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Spitfire Audio LABS Test

Wenn man da angekommen ist, wo sich Spitfire Audio befindet, möchte man gerne etwas zurück geben. Der britische Sample-Library-Hersteller um Christian Henson und Paul Thomson hat es in den letzten Jahren mit seinen hervorragenden Sample-Libraries an die Spitze des Marktes geschafft und sagt Danke. 

Spitfire_Audio_LABS_B01_Test


Aber nicht irgendwie, sondern natürlich mit einem kostenlosen Instrument, einer Mischung aus Sample-Player und Plugin. LABS ist aber nicht nur für Kunden von Spitfire Audio erhältlich, einfach jeder kann das Instrument sein Eigen nennen. Wir stellen uns deshalb die Frage: Wie gut ist LABS? 
Noch mehr kostenlose Plug-ins findet ihr in unserem großen Freeware Software Synths und Plug-ins Special.

Details & Praxis

Allgemeines

Bei LABS setzt Spitfire Audio auf die eigene Plugin-Plattform, die man schon von verschiedenen anderen Libraries der Marke her kennt, damit wirklich jeder in den Genuss des Freeware-Instrumentes kommen kann, unabhängig davon, ob man eine Kontakt-Lizenz besitzt, oder nicht. Zuerst muss aber die Spitfire-App installiert werden, die man direkt auf der Seite des Herstellers bekommt. Darüber werden dann das Plugin und die verschiedenen LABS-Instrumente installiert und verwaltet. LABS läuft ab Windows 7 und macOS 10.10, in den Formaten VST2, VST3, AAX und AU, in 32- und 64-Bit.  

Konzept und GUI

Auch wenn die schicke Form des eigenen Plugins mehr suggeriert, ist LABS im Kern eigentlich ein simpler Sample-Player. Das GUI ist deshalb auch schlicht und aufgeräumt. Es beinhaltet drei Fader und einen Taster. Der Fader ganz links steht für Expression, damit lässt sich die Lautstärke des Instruments innerhalb der Master-Volume verändern. Der Fader in der Mitte regelt die Dynamics, damit kann man die mögliche Dynamik eines Instruments eingrenzen, bzw. zwischen den implementierten Velocity-Layers crossfaden. Der gebogene Fader auf der rechten Seite des GUIs steuert als Default-Setting den implementierten Reverb, der Taster bietet bei manchen Instrumenten weitere Parameter, die dann ebenfalls über diesen Fader gesteuert werden können.

Das schlichte GUI von LABS.
Das schlichte GUI von LABS.

Momentan besteht LABS aus 31 Instrumenten: 

  • Frozen Strings
  • Soft Piano
  • Strings
  • Trumpet Fields
  • Electric Piano
  • Choir
  • Textural Pads
  • Modular Pianos
  • Hand Bells
  • Scary Strings
  • Moon Guitar
  • Strings 2
  • Wurli
  • London Atmos
  • Granular Whalesong
  • Amplified Cello Quartet
  • Guitar Harmonics
  • Rare Groove Piano
  • Monochord
  • Charango
  • Mandolin
  • Opia
  • Sleigh Bells
  • Artic Swells
  • Tundra Atmos
  • Drums
  • Peel Guitar
  • Piano Pads
  • Synth Pads
  • Dulcimer Pedalpads
  • Musicbox

Jedes Instrument bietet verschiedene Presets, manchmal ist es nur ein einziges, es gibt teilweise aber auch 13 und mehr. Alle Inhalte werden über das Drop-Down-Menu neben dem Firmenlogo verwaltet und lassen sich über die Kategorien Piano, Drums, Keys, Synth, Guitar, Acoustic Guitar, Electric Guitar, Vocals, Brass, Percussion, Tuned Percussion, Strings, Violin, Cello und Experimental filtern. Starred bezieht sich auf User-Favoriten, jedes Preset kann nämlich über den kleinen Stern links vom Namen dieser Kategorie zugeordnet werden um dann leichter und schneller gefunden zu werden. 

Die implementierten Instrumente und Presets können im Browser auch gefiltert werden.
Die implementierten Instrumente und Presets können im Browser auch gefiltert werden.

Sound

Die Sound-Qualität von LABS ist hervorragend. Natürlich gibt es ein paar Presets, die nicht vollständig überzeugen, aber man hört deutlich, dass die Sounds von Profis angefertigt wurden und der Großteil durchaus in kostenpflichtigen Spitfire-Libraries auftauchen könnte. Aber hört selbst.
In der Kategorie Piano erwartet uns als erstes das berühmte Soft Piano, berühmt deshalb, weil das Instrument mit Felt-Pedal für einen der ersten Sample-Gehversuche von Firmengründer Christian Henson genutzt wurde. Für LABS wurde es dann später noch einmal neu gesampelt und das zu Recht, der charaktervolle Klang weiß immer noch zu überzeugen. Auch das Electric Piano und das Wurlitzer können sich hören lassen, allerdings klingt gerade beim Wurlitzer der Sprung von einer in die nächste Velocity-Layer manchmal etwas unorganisch. Beispiel vier zeigt ein Preset aus den sogenannten Piano Pads, und damit betreten wir offiziell die Welt der Soundtracks. Ein toller Sound.    

