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05.07.2019

Klavier kaufen – der große Kaufberater

Worauf es beim Klavierkauf ankommt und was man wissen muss

Welches Klavier ist das Richtige für mich?

Die Anschaffung eines Klaviers ist eine besondere Angelegenheit, kauft man ein solches Instrument vielleicht nur einmal im Leben. Hier muss man sich über die eigenen Anforderungen bewusst sein und auch das Marktangebot, was Hersteller, Größe und Ausführung des Instruments betrifft, sollte man kennen. Diese Kriterien bestimmen letztendlich den Preis.

Somit ist die Anschaffung eines Klaviers recht aufwendig. Alleine die Größe des Instruments, der benötigte Stellplatz und selbst der Transport des Instruments können den Käufer schon einschüchtern. Selbst ein elektronisches Piano mit 88 Tasten kann man schlecht einfach unter den Arm klemmen und nach Hause tragen, von einem akustischen Instrument ganz zu schweigen.

Wenn du dir ein Klavier anschaffen möchtest, ist es wichtig, dass du weißt, worauf es bei einem Kauf ankommt und wie du herausfindest, welches Instrument das richtige für dich ist. In unserem großen Kaufberater helfen wir dir mit all deinen Fragen, damit dein Klavierkauf sinnvoll geplant werden kann.

Quick Facts: Klavierkauf

Welche Arten von Klavieren gibt es?

Es gibt akustische und elektronische Klaviere. Bei akustischen Klavieren und Flügeln wird ein Hammer, durch die Tastatur ausgelöst, gegen eine Saite geschleudert, dadurch entsteht der Ton. Elektronische Pianos spielen wie Keyboards Klänge aus ihrem internen Speicher ab. Hierbei unterscheidet man zwischen Digitalpianos für zuhause und Stagepianos für die Bühne.

Welches Klavier passt am besten zu mir?

Akustische Klaviere eignen besonders gut zum Üben und Spielen klassischer Musik oder Jazz und stellen das klangliche Optimum ihrer Gattung dar. In einer Mietwohnung kann ein solches Instrument allerdings sehr laut werden. Für diesen Fall sind elektronische Pianos, wie das Digitalpiano, oft flexiblere Partner, da sie in der Lautstärke geregelt, oder mit Kopfhörer betrieben werden können. Wer in einer Band spielen möchte, sollte sich ein Stagepiano ansehen. Alle elektronischen Pianos lassen sich auch gut in Produktionsumgebungen einbinden.

Kann man ein Klavier gebraucht kaufen?

Grundsätzlich spricht nichts gegen den Kauf gebrauchter Instrumente. Akustische Klavier und Flügel kauft man allerdings am besten über einen Klavierbauer. Als Laie kann man Beschädigungen dieser komplexen Instrumente leicht übersehen. Bei elektronischen Pianos ist besonders der allgemeine Zustand des gebrauchten Instruments wichtig und dass das Instrument selbst, alle Tasten und Bedienelemente des Geräts funktionieren.

Wie viel muss man für ein Klavier oder einen Flügel ausgeben?

Akustische Klaviere kann man gebraucht bereits ab ca. 2.000 €, neu ab ca. 3.000 € erhalten. Kleine Stutzflügel werden neu und gebraucht für ca. 8.000 € angeboten. Für größere Instrumente und Luxusausführungen können auch Preise in sechsstelliger Höhe verlangt werden. Stagepianos sind ab ca. 300 €, Digitalpianos ab etwa 400 € erhältlich.

Worauf muss ich bei der Entscheidung für ein Instrument achten?

Neben dem Verwendungszweck, dem Aufstellungsort und dem verfügbaren Budget, sind vor allem Akustik und Haptik wichtig. Ein Instrument sollte gute klangliche Eigenschaften bieten und das eigene Spielgefühl so genau wie möglich umsetzen.

Wie finde ich das beste Instrument für mich?

