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11.09.2020

Klavier kaufen – der große Kaufberater

Wissenswertes zum Klavierkauf

Worauf man beim Klavierkauf achten sollte und was man wissen muss

Die Anschaffung eines akustischen Klaviers ist eine besondere Angelegenheit, kauft man ein solches Instrument vielleicht nur einmal im Leben. Hier muss man sich über die eigenen Anforderungen bewusst sein und auch das Marktangebot, was Hersteller, Größe und Ausführung des Instruments betrifft, sollte man kennen. Diese Kriterien bestimmen letztendlich den Preis.

Somit ist der Kauf eines Klaviers mit einigen Überlegungen verbunden. Alleine die Größe des Instruments, der benötigte Stellplatz und selbst der Transport des Instruments sind Dinge, an die man denken muss. Selbst ein elektronisches Piano – ein Digitalpiano - mit 88 Tasten lässt sich schlecht einfach unter den Arm klemmen und nach Hause tragen, von einem akustischen Instrument ganz zu schweigen. Wenn du dir ein Klavier anschaffen möchtest, ist es wichtig, dass du weißt worauf du bei einem Kauf achten musst und wie du herausfindest, welches Instrument das passende für dich ist.

In unserem großen Kaufberater helfen wir dir mit all deinen Fragen, damit dein Klavierkauf sinnvoll geplant werden kann.

Quick Facts: Klavierkauf

Welche Arten von Klavieren gibt es?

Es gibt akustische und elektronische Klaviere. Bei akustischen Klavieren und Flügeln wird ein Hammer, durch die Tastatur ausgelöst, gegen eine Saite geschleudert, dadurch entsteht der Ton. Elektronische Pianos spielen wie Keyboards Klänge aus ihrem internen Speicher ab. Hierbei unterscheidet man zwischen Digitalpianos für zuhause und Stagepianos für die Bühne.

Welches Klavier passt am besten zu mir?

Akustische Klaviere eignen besonders gut zum Üben und Spielen klassischer Musik oder Jazz und stellen das klangliche Optimum ihrer Gattung dar. In einer Mietwohnung kann ein solches Instrument allerdings sehr laut werden. Für diesen Fall sind elektronische Pianos, wie das Digitalpiano, oft flexiblere Partner, da sie in der Lautstärke geregelt, oder mit Kopfhörer betrieben werden können. Wer in einer Band spielen möchte, sollte sich ein Stagepiano ansehen. Alle elektronischen Pianos lassen sich auch gut in Produktionsumgebungen einbinden.

Kann man ein Klavier gebraucht kaufen?

Grundsätzlich spricht nichts gegen den Kauf gebrauchter Instrumente. Akustische Klavier und Flügel kauft man allerdings am besten über einen Klavierbauer. Als Laie kann man Beschädigungen dieser komplexen Instrumente leicht übersehen. Bei elektronischen Pianos ist besonders der allgemeine Zustand des gebrauchten Instruments wichtig und dass das Instrument selbst, alle Tasten und Bedienelemente des Geräts funktionieren.

Wie viel muss man für ein Klavier oder einen Flügel ausgeben?

Akustische Klaviere kann man gebraucht bereits ab ca. 2.000 €, neu ab ca. 3.000 € erhalten. Kleine Stutzflügel werden neu und gebraucht für ca. 8.000 € angeboten. Für größere Instrumente und Luxusausführungen können auch Preise in sechsstelliger Höhe verlangt werden. Stagepianos sind ab ca. 300 €, Digitalpianos ab etwa 400 € erhältlich.

Worauf muss ich bei der Entscheidung für ein Instrument achten?

Neben dem Verwendungszweck, dem Aufstellungsort und dem verfügbaren Budget, sind vor allem Akustik und Haptik wichtig. Ein Instrument sollte gute klangliche Eigenschaften bieten und das eigene Spielgefühl so genau wie möglich umsetzen.

Wie finde ich das beste Instrument für mich?

Durch das Internet ist selbst das Thema Klavierkauf wesentlich einfacher geworden, als es früher einmal war. In kürzester Zeit findet man im Netz die unterschiedlichsten Hersteller, Modelle und Angebote. Es gibt jede Menge Online-Händler, aber auch das Musikhaus um die Ecke hat sicherlich eine Internetpräsenz, auf der du dich schon einmal informieren kannst. Selbst Klavierbauer, die ja auch Klaviere an- und verkaufen, bieten auf deren Homepages Instrumente an. Und dann gibt es natürlich auch noch Plattformen wie z. B. ‚EBay‘, auf denen private Verkäufe gebrauchter Instrumente getätigt werden.

