Mit dem Beetronics Tuna Trem präsentiert der Effektpedal-Hersteller aus Los Angeles ein Tremolo-Pedal, das bereits optisch ziemlich aus dem üblichen Stompbox-Rahmen fällt. Wie schon beim Tuna Fuzz steckt die Elektronik in einer stilechten Thunfischdose, wobei sich hinter dem ungewöhnlichen Gehäuse ein erstaunlich vielseitiges Konzept verbirgt. Insgesamt neun sogenannte „Species“ decken neben klassischen Sinus- und Square-Tremolos auch zufällige Modulationen, rhythmische Patterns, Volume-Swells und eine Killswitch-Funktion ab. Dabei kommt das Tuna Trem mit lediglich zwei Reglern und einem Fußschalter aus und verbindet laut Hersteller vollanalogen Sound mit digitaler Steuerung.

- ausgezeichnete Soundqualität
- neun sehr unterschiedliche Tremolo-Modi
- Latching- und Momentary-Betrieb
- einfache Bedienung trotz großer Klangvielfalt
- Gehäuse nur bedingt pedalboard-/roadtauglich
- Depth-Werte nur über Zweitfunktion erreichbar
Aufbau und Bedienung des Beetronics Tuna Trem
Das Beetronics Tuna Trem steckt in einer runden Dose mit den Maßen Ø 88 x H 37 mm – ein Konzept, das man bereits vom Tuna Fuzz kennen dürfte. Die Idee ist zweifellos witzig, allerdings hätte ich aufgrund der dünnen Aluminiumkonstruktion und des Kunststoffdeckels auf der Unterseite nur begrenztes Vertrauen in die Roadtauglichkeit.
Hinzu kommt, dass sich die Montage auf einem Pedalboard etwas abenteuerlich gestalten dürfte. Die Bedienelemente fallen entsprechend spartanisch aus: Neben dem zentral positionierten Fußschalter stehen lediglich zwei Regler bereit. Der Species-Regler wählt einen der neun Effektmodi, während Speed die jeweilige Modulationsgeschwindigkeit bestimmt. Ein- und Ausgang sitzen seitlich, die Spannungsversorgung erfolgt über ein 9-V-Netzteil, das 50 mA bereitstellen muss.
Neun „Species“ sorgen beim Beetronics Tuna Trem für Abwechslung
Das Tuna Trem bietet neun Modi, die passend zum hauseigenen Bienenkosmos als „Species“ auftreten: Surfer Bee und Leafcutter Bee liefern Tremolos mit Sinus- bzw. Rechteckwelle, während Bug Bee als unregelmäßiges Lo-Fi-Tremolo zu Werke geht. Pecker Bee erzeugt kurze, sich wiederholende Tremolo-Bursts, beim Helicop Bee wechseln sich unterschiedlich starke Pulse ab. Jatai Bee arbeitet mit einem synkopierten Pattern, während Orchid Bee längere rhythmische Abläufe bietet. Sweller Bee verwandelt das Tuna Trem schließlich in einen Volume-Swell-Effekt, während der neunte Modus Morse Bee als Killswitch fungiert.
Ein Tritt, mehrere Jobs: So arbeitet der Fußschalter
Der Fußschalter übernimmt beim Tuna Trem gleich mehrere Aufgaben. Ein kurzer Druck aktiviert das Pedal, während längeres Gedrückthalten die Momentary-Funktion aufruft. Auch beim Tweaken kommt der Footswitch ins Spiel: Hält man ihn gedrückt, lässt sich mit dem Speed-Regler die gewünschte Effekttiefe (Depth) einstellen. Das Tuna Trem speichert den Wert anschließend für jeden Modus separat.



