Durch das Internet ist selbst das Thema Klavierkauf wesentlich einfacher geworden, als es früher einmal war. In kürzester Zeit findet man im Netz die unterschiedlichsten Hersteller, Modelle und Angebote. Es gibt jede Menge Online-Händler, aber auch das Musikhaus um die Ecke hat sicherlich eine Internetpräsenz, auf der du dich schon einmal informieren kannst. Selbst Klavierbauer, die ja auch Klaviere an- und verkaufen, bieten auf deren Homepages Instrumente an. Und dann gibt es natürlich auch noch Plattformen wie z. B. ‚EBay‘, auf denen private Verkäufe gebrauchter Instrumente getätigt werden.

Zunächst musst du aber die erste wichtige Entscheidung treffen: 

Soll es ein akustisches Klavier oder ein elektronisches Piano sein?

Die wichtigste Frage überhaupt ist die, welche Tonerzeugung dein neues Instrument haben soll, denn man unterscheidet zwei verschiedene Arten von Klavieren.

Bei einem „akustischen“ Klavier wird der Ton mechanisch erzeugt. Der Druck einer Taste lenkt diese Bewegung über eine komplizierte Mechanik so um, dass ein mit der Mechanik verbundener kleiner Hammer auf die korrespondierende Saite schlägt. Diese wird dadurch in Schwingung versetzt und die Saitenschwingung wird vom Resonanzboden aufgegriffen und akustisch verstärkt. Erst dadurch erhält der erzeugte Ton der Saite seinen Klang und seine Lautstärke.

In unserem Artikel „Wie funktioniert ein Klavier?“ kannst du ausführlich nachlesen, wie ein Klavier aufgebaut ist und wie der Ton entsteht.

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Beim elektronischen Piano hingegen wird der Klang völlig anders erzeugt. Der Hersteller des Instruments nimmt ein akustisches Instrument digital auf (Fachbegriff: Sampling), oder erzeugt diese Klänge synthetisch, bearbeitet und speichert diese Klänge auf einem Computerchip. Kleine Sensoren registrieren dann beim Spielen die Bewegung einer Taste und lösen in der Folge die Tonerzeugung aus. Der Klang wird dann an die Lautsprecher weitergegeben, durch die der Ton hörbar wird. Genau deshalb braucht man für ein elektronisches Piano auch immer Strom.

Im Bereich der elektronischen Pianos existieren zwei Arten von Pianos: Die erste Art sind die Digitalpianos. Diese Instrumente erinnern optisch an akustische Exemplare und sind besonders gut für zuhause geeignet. Oft in Holzoptik gestaltet, verfügen sie über ein Untergestell und bieten - je nach Preisklasse -  auch keine besonders aufwendige technische Ausstattung. Diese Instrumente sind bereits ab ca. 400 € - 500 € erhältlich.

Dann gibt es noch die  Stagepianos. Gemacht für den Einsatz auf der Bühne, werden sie meist ohne Unterbau hergestellt, befinden sich oft in schwarzen Kunststoffgehäusen und haben selten Lautsprecher an Bord. Wen die Optik und die Tatsache nicht stören, dass man sich dafür noch einen Keyboardständer besorgen muss, erhält im Vergleich zu einem Digitalpiano bei gleichem Preis meist das bessere Instrument. Preislich startet diese Kategorie in Regionen um 300 €. Wer in einer Band spielt, greift aufgrund der Mobilität praktischerweise auf ein Stagepiano zurück.    

Klavier oder Flügel? Wo sind die Unterschiede?

Der auffälligste Unterschied zwischen einem akustischen Klavier und einem Flügel ist die Größe beider Instrumente. Während im direkten Vergleich das Klavier noch recht kompakt erscheint, benötigt man für einen Flügel einen großen Stellplatz. Auch im mechanischen Aufbau unterscheiden sie sich deutlich, was man versteht, wenn man die Tonerzeugung beider Instrumente einmal näher betrachtet:

Beide Instrumente verwenden Saiten, um Töne zu erzeugen. Damit die Saiten in Schwingungen gebracht werden können, müssen sie - befestigt in einem Rahmen - unter Spannung gebracht werden, wodurch sie auf den Rahmen einen immensen Druck, oder Zug ausüben.

In einem modernen akustischen Instrument wird dazu ein gusseiserner Rahmen verwendet. Den haben Klavier und Flügel zwar gemeinsam, aber dieser Rahmen ist in beiden Instrumenten anderes angeordnet. Bei einem Klavier steht der gusseiserne Rahmen aufrecht, daher kommt auch die englische Bezeichnung für ein Klavier ‚Upright Piano‘, oder ‚aufrechtes Klavier‘ zustande. Die Hämmer liegen vor den Saiten und schlagen diese demnach horizontal an.

