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Yamaha YDP-165 Arius Test

Von der ersten Stunde an prägen die elektronischen Klaviere von Yamaha den Markt der Digitalpianos für den Heimgebrauch. Aus dem Schatten der bekannten Clavinova-Serie sind über die Jahre die preisgünstigeren Arius-Pianos hervorgetreten. Mit simpler Bedienung und kompakter Ausstattung konnten sie sich erfolgreich bei Erstkäufern, Wiedereinsteigern und fortgeschrittenen Pianisten etablieren. Im Rahmen regelmäßiger Modellpflege erhalten die Pianos der Arius-Serie im jüngsten Update vor allem das neue String Resonance Modeling VRM Lite sowie einen optimierten Raumklang. Die Yamaha Arius-Digitalpianos gibt es zudem in verschiedenen Ausführungen, von denen wir uns im Test vor allem das Flaggschiffmodell YDP-165 genauer angeschaut haben.

Yamaha YDP-165 Digitalpiano im Test
Yamaha YDP-165 Arius Digitalpiano in Rosenholzausführung im Test bei Bonedo. (Quelle: Yamaha)

Details

Yamaha YDP-165 Arius: Das Wichtigste in Kürze

  • Digitalpiano für den Heimbetrieb mit 192-stimmiger Polyphonie, 10 Klängen und Effekten. Mehrere Farbvarianten stehen zur Wahl.
  • Möglichkeit zum 2-spurigen Aufnehmen des eigenen Spiels auf der Tastatur. Ein integriertes Metronom unterstützt zu Übungszwecken.
  • Praktische Funktionen wie Dual und Duo-Modus eignen sich speziell zum Üben mit dem Partner oder einem Klavierlehrer.
  • Die recht hohe Verstärker-/Lautsprecherleistung von 2x 20 Watt beschallt sehr gut auch größere Räumlichkeiten.
  • Einfache Einstellungen des Pianos können über die Yamaha Smart Pianist App vorgenommen werden.

Verschiedene Modelle in der Arius-Serie

Insgesamt bietet der neue Arius-Aufschlag vier Modelle mit unterschiedlichen Ausrichtungen. Da sind einerseits die stattlich gebauten Home-Pianos YDP-145 und YDP-165, wobei letzteres mit einem etwas kräftigeren Lautsprechersystem und einer hochwertigeren Tastatur punktet. Speziell für kleinere Räumlichkeiten eignen sich die kompakter gebauten Slim Line-Modelle S-35 und S-55, die jedoch technisch weitestgehend mit den YDP-Varianten identisch sind.

Yamaha YDP-165 Digitalpiano
Fotostrecke: 4 Bilder Das großzügige YDP-165 wird begleitet vom …
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Äußere Erscheinung des YDP-165 und Farbvarianten

Optisch gibt sich das YDP-165 Digitalpiano in altbekannter und bewährter Yamaha-Manier. Das schlichte und durchaus massige Holzgehäuse wirkt zeitlos und könnte auch etwa aus den 1990er oder 2000er Jahren stammen. Besonders modern und Design-lastig wie beispielsweise bei den neuen Casio Privia-Pianos geht es hier nicht zu, die Yamaha Digitalpianos zeigen sich traditionell sehr solide gebaut und verarbeitet. Mit stolzen 42 kg Eigengewicht ist das Piano eher für den Einsatz im heimischen Wohnzimmer, als für die Club-Tour gedacht. Das YDP-165 ist mit seiner Holz-Optik in Schwarz, Weiß, Rosenholz, sowie in Esche weiß erhältlich, sodass für jede Inneneinrichtung etwas dabei sein dürfte.

Yamaha YDP-165 in Schwarz
Fotostrecke: 4 Bilder Das YDP-165 ist nicht nur in Schwarz, sondern auch in …
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So ist das Yamaha YDP-165 Digitalpiano ausgestattet

Das im Test verwendete Yamaha YDP-165 Digitalpiano verzichtet auf komplizierte Displays und zu viele Knöpfe. Stattdessen findet sich links von der Tastatur ein schnell durchdrungenes Bedienfeld mit Zugriff auf die wichtigsten Parameter. Als Bedientasten kommen wie bei Digitalpianos üblich auch die Klaviertasten zum Einsatz. So zur Auswahl der Demo-Songs oder der verschiedenen Klangfarben, wovon das YDP-165 mit insgesamt zehn bestückt ist. Neben dem Flaggschiff-Flügelsound CFX Grand finden sich weitere Grand Pianos, E-Pianos, ein Harpsichord, Orgeln und auch Strings. Selbst der Klang des legendären Yamaha DX7 E-Pianos befindet sich im Angebot. Persönlich vermisse ich ein klassisches Wurlitzer Piano und einen Upright-Pianosound, der seit einiger Zeit Einzug in moderne Digitalpianos hält. Eine Begleitautomatik ist nicht mit an Bord, dafür beheimatet der interne Speicher zehn Demo-Songs. Zusätzlich ist das Digitalpiano mit 50 Preset-Songs bestückt, die man mithilfe des mitgelieferten Noten-Buches erlernen kann.

