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Test
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28.05.2018

Walrus Audio Deep Six Test

Kompressor Effektpedal

1176 im Pedalformat

Mit dem Walrus Audio Deep Six Kompressor hat der amerikanische Boutique-Hersteller ein Effektpedal im Sortiment, dessen Klanggestaltung sich laut Produktinformation am legendären Universal Audio 1176 Studiokompressor orientiert. Was die Bedienung anbelangt, stand allerdings eher der MXR Dynacomp Pate - ein Grund, dass unser Testkandidat recht einfach zu bedienen sein soll.

Zwar stehen zu diesem Zweck doppelt so viele Regler wie beim Dynacomp zur Verfügung, aber das muss nicht unbedingt ein Nachteil sein - im Gegenteil. Ob die Symbiose aus Studiokompressor im Pedalformat mit simpler Bedienung gelungen ist, erfahrt ihr im folgenden Test.

Details

Gehäuse/Optik

Der Deep Six kommt im Standard-Pedalformat mit den Maßen 70 x 121 x 56 mm (B x T x H) in einem robusten Metallgehäuse in Türkis und einer roten Taucher-Grafik auf der Oberseite. Unser Testmodell trägt noch die ältere Zeichnung - bei der aktuellen Grafik nimmt der Taucher einen größeren Bildausschnitt ein, aber technisch sind beide Versionen hundertprozentig identisch.

Die Anschlüsse sind seitlich geparkt, der Eingang rechts und der Ausgang links. Den Anschluss für das Netzteil findet man an der Stirnseite, hier kann das Pedal mit einem Standard-9V-Netzteil gespeist werden. Dabei spielt die Polarität keine Rolle, denn der Deep Six hat einen internen Polaritätswandler. Dort wird auch die Spannung auf 18 Volt hochgeschraubt, um noch mehr Headroom zur Verfügung zu haben. Das Pedal lässt sich alternativ auch mit einer 9V-Batterie betreiben, zum Wechsel muss die Bodenplatte mit vier Schrauben gelöst werden, aber das wird wahrscheinlich nicht in kurzen Intervallen nötig sein, denn das Pedal hat eine Stromaufnahme von lediglich 8,9 mA.

Die Bedienelemente findet man wie gewohnt auf der Oberseite, und zwar vier Regler, einen Fußtaster und die dazugehörige Status-LED. Die Bodenplatte ist komplett glatt, es kann also großflächig Klettband zur Befestigung im Pedalboard aufgeklebt werden. Über die vier Gehäuseschrauben lassen sich auch Mounting-Plates befestigen und wer das Pedal nicht im Board benutzen möchte, für den sind vier aufklebbare Gummifüße im Lieferumfang.

Bedienung

Mit dem Level-Regler wird die Gesamtlautstärke des Effekts eingestellt, mit Sustain der Grad der Kompression und der Attack-Regler bestimmt, wie schnell der Kompressor anspricht - je höher der Wert, desto schneller. Der Blend-Regler justiert das Mischungsverhältnis zwischen Direkt- und Effektsignal, sodass mit dem Pedal auch eine parallele Kompression erzeugt werden kann, was eine ganze Menge an Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Ist er zum Beispiel komplett nach links gedreht wird, ist lediglich das Direktsignal zu hören, die Einstellungen von Sustain und Attack haben keine Auswirkungen, aber der Level-Regler schon. Dadurch ist in dieser Einstellung das Pedal auch als Booster nutzbar, wenn der Level weiter aufgedreht wird. Im Praxisbereich werdet ihr gleich mehr dazu erfahren und hören.

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