Audio Samples
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01 Soft Piano 02 Electric Piano Chorus 03 Wurli DI 04 Piano Pads Radio

Es ist zwar nur ein Drum-Kit bei LABS dabei, das klingt aber wirklich gut und realistisch. Leichte Abzüge gibt es höchstens beim Crash-Becken, am Ende des Loops, denn das klingt irgendwie künstlich.
Überrascht war ich von den Synth-Sounds, zum einen, dass es sie in LABS überhaupt gibt, zum anderen, wie gut sie klingen. Alle vier Beispiele liefern Atmosphäre satt und könnten durchaus aus einem Film-Soundtrack stammen. 

Audio Samples
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05 Drums 06 Textural Pads Cyclosa 07 Modular Pianos 1 Granular Piano 08 Piano Pads Water Organ 09 Synth Pads Pad 0006

Die akustischen Gitarren klingen durchaus realistisch, müssen aber über das Keyboard sehr dynamisch eingespielt werden und sind wahrscheinlich besser für Einwürfe, Akzente und One-Shots geeignet, als für komplette Takes. Das Gleiche gilt für die elektrische Gitarre, von der es nur eine gibt.  
Auch in der Kategorie Vocals gibt es bislang nur ein Preset, aber das hat es in sich. Es dürfte aus den Sample-Aufnahmen rund um die Library „Eric Whitacre Choir“ stammen und klingt als Pad sehr überzeugend.
Auch die Kategorie Brass teilt ein ähnliches Schicksal, wie die Gitarren-Sounds. Der Klang ist absolut realistisch, die Presets in Kompositionen einzusetzen könnte allerdings nicht leicht werden. In dieser Kategorie fand ich besonders die kreativen Klänge interessant. Und auch das Xylophon, Sleigh Bells genannt, wurde sehr realistisch gesampelt und bietet sehr viel Charakter. 

Audio Samples
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10 Moon Guitar Ensemble Trems 11 Peel Guitar Peel Guitar Ensemble 12 Choir 13 Trumpet Fields Cautious Mute Sails Hoisted 14 Hand Bells Hand Bells

Die Streicher-Presets klingen natürlich hervorragend, wie könnte es bei Spitfire Audio auch anders sein. Dabei gibt es nicht nur cleane Streicher-Sounds, sondern auch bearbeitete Pad-Sounds, mit Bewegung und viel Atmosphäre. Und dann ist da noch die Kategorie Experimental, die uns auf Fantasiereisen schickt.  

Audio Samples
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15 Frozen Strings Super Sul Tasto Cello 16 Strings 2 Swells Ensemble 17 Scary Strings Sustain 18 Strings Long 19 Tundra Atmos Sevastopol 20 Artic Swells Decay 21 Granular Whalesong Submerged

Fazit

LABS von Spitfire Audio ist ein besonderes Freeware-Tool. Die Soundqualität ist top, denn viele der Sounds stammen wahrscheinlich aus den Produktionen hochwertiger Sample-Libraries. Der Chor und die Streicher-Sektion klingen super und viele der Pad-Sounds erzeugen schon alleine eine tolle Atmosphäre, der man oft gar nichts mehr hinzufügen möchte. Außerdem besteht LABS bereits jetzt aus 31 Instrumenten und wird zusätzlich ständig erweitert. Da ist auf jeden Fall für jeden was dabei, also ladet euch das Teil runter!

Pro
  • super Sound
  • bereits 31 Instrumente und wird ständig erweitert
  • übersichtlich und somit leicht zu bedienen
  • skalierbares GUI
Contra
  • keines
Features
  • Sample-Player in Form des hauseigenen Plugins
  • Drei Regler für Expression, Dynamics und Hall
  • Enthält bis jetzt 31 Instrumente und wird stetig erweitert
  • kann über die Spitfire-App heruntergeladen werden
Preis
  • Spitfire Audio LABS: kostenlos

Unser Fazit:

Sternbewertung 5,0 / 5

Pro

  • super Sound
  • bereits 31 Instrumente und wird ständig erweitert
  • übersichtlich und somit leicht zu bedienen
  • skalierbares GUI

Contra

  • kein Contra
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Spitfire Audio LABS Test
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von Tobias Homburger

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