Bei einem Flügel hingegen liegt der Rahmen horizontal im Instrument und die Mechanik befindet sich unterhalb der Saiten, deswegen schlagen die Hämmer beim Spielen nach oben. 

Im Gegensatz zu einem Klavier werden beim Flügel wesentlich längere Saiten verwendet, was den Größenunterschied beider Instrumente deutlich macht. Durch die längeren Saiten, dem damit verbundenen größeren Resonanzboden und dem riesigen Gehäuse, klingt der Flügel wesentlich voller und auch lauter, als das akustische Klavier.

Ein weiterer Unterschied zwischen Klavier und Flügel ist der Preis. Ein Flügel ist in der Regel wesentlich teurer als ein Klavier. Natürlich gibt es auch kleine und dadurch recht günstige Flügel, gerade, wenn man ein gebrauchtes Instrument kauft. Und natürlich kann man auch bei einem Klavier eines bekannten Herstellers sehr viel Geld ausgeben. In der Regel ist ein Flügel aber teurer, für den man auch eine bis zu sechsstellige Summe ausgeben kann.

Soll ich mich für ein akustisches oder ein elektronisches Klavier entscheiden?

Diese Entscheidung ist von vielen Faktoren abhängig, der wichtigste Faktor ist zunächst dein Budget. Grundsätzlich gibt es, die Kosten betreffend, aber natürlich große Unterschiede zwischen diesen Instrumententypen, wie gerade festgestellt.

An dieser Stelle solltest du dir klar machen, dass ein gutes Instrument noch keinen guten Pianisten macht. Wenn du Anfänger bist, und mit deinem Spiel noch nicht zufrieden bist, kann dir auch ein teurer Flügel nicht weiterhelfen. Auch ich habe am Anfang meiner Musikausbildung schlechte Leistungen auf das Instrument geschoben. Dann spielte der Lehrer das gleiche Stück auf dem gleichen Klavier und es klang absolut fantastisch. Ein teures Instrument macht einfach mehr Spaß, beim Üben maskiert es aber auch Schwächen deines Spiels.

Der nächste wichtige Punkt bei der Wahl (d)eines Instrumententyps ist der zukünftige Aufstellort. Ein Flügel ist ein sehr lautes Instrument und für eine normale Mietwohnung meistens völlig überdimensioniert. Außerdem benötigt man dafür relativ viel Stellplatz. Ein Klavier dagegen ist deutlich platzsparender, im Normalbetrieb etwas leiser und kann mit dem mittleren Pedal, falls vorhanden, in den ‚Leise-Modus‘ versetzt werden.

Dabei schiebt sich zwischen Hammer und Saite eine dünne Schicht Filz, wodurch das Klavier deutlich leiser wird. Beim elektronischen Piano ist das natürlich noch viel einfacher, denn man kann die Lautstärke regeln, oder man verwendet einfach einen Kopfhörer. Gerade wer viel übt, sollte bei der Wahl seines Instruments auch an die Nachbarn denken.   

Wieviel man für ein Klavier, einen Flügel oder ein elektronisches Piano ausgeben muss, schauen wir uns später noch genauer an.

Im nächsten Schritt solltest du wissen, was du mit deinem neuen Instrument vor hast. Ein akustisches Klavier oder ein Flügel sind konstruktionsbedingt recht schwer. Im Eigengewicht wesentlich leichter ist die Gattung der elektronischen Pianos. Wer schon einmal versucht hat, sein akustisches Klavier ein bisschen zur Seite zu rücken, weiß genau, wovon ich spreche. Der Transport zur Bandprobe oder auf die Bühne ist damit ausgeschlossen. Willst du also an verschiedenen Orten musizieren, bist du mit einem elektronischen Piano, sei es ein Digitalpiano oder ein Stagepiano, besser bedient.

