Behringer zeigt einen Prototyp für einen DJ-Controller namens KlarkTeknik ANIMA? Moment, zwick mich mal. Das letzte Mal, dass Behringer einige DJ-Controller vorgestellt hatte, war wohl gegen 2013 mit der CMD-Serie. Danach Funkstille. Zwar sind weiterhin noch DJ-Mixer und Kopfhörer im Produktportfolio zu finden, aber auf diesem Feld ist lange nichts mehr geschehen. Dabei waren Behringer mit dem BCD-2000 und BCD-3000 mit die ersten, die eine digitale DJ-Konsole auf den Markt brachten, der 3000er lief sogar mit Traktor. Dann kamen die CMD-Module und der CMD4A Doppeldecker. Langjährige Leser erinnern sich vielleicht noch. Ansonsten könnt ihr es hier nachlesen.

Behringer Klarkteknik ANIMA DJ-Controller
Und nun kommt womöglich eine Maschine mit eigenem Display und Effekt-Repertoire, die mitunter gar stand-alone funktioniert und nur 300 bis 400 Euro kosten könnte? Das wäre durchaus eine Kampfansage an Pioneer /Alpha Theta und inMusic Engine.
Aber ob das den etablierten Marken das Wasser abgraben kann, muss sich noch zeigen. Stand-alone-Units hat es ja schon einige gegeben, die es nicht geschafft haben, heute noch wirklich relevant zu sein, darunter von Stanton (SCS.4DJ) und Gemini (SDJ-4000). Dass Behringer eine ganz andere Reichweite und Marktsituation hat, dürfte ihnen indes in die Karten spielen. Das Konzept klingt jedenfalls äußerst spannend und der Preis spricht Bände.

Und dann gibt es noch ein weiteres Novum, nämlich ein „offenes“ Systems soll es sein und Community basiert – wie schon beim gerade vorgestellten IGNITE und KICK. Also möglicherweise doch mit einer speziellen Software, mit der man seine DJ-Umgebung selbst definieren kann und Hardware, die sich modular konfigurieren lässt? Bisher ist noch nicht viel zu sehen, außer diesem Foto und einem Facebook Post- schaut selbst.
Behringer sagt dazu auf Facebook nicht weniger als
- “DIE DJ-BRANCHE WIRD SICH FÜR IMMER VERÄNDERN. Stellt euch professionelle DJ-Hardware für nur 300–400 US-Dollar vor. Offene Hardware. Die Freiheit, eigene Software zu entwickeln. Keine Bindung an proprietäre Systeme.”
Das Gerät selbst jedenfalls legt gängiges Industriedesign an den Tag, mit zwei Player-Sektionen und einem zentralen 4-Kanal-Mixer. Loops, Performance Pads, Effekte und Mikrofonsektionen dürften bei diesem Layout wohl gesetzt sein. Der große Bildschirm könnte eventuell als Touchscreen ausgelegt sein. An der Rückseite scheint es eine Vielzahl an Schnittstellen zu geben. Einen Festplatteneinschub fänd ich neben USB- und SD auch gut.
Was sagt ihr dazu?
Eine DJ-Konsole mit Display für knapp 400 Euro ist eine Kampfansage. Bei dem geschätzten Marktpreis scheint es zwar zunächst, als würde die Hardware auf das Einsteigersegment abzielen. Aber sollte die Konsole tatsächlich stand-alone laufen, professionelle Anschlüsse und Features mitbringen und eine solide Performance hinlegen, wäre sie wohl nicht nur für mobile Dienstleister oder als Back-up mitunter ein No-Brainer. Was sagt ihr dazu? Nutzt gern die Kommentarfunktion.
Weitere Informationen
• Behringer Anima – Beitrag auf Facebook
• Website des Herstellers























