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Die besten Gitarren-Soli – Eric Clapton – Crossroads – Workshop

In dieser Folge möchte ich euch ein Eric Clapton-Solo vorstellen, das für viele als wegweisender Meilenstein seines Spiels angesehen wird, nämlich das des Stückes “Crossroads” aus dem Jahre 1968. Ursprünglich stammt der Titel aus der Feder von Robert Johnson und wurde erstmalig 1936 aufgenommen, damals noch unter dem Titel “Cross Road Blues”. Ab 1966 war das Stück Teil des Live-Repertoires von Cream.

(Bild: © Universal Music)
(Bild: © Universal Music)


Dafür schrieb Eric Clapton ein eigenes, sehr rockiges binäres Riff zu dem Blues und drückte dem Stück damit gehörig seinen eigenen Stempel auf. Übrigens lehnt sich <b>John Mayer</b> auf dem Album “Battle Studies” sehr stark an die Clapton Version an! Releast wurde die Cream-Version auf dem Album “Wheels of Fire” aus dem Jahre 1968. Hierbei handelt es sich um ein Doppelalbum, von dem die erste Platte im Studio und der zweite Longplayer am 8. und 10. März 1968 live in San Francisco aufgenommen wurde.

An Equipment setzte Clapton in dieser Periode auf seine 1967 erworbene Gibson SG mit einer psychedelischen Fool-Grafik, eine Gibson ES 335 oder Les Paul Modelle. Sehr naheliegend erscheint jedoch, dass für die Liveaufnahme die SG zum Einsatz kam. Clapton stand auf einen eher warmen, dunkleren Ton, was ihn auch dazu bewog, den Tonregler der Gitarre herunterzudrehen und die Zwischenstellungen der Pickups verstärkt einzusetzen, ein Sound, dem Clapton auch den Namen “Woman Tone” gab. Für Crossroads benutze er wohl die Mittelstellung der Tonabnehmer, drehte jedoch den Volume-Regler des Halspickups etwas zurück. An Amps verwendete er häufig 100W-Ausführungen des Marshall JTM45 mit KT66 Röhren, für das Live-Recording am 10. März 1968 kam jedoch wohl ein 100 Watt Marshall Superlead Tremolo-Amp mit KT66-Röhren zum Einsatz, wobei sich Eric in den “Normal”-Channel einstöpselte.

Harmonisch handelt es sich bei Crossroads um eine 12-taktige Bluesform in A, die jedoch nicht geshuffelt, sondern im geraden Achtelfeel, also binär, gespielt wird. Eric spielt beim ersten Solo zwei Bluesformen und mischt sehr elegant die A-Bluesscale mit der A-Dur Pentatonik.

Audio Samples
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Crossroads – Original Crossroads – Playback

Um Erics Sound nachzukommen, solltet ihr eine britische Zerre wählen, wobei vor allem Marshall JTM 45 Modelle für den Cream-Sound prädestiniert sind. Ein Gitarre mit zwei Humbuckern, die ihr in der Zwischen- oder Halsposition spielt, wäre ideal, aber auch mit Singlecoil-Modellen lässt sich gut arbeiten, wenn man etwas mit dem Volume- und Tone-Regler experimentiert. Die Aufnahmen wurden damals oft mit einem Plattenhall versehen, um etwas Raumklang zu erhalten, denn die alten Marshalls kamen noch ohne Reverb aus. Hier ein Vorschlag meinerseits:

Soundsetting mit UAD-PlugIn
Soundsetting mit UAD-PlugIn

Wer sich noch mehr mit Erics Spiel beschäftigen will, der findet nachfolgend ein komplettes Eric Clapton Play Alike mit viel Hintergrundinfo und Tabs!

Und nun viel Spaß mit Crossroads!

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(Bild: © Universal Music)

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von Haiko Heinz

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