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01.10.2016

Die besten Gitarren-Soli - Whitesnake - Here I Go Again - Workshop

Die berühmtesten Gitarren-Solos zum Nachspielen - mit Noten und Tabs

Die Veröffentlichung des "1987" Album markiert einen Wendepunkt in der Karriere der Band Whitesnake. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Briten mit ihrem klassischen Blues-Rock primär in Europa erfolgreich. Mit dem "1987" Album schwenkten die Mannen um David Coverdale schließlich auf eine wesentlich härtere, vom Heavy Metal der 80er Jahre geprägte, Richtung des Hair Metals um, der ihnen auch in den U.S.A. zum Durchbruch verhelfen sollte.

Auch wenn viele eingefleischte Fans diesem Richtungswechsel wenig Wohlwollen entgegenbrachten, verhalf diese Entscheidung der Band zu ein paar Chartplatzierungen und Millionensellern. Einer davon war der Hit "Here I go again" eigentlich ein überarbeitetes Remake, denn der Song wurde, wie übrigens auch "Crying in the Rain", bereits auf dem 1982 erschienen "Saints and Sinners" Album releast - allerdings mit geringerem Erfolg.

Gitarrist des Albums war John Sykes, der sämtliche Gitarrenparts alleine einspielte - mit Ausnahme des Solos von "Here I go again" - hier wurde der niederländische Gitarrist Adrian Vandenberg als Gast gefeaturet, der später festes Bandmitglied werden sollte. Übrigens existiert auch eine USA Single Version des Stückes mit einem Solo von Dann Huff. Diese Variante der Nummer ist übrigens auch in Deutschland nach wie vor sehr häufig im Radio zu hören - doch das nur am Rande.

Adrian benutzte 1987 Fernandes Vandenbergs, eine Fernandes Customstrat und ESP Horizon Customs, bevor er 1988 sein Peavey Vandenberg Signature Modell erhielt Die Amps stammten anfänglich von Marshall - nämlich 1959 SLP oder 800er, und später von Peavey (wie z.B. der Peavey Rockmaster Preamp oder Peavey Classic 60 Endstufen).

Bevor wir ins Detail gehen, schaut euch meinen Videoclip an. Hier spiele ich das Solo zunächst im Originaltempo, dann in der SloMo Version.

Whitesnake - Here I go again - Solo - Originaltempo und SloMo

Und hier das Solo noch einmal in der Audio-Variante - und als Playback zum selber üben. Die Noten/Tabs findet ihr unterhalb des Players als PDF Download.

Das Solo basiert komplett auf der G-Dur Tonleiter und ist ein Paradebeispiel für songdienliches, radiotaugliches Balladenspiel. Der erste Teil des Solos besteht aus lyrischen Linien in tieferer Lage, den Abschluss bildet ein rasanter Pickinglauf, der im höchsten Ton des Solos mündet - das nenne ich mal einen durchdachten Aufbau.

Den vandenbergeschen Sound ereicht ihr durch eine Gitarre mit Humbucker in der Stegposition. Ein Marshall mit einem Overdrive als Booster vorangeschaltet und etwas Delay, bringen euch dem Original-Sound sehr nahe. Und so könnte ein mögliches Setting Aussehen:

Ich wünsche euch viel Spaß mit "Here I go again"!

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