Zunächst musst du aber die erste wichtige Entscheidung treffen: 

Soll es ein akustisches Klavier oder ein elektronisches Piano sein?

Die wichtigste Frage überhaupt ist die, welche Tonerzeugung dein neues Instrument haben soll, denn man unterscheidet zwei verschiedene Arten von Klavieren. Bei einem „akustischen“ Klavier wird der Ton mechanisch erzeugt. Der Druck einer Taste lenkt diese Bewegung über eine komplizierte Mechanik so um, dass ein mit der Mechanik verbundener kleiner Hammer auf die korrespondierende Saite schlägt. Diese wird dadurch in Schwingung versetzt und die Saitenschwingung wird vom Resonanzboden aufgegriffen und akustisch verstärkt. Erst dadurch erhält der erzeugte Ton der Saite seinen Klang und seine Lautstärke.

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Im folgenden Artikel kannst du sich ausführlich informieren, wie ein Klavier aufgebaut ist und wie der Ton entsteht.

Bei einem elektronischen Piano, dem Digitalpiano, wird der Klang völlig anders erzeugt. Der Hersteller des Instruments nimmt ein akustisches Instrument digital auf (Fachbegriff: Sampling), oder erzeugt diese Klänge synthetisch, bearbeitet und speichert diese Klänge auf einem Computerchip. Kleine Sensoren registrieren dann beim Spielen die Bewegung einer Taste und lösen in der Folge die Tonerzeugung aus. Der Klang wird dann an die Lautsprecher weitergegeben, durch die der Ton hörbar wird. Genau deshalb braucht man für ein elektronisches Piano auch immer Strom.

Im Bereich der elektronischen Pianos existieren zwei Arten von Pianos: Die erste Art sind die Digitalpianos. Diese Instrumente erinnern optisch an akustische Exemplare und sind besonders gut für zuhause geeignet. Oft in Holzoptik gestaltet, verfügen sie über ein Untergestell und bieten - je nach Preisklasse -  auch keine besonders aufwendige technische Ausstattung. Diese Instrumente sind bereits ab ca. 400 € - 500 € erhältlich.

Dann gibt es noch die Gattung Stagepianos. Gemacht für den Einsatz auf der Bühne, werden sie meist ohne Unterbau hergestellt, befinden sich oft in schwarzen Kunststoffgehäusen und haben selten Lautsprecher an Bord. Wen die Optik und die Tatsache nicht stören, dass man sich dafür noch einen Keyboardständer besorgen muss, erhält im Vergleich zu einem Digitalpiano bei gleichem Preis meist das bessere Instrument. Preislich startet diese Kategorie in Regionen um 300 €. Wer in einer Band spielt, greift aufgrund der Mobilität praktischerweise auf ein Stagepiano zurück.    

Wer in einer Band und auf der Bühne spielen möchte, benötigt ein Stagepiano. Hier gibt es alle Infos zu diesem Thema:

Klavier oder Flügel? Wo liegen die Unterschiede?

Der auffälligste Unterschied zwischen einem akustischen Klavier und einem Flügel ist die Größe beider Instrumente. Während im direkten Vergleich das Klavier noch recht kompakt erscheint, benötigt man für einen Flügel einen großen Stellplatz. Auch im mechanischen Aufbau unterscheiden sie sich deutlich, was man versteht, wenn man die Tonerzeugung beider Instrumente einmal näher betrachtet: Beide Instrumententypen verwenden Saiten, um Töne zu erzeugen. Damit die Saiten in Schwingungen gebracht werden können, müssen sie - befestigt in einem Rahmen - unter Spannung gebracht werden, wodurch sie auf den Rahmen einen immensen Druck, oder Zug ausüben.

In einem modernen akustischen Instrument wird dazu ein gusseiserner Rahmen verwendet. Den haben Klavier und Flügel zwar gemeinsam, aber dieser Rahmen ist in beiden Instrumenten anderes angeordnet. Bei einem Klavier steht der gusseiserne Rahmen aufrecht, daher kommt auch die englische Bezeichnung für ein Klavier ‚Upright Piano‘, oder ‚aufrecht stehendes Klavier‘ zustande. Die Hämmer liegen vor den Saiten und schlagen diese demnach horizontal an.

