Waldorf präsentiert den polyphonen Synthesizer Crema, der auf dem Waldorf Streichfett basiert. Es handelt sich um ein Spezialist für Pads, Strings und atmosphärische Klänge.

Jetzt ist Crema da!
Vor ein paar Tagen teasert Waldorf Crema mit einem Bild, auf dem auch eine Katze mit dem Schriftzug „Neptun approves“ zu sehen war. Deshalb bin ich davon ausgegangen, dass der neue Waldorf Synthesizer Neptun heißen könnte.
Doch ein Leser hat uns darauf hingewiesen, dass Neptun der Name der Katze des elektronischen Musikers Martin Stützer ist. Wahrscheinlich durfte er und Neptun den Synthesizer bereits im Vorfeld ausprobieren. Jetzt ist jedenfalls die Bombe geplatzt und Waldorf stellt den Crema offiziell vor. Hier erfahrt ihr, was über den neuen Synthesizer bekannt ist.
Was ist Waldorf Crema?
Waldorf stellt mit Crema einen zweiten Synthesizer vor, der im Protein-Format veröffentlicht wird. Das ist nicht ungewöhnlich, denn Waldorf hat beim Erscheinen von Protein angekündigt, mehrere Synthesizer in diesem Format herstellen zu wollen.
Waldorf präsentiert den polyphonen String- und Pad-Synthesizer Crema, der auf dem Waldorf Streichfett basiert. Allerdings ist Streichfett auf die analogen String Machines der Siebziger spezialisiert, während Crema diese mit den digitalen Pads der 1980er und 1990er Jahre ergänzt.
Wavetables, FM-Synthese und zwei Effektsektionen erweitern die Klangpalette. Der Synthesizer bietet Platz für 360 Presets, von denen 130 mit Waldorf-Presets belegt sind. Wenn ihr auf String Machines, Ensemble-Sounds und Pads steht, solltet ihr euch Crema genauer ansehen.

Die zwei Crema Engines
Crema verfügt über die zwei Engines Texture und Lines, die wir im Folgenden vorstellen. Besonders spannend ist, dass sich beide Engines über unterschiedliche MIDI-Kanäle ansteuern lassen.

Texture Engine
Diese Sektion verfügt über 12 Stimmen. Die Texture-Engine wurde mit 24 Sound-Typen ausgestattet, die auf den drei Syntheseformen Strings, Wavetables und FM beruhen.
Die String-Synthese stammt aus dem Streichfett. Es ist möglich, zwischen Violine, Viola, Cello, Brass, Orgel und Chor-Sounds zu überblenden. Zusätzlich stehen noch 17 Waldorf-Wavetables zur Verfügung, die mithilfe von Hüllkurve und LFO moduliert werden können. Abschließend finden sich noch sechs FM-Typen, die sich für Glocken, Keys, Brass, Bass, Holzbläser- und Orgel-Sounds eignen. Alle 24 Sound-Typen können mit dem Streichfett-Ensemble-Effekt veredelt werden.
Lines Engine
Die Lines-Engine wurde mit acht Stimmen ausgestattet, die aus der Streichfett Solo Engine entliehen wurden. Dazu gehören zwei verstimmbare Oszillatoren mit den Schwingungsformen Puls oder Sägezahn. Die Klänge lassen sich mit einem Stereo-Tremolo, Vibrato und PWM modulieren. Diese Sektion ist dafür geeignet, der Texture-Engine durch Layering mehr Charakter zu verleihen.

Flavour, Arpeggiator und Step-Sequencer
Aus dem Protein stammt die Flavour-Funktion, die für dezente Variationen bei Tonhöhe, Wellenformposition und weiteren Parametern sorgt und damit einen organischeren Klang erzeugt. Arpeggiator und Step-Sequencer bringen zusätzliche Bewegung ins Spiel und lassen sich über eine externe Clock synchronisieren.
Die Crema Effekte
Crema besitzt zwei Effektsektionen, die sich seriell oder parallel verschalten lassen. Die erste wurde mit den sechs Effekttypen Chorus, Flanger, Phaser, Tremolo, Drive und Delay ausgestattet. Bei der zweiten Sektion handelt es sich um einen Reverb, der auch das atmosphärische Shimmer erzeugen kann.
Die Crema Anschlüsse
Die Stromversorgung erfolgt per USB-C. MIDI gibt es über USB oder als Mini-TRS-Ein- und -Ausgang. Dazu gesellen sich ein Stereo-Ausgang und ein Kopfhöreranschluss. Crema unterstützt MPE.

Preis und Verfügbarkeit
Der Waldorf Crema ist für 339,00 Euro verfügbar!
Waldorf Crema: Features
- Polyphoner String- und Pad-Synthesizer
- Kombiniert den Klangcharakter des Waldorf Streichfett mit Wavetable-, FM- und virtuell-analoger Synthese
- Zwei polyphone Klangerzeugungen: Texture und Lines
- Einzeln, als Layer oder Split nach Notenbereich und/oder MIDI-Kanal spielbar
- Texture-Engine mit 24 Soundtypen: Streichfett Strings, 17 Wavetables und sechs 4-Operator-FM-Algorithmen
- Ensemble-Effekt für alle drei Synthesearten
- Lines-Engine mit zwei verstimmbaren Oszillatoren, Sägezahn- und Rechteck-Schwingungsformen, Vibrato, Pulsbreitenmodulation und Stereo-Tremolo
- Zwei Effekt-Slots mit serieller oder paralleler Verschaltung
- 14 Effekte in FX1, darunter Chorus, Flanger, Phaser, Tremolo, Drive und Delay
- FX2 mit Reverb und Shimmer
- Programmierbarer Arpeggiator und Step-Sequencer mit bis zu 32 Steps
- Synchronisation zu externer MIDI-Clock
- Zwei unabhängige MIDI-Kanäle zur separaten Ansteuerung der Klangerzeugungen
- MPE-kompatibel
- MIDI CC Learn
- Über 130 Werks-Presets und 360 Speicherplätze
- Kostenlose Chutney Librarian Software für macOS und Windows
- Stereo-Ausgänge: 2x 6,3 mm Klinke
- Kopfhörerausgang: 3,5 mm TRS-Klinke
- MIDI In/Out: 3,5 mm Mini-TRS Typ A, zwei Adapter auf 5-polige DIN-Buchsen im Lieferumfang enthalten
- USB-C für Stromversorgung, USB-MIDI und Firmware-Updates
- USB-C-Kabel im Lieferumfang enthalten
- USB-C-Netzteil nicht im Lieferumfang enthalten
- Metall-Frontplatte
- Abmessungen (B x T x H): 252 x 170 x 48 mm
- Gewicht: 0,9 kg

























Christoph Megger sagt:
#1 - 28.10.2026 um 08:27 Uhr
Sieht ganz nach einer Zusammenarbeit von Waldorf und Martin Stürtzer aus. Seine Katze heißt nämlich Neptun. Wird mit Sicherheit sehr interessant 😊