Yamaha YDP-165 Menü
Fotostrecke: 2 Bilder Das übersichtliche Menü am linken …
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Features und Effekte des YDP-165

Bei gleichzeitiger Betätigung der TASTER Demo/Song und Piano/Voice gelangt man in den Function-Bereich. Neben Transpose- und Tuning-Settings lässt sich hier der Duo-Mode aktivieren, wo durch intelligentes Splitting der Tastatur vierhändig in der jeweils gleichen Lage gespielt werden kann. Außerdem erhält man außerdem Zugriff auf die vier verschiedenen Reverb-Typen von Club-Raum bis Concert Hall, die man jeweils in ihrer Intensität regeln kann.  Mithilfe der „Intelligent Acoustic Control“, kurz IAC genannt, kann das Klangverhalten über Lautsprecher und Kopfhörer je nach Gesamtlautstärke durch einen adaptiven EQ angepasst werden. Ebenso mit von der Partie ist die neue String Resonanz-Simulation „VRM Lite“, die für einen noch natürlicheren Piano-Sound sorgen soll. Speziell für die Nutzung mit Kopfhörern findet der „Stereophonic Optimizer“ Einsatz, welcher das Klangbild räumlicher und realistischer wirken lässt.

Die Tastatur des Digitalpianos

Im YDP-165 hat Yamaha die Graded Hammer 3-Tastatur – kurz „GH3“ – verbaut. Deren Hammermechanik zeichnet sich durch unterschiedliche Gewichtung im Bass- und Diskantbereich aus, was für ein natürliches Spielgefühl sorgen soll. Zudem besteht die Tastenoberfläche nicht aus glattem Kunststoff, sondern ist matt und mit leichtem Grip. Anders als bei den Clavinova-Modellen und beispielsweise dem Preisklassen-Pendant Kawai CN-29 bietet die Tastatur des YDP-165 keine Druckpunktsimulation. Ihre Anschlagdynamikverhalten lässt sich in vier Velocity-Stufen einstellen.

Yamaha YDP-165 Tastatur
Fotostrecke: 2 Bilder Die Yamaha GH3-Tastatur …
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Die Anschlüsse des Yamaha YDP-165

Auf der Rückseite des Digitalpianos finden sich Anschlüsse für das mitgelieferte Netzteil und das Dreifach-Pedal. Auf der Vorderseite unter der Tastatur liegen außerdem gleich zwei Kopfhörer-Anschlüsse. Leider hat Yamaha keine separaten Line-Outs für etwaige Aufnahmen oder die Live-Nutzung verbaut. Hierzu muss man entweder auf die Kopfhörer-Anschlüsse oder das integrierte USB-Interface ausweichen, für dessen Nutzung sich ebenfalls unter der Tastatur ein USB to Host-Anschluss befindet.

Fotostrecke: 3 Bilder Die vorderseitigen Kopfhörer-Anschlüsse…
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Yamaha Smart Pianist App

Am USB-Anschluss lässt sich überdies ein Tablet oder ein Smartphone anschließen, welches mit der nützlichen „Smart Pianist“-App von Yamaha den Funktionsumfang und Workflow des Pianos erweitert. Hier kann man die Klangfarben mit wenigen Touch-Befehlen anwählen und die Effekte ebenso intuitiv anpassen. Zusätzlich ist ein Audio-Recorder mit an Bord, mit dem man das Klavierspiel direkt in der App aufnehmen kann. Weitere Einstellungen wie etwa Layer, Transpose oder Tuning sind ebenfalls verfügbar. Auch wenn die App im Falle des YDP-165 keine zusätzlichen Funktionen liefert, ist diese optionale Erweiterung eine willkommene Bereicherung für die intuitive Bedienung des Geräts. Man sollte nur bedenken, dass bei Nutzung der App die Hardware-Bedienelemente des Gerätes außer Kraft gesetzt sind und das Piano nur über die App gesteuert wird.

Yamaha Smart Pianist App
Die Yamaha Smart Pianist-App bietet einen intuitiven Zugriff auf die Bedienelemente des YDP-165. (Quelle: Tom Gatza)
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