Bei einem Flügel hingegen liegt der Rahmen horizontal im Instrument und die Mechanik befindet sich unterhalb der Saiten, deswegen schlagen die Hämmer beim Spielen nach oben. Im Gegensatz zu einem Klavier werden beim Flügel wesentlich längere Saiten verwendet, was den Größenunterschied beider Instrumente deutlich macht. Durch die längeren Saiten, dem damit verbundenen größeren Resonanzboden und dem riesigen Gehäuse klingt der Flügel wesentlich voller und auch lauter als das akustische Klavier.

Ein weiterer Unterschied zwischen Klavier und Flügel ist der Preis. Ein Flügel ist in der Regel wesentlich teurer als ein Klavier. Natürlich gibt es auch kleine und dadurch recht günstige Flügel, gerade, wenn man ein gebrauchtes Instrument kauft. Und natürlich kann man auch bei einem Klavier eines bekannten Herstellers sehr viel Geld ausgeben. In der Regel ist ein Flügel aber teurer, für den man auch eine bis zu sechsstellige Summe ausgeben kann.

Soll ich mich für ein akustisches oder ein elektronisches Klavier entscheiden?

Diese Entscheidung ist von vielen Faktoren abhängig, die wichtigsten Faktor sind zunächst aber dein Budget und der Stellplatz. Grundsätzlich gibt es, die Kosten betreffend, aber natürlich große Unterschiede zwischen diesen Instrumententypen, wie gerade festgestellt. An dieser Stelle solltest du dir klarmachen, dass ein gutes Instrument noch keinen guten Pianisten macht. Ein gutes Instrument bietet dir aber den Vorteil einer langlebigen Mechanik, einer gut spielbaren Tastatur, eine hohe Stimmstabilität und das Gefühl etwas für die Ewigkeit zu haben.

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Wahl (d)eines Instrumententyps ist der zukünftige Aufstellort. Ein Flügel ist ein sehr großes und lautes Instrument und für eine normale Mietwohnung meistens völlig überdimensioniert. Ein Klavier dagegen ist deutlich platzsparender, im Normalbetrieb etwas leiser und kann mit dem mittleren Pedal, falls vorhanden, in den ‚Leise-Modus‘ versetzt werden. Dabei schiebt sich zwischen Hämmer und Saiten ein dünner Filz – der Moderatorfilz -, wodurch das Klavier deutlich leiser wird. 

Beim Digitalpiano lässt sich eine zu hohe Lautstärke ganz einfach per Volumen-Regler justieren, so, wie bei der häuslichen Stereoanlage, oder man verwendet einfach einen Kopfhörer. Gerade wer viel übt, sollte bei der Wahl seines Instruments auch an die Nachbarn denken.

Wieviel man für ein Klavier, einen Flügel oder ein Digitalpiano ausgeben muss, schauen wir uns später noch genauer an.

Im nächsten Schritt solltest du dir vorstellen können, was du mit deinem neuen Instrument vor hast. Dein Plan sozusagen. Ein akustisches Klavier oder ein Flügel sind konstruktionsbedingt recht schwer. Im Eigengewicht wesentlich leichter ist die Gattung der digitalen Pianos. Wer schon einmal versucht hat, sein akustisches Klavier ein Stückchen zur Seite zu rücken, kann sicherlich schon ahnen worum es geht. Der Transport zur Bandprobe oder auf die Bühne ist damit ausgeschlossen. Willst du also an verschiedenen Orten musizieren, bist du mit einem elektronischen Piano, sei es ein Digitalpiano oder ein Stagepiano, wesentlich besser bedient.

Interessierst du dich über das Klavierspiel hinaus auch für Komposition, Arrangement und Musikproduktion, bietet die elektronische Variante auch andere Vorteile. Digitalpianos und Stagepianos haben neben Klavier- und Flügelklängen noch eine Reihe weiterer Sounds an Bord, sodass du eine Bach-Fuge z. B. auch mit einem Orgelklang oder einem Streicher-Ensemble spielen kannst. Oder du schließt das Digitalpiano über MIDI-Kabel an (d)einen Computer an, um Stücke einzuspielen, Noten nachträglich zu bearbeiten und zum Schluss Aufnahmen deiner Kreativität zu erstellen.  

Das ist übrigens ein sehr interessanter Punkt, den das akustische Klavier aufgrund seines mechanischen Aufbaus nicht erfüllen kann. Es wird immer nach Klavier klingen, da zeigt sich ein digitales Piano flexibler. Wer allerdings noch nicht weiß, ob das Klavierspielen lernen das Richtige für ihn ist, der sollte sich eine kostspielige Anschaffung lieber zweimal überlegen. Darum gilt die Devise: Lieber klein anfangen und bei entsprechendem Arbeitsaufwand und Erfolg dann irgendwann upgraden.