Interessierst du dich über das Klavierspiel hinaus auch für Komposition, Arrangement und Musikproduktion, bietet die elektronische Variante auch andere Vorteile. Digitalpianos und Stagepianos haben neben Klavier- und Flügelklängen noch weitere Sounds an Bord. So kannst du eine Bach-Fuge z. B. auch mit einem Orgelklang oder einem Streicher-Ensemble spielen. Oder du schließt es an (d)einen Computer an, um Stücke einzuspielen, Noten nachträglich zu bearbeiten und zum Schluss Aufnahmen deiner Kreativität zu erstellen. 

Und auch, wenn das der ein oder andere Klavierschüler nicht so gerne hört, auch das Übe- und Spielpensum sollte man beim Kauf berücksichtigen. Wer mit seiner Motivation und Disziplin kämpfen muss, sollte sich eine kostspielige Anschaffung lieber zweimal überlegen. Darum gilt die Devise: Lieber klein anfangen und bei entsprechendem Arbeitsaufwand und Erfolg dann irgendwann upgraden. Tipps zu diesem Thema findest du hier

Wie kommt das neue Instrument in die Wohnung?

Und auch der Transport des Instrumentes sollte in deinen Überlegungen eine Rolle spielen. Akustische Instrumente müssen meist professionell geliefert werden, das kostet natürlich etwas. Wer den Transport eines akustischen Klaviers selbst vornehmen möchte, muss damit rechnen, sich selbst und auch das Instrument aufgrund des Gewichts, zu verletzen. Hilfreiche Tipps zum Transport von Klavieren kannst du hier lesen.

Was du zum sicheren Transport eines elektronischen Stagepianos benötigst, erfährst du hier.

Gebraucht oder neu kaufen?

Bei akustischen Instrumenten hängt es davon ab, von wem man das gebrauchte Instrument erwirbt. Ist der Verkäufer ein Klavierstimmer oder sogar Klavierbauer, kann man sich ziemlich sicher sein, dass das Instrument von Interesse technisch völlig in Ordnung ist. Und das ist bei einem Klavier oder Flügel von besonderer Wichtigkeit, gerade der Resonanzboden ist sehr empfindlich.

Diese sehr dünne und äußerst fragile Holzplatte sitzt hinter den Saiten und nimmt deren Schwingungen auf, um sie zu verstärken. Der Resonanzboden selbst steht für eine gute Übertragung der Schwingungen, wie die Saiten selbst, unter starker Spannung und wurde beim Bau des Klaviers mit dem Rest des Instruments verleimt. Ist der Resonanzboden beschädigt, ist der Klang stark beeinträchtigt und das Klavier damit kaum mehr zu gebrauchen.

Schaut man sich im Alleingang ein gebrauchtes Klavier an, muss darauf unbedingt geachtet werden. Außerdem kann es nicht schaden, sich auch einmal den Innenraum des Klaviers genau anzuschauen. Bei verrosteten und gerissene Saiten, verbogenen Stimmwirbeln, angebrochenen Hämmern, oder einem seltsamen Geruch, sollte man von einem Kauf absehen, denn eine nötige Reparatur wird kostspielig.

Aber auch bei elektronischen Pianos – egal ob Digitalpiano oder Stagepiano - kann so einiges kaputt gehen. Deshalb rate ich auch hier dazu, sich das Instrument außen und ggf. innen genauer anzuschauen. Ist die Tastatur in Ordnung? Funktionieren alle Knöpfe, Regler und die Lautsprecher? Ist das Gerät äußerlich gut in Schuss, oder gibt es viele Schrammen?

Im Endeffekt kann natürlich, trotz sorgfältiger Prüfung, in der Zeit nach dem Kauf auch etwas defekt werden, das ist nie auszuschließen. Man sollte aber nicht vergessen, dass man bei einem privaten Kauf die Verantwortung komplett alleine trägt. Je nach Zustand des gebrauchten Instruments muss sich das auch auf den Kaufpreis auswirken.

Wie viel muss man ausgeben?

