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Orchestral Tools Layers Test

Die Qualität der Orchester-Libraries ist in den letzten Jahren exponentiell angestiegen, das zeigen zum Beispiel unsere Tests von Spitfire-Libraries wie Symphony Complete oder auch BBC Symphony Orchestra Discover. Allzu oft wird aber ein deutscher Hersteller orchestraler Produkte vergessen, obwohl dessen Berlin-Serie längst zum Standard für Komponisten gehört: Orchestral Tools. Deren neustes Werk namens Layers ist sogar Freeware.

Orchestral_Tools_Layers_B01_Test

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Details & Praxis

Allgemeines

Layers funktioniert nur im hauseigenen Sampler namens SINE Player. Und zugegeben, die Installation von Freeware war schon mal leichter. Als erstes muss man einen Account auf der Seite des Herstellers erstellen und im Zuge dessen einige Daten von sich preisgeben. Nach Download und Installation des SINE Players muss dieser auch noch online aktiviert werden. Im Anschluss wird dann die Library Layers direkt aus dem Player heraus heruntergeladen und dann kann es losgehen.    
Den SINE Player gibt es in den Formaten VST und AU für macOS ab Version 10.13 und ab Windows 10, Windows 7 wird offiziell nicht unterstützt, eine Kompatibilität muss also selbst überprüft werden.  

Konzept und GUI

Die Sounds und Samples von Layers wurden in den Teldex Studios in Berlin recorded und können über den SINE Player genutzt werden. Die Library beinhaltet vier Instrumenten-Kategorien: Orchestra, Woodwinds, Brass und Strings. Für jede Kategorie stehen wiederum mehrere Mikrofonpositionen wie zum Beispiel Close, Tree oder Surround zur Verfügung, die über den Mixer ausgewählt werden können.  

Um Layers zu nutzen, braucht man den hauseigenen SINE Player.

Sound

Der Sound von Layers ist einfach unglaublich, soviel steht fest. Beim folgenden Beispiel kamen drei Instrumente zum Einsatz. Die Basis bildet das ganze Orchester, bei dem über das Modulationsrad nicht etwa einfach nur die Lautstärke ansteigt, es werden außerdem Holz- und Blechbläser hinzu gemixt. Das sorgt für extrem viel Druck, allerdings fällt der Unterschied zwischen den leisen und lauten Stellen sehr groß aus und müsste in einer Produktion wahrscheinlich zusätzlich automatisiert werden. Hinzu kommen im Beispiel zwei weitere Spuren, die tiefen Unison-Streicher für einen satten Bass und Staccato-Holzbläser für kleine rhythmische Akzente. Die tonale Bewegung entsteht durch die Nutzung der verschiedenen Umkehrungen des gleichen Akkordes. Hört einfach selbst.  

Audio Samples
0:00
01 Orchestral Tools Layers

Fazit

Klanglich überzeugt Layers von Orchestral Tools total und kann mit jeder anderen professionellen Library da draußen locker mithalten. Die Streicher klingen weich, die Holzbläser knackig und die Blechbläser beißen in der lauten Velocity-Layer tierisch zu. Das Chord-System ist besonders praktisch, wenn man sich nicht wirklich mit Orchestrierung auskennt oder man einen Orchester-Track schnell mit fertigen Elementen füllen möchte, ohne sich erst in das Thema einlesen zu müssen. Das Interface des SINE Players ist übersichtlich, nach ein paar Minuten findet man sich gut zurecht und eine CPU-Auslastung ist quasi nicht vorhanden. Volle fünf Sterne! 

Pro

  • top Klang
  • durch Chord-System leicht einzusetzen von Produzenten jeglicher Stilistik
  • CPU-Auslastung quasi nicht vorhanden
  • skalierbares GUI

Contra

  • Registrierung, Download und Aktivierung fallen ein wenig umständlich aus

Features

  • Orchester-Instrument
  • bietet gesampelte Akkorde, Flächen und Texturen
  • vier Instrumenten-Gruppen: Orchestra, Woodwinds, Brass und Strings mit verschiedenen Artikulationen
  • verschiedene und mit einander mischbare Mikrofonpositionen
  • läuft nur über dem hauseigenen und ebenfalls kostenlosen SINE Player

Preis

  • Orchestral Tools Layers: kostenlos
Unser Fazit:
Sternbewertung 5,0 / 5
Pro
  • top Klang
  • durch Chord-System leicht einzusetzen von Produzenten jeglicher Stilistik
  • CPU-Auslastung quasi nicht vorhanden
  • skalierbares GUI
Contra
  • Registrierung, Download und Aktivierung fallen ein wenig umständlich aus
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Orchestral Tools Layers Test
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von Tobias Homburger

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