Worauf man beim Kauf eines Digitalpianos achten sollte erklärt der folgende Artikel:

Wie kommt das neue Instrument in meine Wohnung?

Auch der Transport des Instrumentes sollte in deinen Überlegungen eine Rolle spielen. Akustische Klaviere oder Flügel sollten professionell geliefert werden, um heil zu Hause anzukommen. Hier spielt auch die eigene Wohnsituation eine große Rolle: Wie gut ist das Gelände zugänglich, gibt es Treppenhäuser mit genügend Platz, wie groß ist der Flur in der Wohnung und wie gut erreicht man den Raum in dem das Instrument zu stehen kommt. Alleine schon wegen des Gewichts ist es nicht ratsam den Transport eines Klavieres selbst vorzunehmen, schon deshalb, weil man damit rechnen muss sich selbst oder das Instrument zu verletzen, von einem Flügeltransport ganz zu schweigen. Oft ist der Transport kostenlos, was aber keine grundsätzliche Regel darstellt und zusätzliche Kosten bereiten kann, die man einkalkulieren muss.

Ein Digitalpiano leicht mit dem Transporter transportiert werden und kann je nach Modell und Ausführung in unterschiedlichen Kartons transportiert, oder selbst abgeholt werden. Ein digitales Klavier wiegt oft nur einen Bruchteil dessen, was sein akustisches Pendant auf die Waage bringt. Es gibt aber auch Ausnahmen gerade bei hochpreisigen Digitalpianos, deren Gehäuse, die verbaute Elektronik und das installierte Verstärker-/Lautsprechersystem ein hohes Gewicht mit sich bringen. In der Regel aber lassen sich übliche Digitalpianos mithilfe einer zweiten Person mühelos aufbauen und platzieren.

Die beiden folgenden Artikel geben wichtige Tipps und Hilfen zum Thema des Klavier- und Flügeltransports sowie zum sicheren Transportieren von Keyboards, Synthesizern und Stagepianos.

Klavier gebraucht oder neu kaufen?

Bei akustischen Instrumenten hängt es davon ab, von wem man das gebrauchte Instrument erwirbt. Ist der Verkäufer ein Klavierstimmer oder sogar Klavierbauer, kann man sich ziemlich sicher sein, dass das Instrument von Interesse technisch völlig in Ordnung ist. Und das ist bei einem Klavier oder Flügel von besonderer Wichtigkeit, gerade der Resonanzboden ist sehr empfindlich.

Diese sehr dünne und äußerst fragile Holzplatte sitzt hinter den Saiten und nimmt deren Schwingungen auf, um sie zu verstärken. Der Resonanzboden selbst steht für eine gute Übertragung der Schwingungen, wie die Saiten selbst, unter starker Spannung und wurde beim Bau des Klaviers mit dem Rest des Instruments verleimt. Ist der Resonanzboden beschädigt, ist der Klang stark beeinträchtigt und das Klavier damit kaum mehr zu gebrauchen.

Schaut man sich im Alleingang ein gebrauchtes Klavier an, muss darauf unbedingt geachtet werden. Außerdem kann es nicht schaden, sich auch einmal den Innenraum des Klaviers genau anzuschauen. Bei verrosteten und gerissene Saiten, verbogenen Stimmwirbeln, angebrochenen Hämmern, oder einem seltsamen Geruch, sollte man von einem Kauf absehen, denn eine nötige Reparatur wird kostspielig.

Aber auch bei gebrauchten elektronischen Pianos – egal ob Digitalpiano oder Stagepiano - können Dinge defekt werden.. Deshalb sollte man sich das Instrument außen und ggf. innen genauer anzuschauen. Ist die Tastatur in Ordnung? Funktionieren alle Knöpfe, Regler und die Lautsprecher? Ist das Gerät äußerlich gut in Schuss, oder gibt es viele Schrammen?

Im Endeffekt kann natürlich, trotz sorgfältiger Prüfung, in der Zeit nach dem Kauf auch etwas defekt werden, das ist nie auszuschließen. Man sollte aber nicht vergessen, dass man bei einem privaten Kauf die Verantwortung komplett alleine trägt. Je nach Zustand des gebrauchten Instruments muss sich das auch auf den Kaufpreis auswirken.

Wie viel muss man ausgeben?