Wer nach einem gebrauchten akustischen Klavier sucht, wird bei einem Klavierbauer bereits ab ca. 2.000 € fündig. Diese Instrumente sind in der Regel überholt, somit technisch in Ordnung, und für Anfänger durchaus geeignet. Klanglich sind diese,

gegenüber teureren Instrumenten, meist unterlegen. Wer mehr Geld ausgeben kann, sollte sich nach einem neuen Klavier umsehen, welche in Preisklassen bis zu 20.000 € angeboten werden. Interessiert man sich für diese Preisklasse, sollte man sich auch mal einen kleinen Flügel (Stutzflügel) ansehen- und hören. Ein neues Klavier gibt es bereits im Preisbereich zwischen 3.200 € und 3.700 €.

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Gebrauchte Flügel beginnen beim Klavierbauer preislich ab ca. 8.000 €. Nach oben gibt es dann fast keine Grenzen. Genau, wie bei neuen Instrumenten. Für einen neuen Stutzflügel sind ebenfalls ca. 8.000 € fällig. Ein größeres Instrument von Yamaha oder Steinway bekommt man ab ca. 30.000 €. Für einen Luxusflügel, wie den Bösendorfer Imperial 290, muss man ca. 170.000 € auf den Tisch blättern.

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Auch im Bereich der elektronischen Pianos ist die Preisspanne enorm. Während sich bei akustischen Instrumenten durch den steigenden Preis aber „lediglich“ der Klang und das Ansprechverhalten verbessern, steigt bei einem elektronischen Piano mit dem Preis auch der Funktionsumfang. Günstige Einsteigermodelle  in den Bereichen der Digital- und Stagepianos sind zwischen ca. 200 € und 400 € erhältlich.

Wie entscheide ich mich für ein bestimmtes Instrument?

Zuerst solltest du in Ruhe alle Faktoren bedenken. Muss es ein akustisches Instrument sein, oder darf es auch eine elektronische Ausführung sein? Klavier oder Flügel? Digitalpiano oder Stagepiano? Neu oder gebraucht? Was habe ich mit dem Instrument vor, wofür will ich es einsetzen? Und natürlich: Welches Budget steht mir zur Verfügung? Jetzt bist du schon fast am Ziel.

Im nächsten Schritt solltest du dir viele Instrumente anschauen und sie vor allem ausgiebig testen. Und dabei musst du dir die drei wichtigsten Fragen überhaupt stellen: Wie fühlt sich die Tastatur beim Spielen an? Wie klingt das Instrument? Und, kann ich mir vorstellen, die nächsten Jahre mit diesem Instrument zu musizieren?  

Achte intensiv auf den Klang, die Tastatur, und ob das Instrument deinem Spielgefühl folgt. Ist der Klang leise, wenn du leise spielst? Wie laut kannst du mit diesem Instrument spielen, wie gut setzt das Piano dynamisches Spielen um?

Bei einem elektronischen Piano achte auf den Klang der gebotenen Pianos. Ist es das, was du dir vorstellst? Wie klingen die anderen Sounds? Wie laut ist die Tastatur beim Spielen und wirken die Taster stabil?

Wenn du beim Spielen lächelst, ist das ein sehr gutes Zeichen, denn dann hast du offensichtlich Spaß, und Musik soll Spaß machen. Wenn du einmal die Chance hast, auf einem Bösendorfer Flügel zu spielen, wirst du wissen, was ich damit meine.

Frage den Händler oder Klavierbauer deiner Wahl einfach so lange, bis du alle Informationen hast, die dich sicher machen, eine Entscheidung zu treffen. Denke daran, dass du viel Geld in ein neues Instrument investierst und dass du dann über Jahre gesehen, viele Stunden an diesem Instrument verbringen wirst. Es muss also das richtige Klavier, Flügel oder elektronische Piano für dich sein. Deshalb solltest du dir die Zeit nehmen, die du brauchst, um dich zu entscheiden zu können.

Schlusswort

Vor dem Kauf eines Klaviers sollten viele Faktoren bekannt sein, denn der Kauf ist eine Investition. Zu den Faktoren gehört auch die Überlegung, ob es ein akustisches Klavier sein muss, oder auch ein Digitalpiano sein darf. Das ist wohl zunächst die wichtigste Entscheidung, die zu treffen ist. Dafür benötigt man Zeit, und die sollte man für das persönliche Ausprobieren des jeweiligen Instrumententyps nicht zu knapp bemessen.

Ich wünsche dir viel Erfolg beim Finden des perfekten Instruments für dich!

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