwa UJam Finisher Retro, sondern aufs Bit Crushing spezialisiert. Klanglich emuliert wird der DA-Wandler der frühen digitalen Sample-Instrumente (Akai MPC60, Ensoniq ASR-10 oder E-mu SP-1200). Außerdem gibt es ein Multimode-Filter, das in den vielen nützlichen Presets ebenfalls berücksichtigt worden ist.

Mit Decimort 2 von D16 Group lassen sich die DA-Wandler früher Sampler simulieren.

Hier geht es zur Produktseite des Herstellers und hier zum Thomann Webshop. Preis D16 Group Decimort 2: 49 Euro

Baby Audio Super VHS

Baby Audio bietet mit dem Plugin „Super VHS“ eine Klangverfärbung, die auch vollkommen ohne Presets spielerisch und einfach erledigt werden kann. Den Sound der 80er Jahre ermöglichen sechs Parameter. So zum Beispiel simuliert „Heat“ eine Bandsättigung, während „Shape“ die Sample Rate reduziert, „Magic“ den Sound mit einem Chorus (Roland Juno) anfettet und „Drift“ für Pitch Shifting steht. Alles in allem macht dieses FX-Plugin wirklich einen guten Job!

Super einfach zu bedienen und klanglich super 80s Retro ist das Super VHS von Baby Audio.

Hier geht es zur Produktseite des Herstellers. Preis Baby Audio Super VHS: 49 USD

Klevgrand DAW Cassette

Auch „DAW Cassette“ ist ein Effekt-Plugin, das anstelle von Presets auf die kreativen Momente innerhalb der DAW setzt. Man wird direkt dazu animiert, verschiedene Einstellungen zu probieren und einen coolen Sound zu finden – und das ist eigentlich auch gut so. Es handelt sich dabei um eines der günstigsten kommerziellen Produkte, das sich den analogen Artefakten der Musikkassette der 80er angenommen hat und sie bestens simuliert.

Den Sound alter Musikkassetten bringt DAW Cassette von Klevgrand in die digitale Musikproduktion.

Hier geht es zur Produktseite des Herstellers. Preis Klevgrand DAW Cassette: 39 USD

AudioThing Vinyl Strip

AudioThing kommt mit einem modularen Kanalzug zur Hilfe: Das Plugin „Vinyl Strip“ ist ein Multieffekt, der aus sechs einzelnen Effektmodulen besteht: Distortion, Compressor, Bit Crusher, Tilt EQ, Vintage Reverb und Vinylizer. Einige Presets helfen, einen passenden knisternden Lo-Fi-Sound zu finden. Die Verfärbungen fallen meist eher moderat aus, auch bei Verwendung der nützlichen Zufallsfunktion.

Ein Kanalzug mit mehreren Effektmodulen für den Lo-Fi Sound ist der Vinyl Strip von AudioThing.

Hier geht es zur Produktseite des Herstellers. Preis AudioThing Vinyl Strip: 59 Euro

u-he Satin

Urs Heckmann hat nicht nur Synthesizer, sondern auch andere Plugins entwickelt. Mit „Satin“ gibt es mehr als eine Bandsimulation, denn im Flange- und Delay-Mode lässt dieser Spezialist viele bezaubernde Echos, Reverbs und Modulationseffekte entstehen. Extremes Drifting und nerdige Lo-Fi-Sounds wie bei einigen anderen der hier vorgestellten Plugins tauchen zumindest unter den Presets nicht auf. Satin ist daher erstaunlich oft verwendbar.

Nicht nur hochwertige Synthesizer, auch Effekte wie „Satin“ können bei u-he begeistern.

Hier geht es zur Produktseite des Herstellers und hier zum Thomann Webshop . Preis u-he Satin: 124 Euro.

Chow DSP ChowTapeModel

Natürlich gibt es noch einen Freeware-Tipp für Mac OSX, Windows und Linux. Er lautet ChowTapeModel und ging aus einer Studie an der Stanford University hervor. Emuliert wird die Bandmaschine Sony TC-260 – und das auch ziemlich überzeugend. Das Plugin gibt es übrigens ebenso fürs iPad und es ist außerdem in PluginGuru Unify enthalten.

Ein Freeware-Tipp lautet Chow TapeModel.

Hier geht es zur Produktseite des Herstellers. Preis: kostenlos

Unsere Audio Demos der Lo-Fi Sound Effekte

Audio Samples
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== E-Piano Akkorde unbearbeitet == XLN Audio RC-20 Preset „Vinyl 1“ Ghz Vulf Compressor Preset „Sad Wurli“ Ghz Wow Control Preset „Microwaved Demo Tape“ uJam Finisher Retro Preset „Dream Catcher“ D16 Group Decimort 2 Preset „Below the Threshold“ Baby Audio Super VHS, kein Preset Klevgrand DAW Cassette, kein Preset AudioThing Vinyl Strip, Preset „LoFi“ u-he Satin, Preset „SM Slight Add 4 Pads“ Chow Tape Model, Preset „Slighty Wobbly“

Nur am Rande: Sounds und Loops für Lo-Fi Sound

Natürlich gibt es auch klassische Presets, Loops und Samples für den Lo-Fi-Sektor. Einige Angebote sollte man kennen und auch einmal nutzen 

Der deutsche Sampling-Spezialist Ueberschall bietet in seinem umfangreichen Sortiment so einige spannende Kollektionen in puncto Lo-Fi. Neben Construction Kits mit allen Elementen für eine Produktion bekommt man auch speziellere Instrumental Features. Die einzelnen Loops lassen sich leicht mit dem Elastik Player genießen und schnell in Tempo, Skala oder Tonart an den Song anpassen. Neben „LoFi Lounge“ und „LoFi Beats“ bewähren sich ebenso Artikel, bei denen das Kürzel „LoFi“ nicht explizit im Produktnamen erscheint. Zur Orientierung haben wir einige Produkte zusammengestellt:

Lo-Fi Fazit

Sicherlich lassen sich noch weitere Produkte für den Lo-Fi-Genuss finden. Letztlich ist es aber besser, seine Zeit mit dem Musikmachen zu verbringen. Mit diesem üppigen Aufgebot an Software lassen sich entspannt coole Lo-Fi-Tracks produzieren. Dabei sollte man das Lo-Fi Tuning aber nicht überstrapazieren – denn das ist eigentlich ein „akustischer Kunstgriff“. Ein guter Track setzt schließlich auf eine ausgewogene Balance zwischen Lo-Fi-Spuren und brillanten Elementen, die meist den nötigen Punch liefern und Transparenz schaffen – viel Spaß beim Produzieren!

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von Matthias Sauer

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