Wer nach einem gebrauchten akustischen Klavier sucht, wird bei einem Klavierbauer bereits ab ca. 2.000 € fündig. Diese Instrumente sind in der Regel überholt, somit technisch in Ordnung, und für Anfänger durchaus geeignet. Klanglich sind diese gegenüber teureren Instrumenten meist unterlegen. Wer mehr Geld ausgeben kann, sollte sich nach einem neuen Klavier umsehen, welche in Preisklassen bis zu 20.000 € angeboten werden. Interessiert man sich für diese Preisklasse, sollte man sich auch mal einen kleinen Flügel (Stutzflügel) ansehen- und hören. Ein neues Klavier gibt es bereits im Preisbereich zwischen 3.200 € und 3.700 €.

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Gebrauchte Flügel beginnen beim Klavierbauer preislich ab ca. 8.000 €. Nach oben gibt es dann fast keine Grenzen. Genau, wie bei neuen Instrumenten. Neue Stutzflügel sind ebenfalls ab ca. 8.000 € erhältlich. Ein größeres Instrument von Yamaha oder Steinway bekommt man ab ca. 30.000 €. Für einen Luxusflügel, wie den Bösendorfer Imperial 290, muss man ca. 170.000 € auf den Tisch blättern.

Roth & Junius RJGP 150 E/P Grand Piano      Produktseite auf thomann.de
Yamaha GB1 K Black Polished      Produktseite auf thomann.de

Auch im Bereich der digitalen Pianos ist die Preisspanne enorm. Während sich bei akustischen Instrumenten durch den steigenden Preis aber „lediglich“ der Klang und das Ansprechverhalten verbessern, steigt bei einem elektronischen Piano mit dem Preis auch der Funktionsumfang. Günstige Einsteigermodelle  in den Bereichen der Digital- und Stagepianos sind zwischen ca. 200 € und 400 € erhältlich.

Wie entscheide ich mich für ein bestimmtes Instrument?

Zuerst solltest du in Ruhe alle Faktoren bedenken. Muss es ein akustisches Instrument sein, oder darf es auch eine elektronische Ausführung sein? Klavier oder Flügel? Digitalpiano oder Stagepiano? Neu oder gebraucht? Was habe ich mit dem Instrument vor, wofür will ich es einsetzen? Und natürlich: Welches Budget steht mir zur Verfügung? Jetzt bist du schon fast am Ziel.

Im nächsten Schritt solltest du dir viele Instrumente anschauen und sie vor allem ausgiebig testen. Und dabei musst du dir die drei wichtigsten Fragen überhaupt stellen: Wie fühlt sich die Tastatur beim Spielen an? Wie klingt das Instrument? Und, kann ich mir vorstellen, die nächsten Jahre mit diesem Instrument zu musizieren?  

Achte auf den Klang, die Tastatur, und ob das Instrument deinem Spielgefühl folgt. Ist der Klang leise, wenn du leise spielst? Wie laut kannst du mit diesem Instrument spielen, wie gut setzt das Piano dynamisches Spielen um? Bei einem digitalen Piano achte auf den Sound der gebotenen Pianos. Ist es das, was du dir vorstellst? Wie klingen die anderen Sounds? Wie laut ist die Tastatur beim Spielen und wirken die Taster stabil?

Wenn du beim Spielen lächelst, ist das ein sehr gutes Zeichen, denn dann hast du offensichtlich Spaß, und Musik soll ja auch Spaß machen. Frage den Händler oder Klavierbauer deiner Wahl einfach so lange, bis du alle Informationen hast, die dich sicher machen, eine Entscheidung zu treffen. Denke daran, dass du viel Geld in ein neues Instrument investierst und dass du dann über Jahre gesehen, viele Stunden an diesem Instrument verbringen willst. Es muss also das richtige Klavier, Flügel oder elektronische Piano für dich sein. Deshalb nimm dir die Zeit, die du brauchst, um dich sicher zu entscheiden zu können.

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Schlusswort

Vor dem Kauf eines Klaviers sollten viele Faktoren bekannt sein, denn der Kauf ist eine echte Investition. Zu den Faktoren gehört auch die Überlegung, ob es ein akustisches Klavier sein muss, oder auch ein Digitalpiano sein darf. Das ist wohl zunächst die wichtigste Entscheidung, die zu treffen ist. Dafür benötigt man Zeit, und die sollte man für das persönliche Ausprobieren des jeweiligen Instrumententyps nicht zu knapp bemessen.

Viel Erfolg beim Suchen und Finden des perfekten Instruments für dich!

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