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27.08.2021

Kaufberater und Testmarathon Desktop-Synthesizer

Desktop-Synthesizer kaufen leicht gemacht

Alle Infos und Testberichte zu Synthesizern ohne Tastatur

Das Marktangebot an Synthesizern zeigt sich als schier unüberschaubares Feld unterschiedlicher Technologien, mit besonderen Eigenschaften und Schwerpunkten. Ganz gleich wonach man sucht, man findet es. Und nicht nur im Bereich modularer Synthesizer ist die Auswahl groß, auch das Segment der kompakten Synthesizer, die ohne Tastaturen angeboten werden – man spricht hier von sogenannten Desktop-Synthesizern - ist enorm angewachsen. Gerade Desktop-Synthesizer profitieren von einem besonderen Vorteil: Durch die fehlende Tastatur zeigen sich ihre Abmessungen kompakt und so passen sie auf jeden Studiotisch und lassen sich obendrein leicht transportieren. Zudem haben sie sich als echte Alternativen zum klassischen Synthesizer mit Tastatur etabliert. Egal, ob analog, digital oder hybrid aufgebaut, nie war das Angebot an kompakten Desktop-Synthesizern größer.

In unserem Kaufberater und Test-Marathon Desktop-Synthesizer haben wir die wichtigsten Punkte zusammengestellt, über die man sich vor dem Kauf eines Synthesizers im Klaren sein sollte. Zusätzlich bieten wir alle bonedo-Testberichte zu den kleinen Synthesizern ohne Tastatur, um eine detaillierte Übersicht zu schaffen, was der Markt an Desktop-Synthesizern bietet und wie sich im Test schlagen.

Quick Facts: Desktop-Synthesizer

Was ist ein Desktop-Synthesizer?

Gerade für den, der eine Lösung sucht, Platz im heimischen Studio oder im Live-Setup zu sparen, für den sind Desktop-Synthesizer eine sehr willkommene Lösung. Auch Elektronikmusiker, die oft ohne Tastaturen arbeiten schätzen den Einsatz der kompakten "Tisch-Synthesizer", zumal sie im Einsatz auch eine logistische Rolle spielen. Durch ihre kompakten Maße lassen sich auch mehrere Desktop-Synths in einem Setup einsetzen. Desktop-Synthesizer gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen, mit analoger, digitaler und hybrider Tonerzeugung und Klangschwerpunkten, die für jede Geschmacksrichtung den passenden Synthesizer bieten.

Was macht einen guten Desktop-Synthesizer aus? 

Je nach Instrumentenschwerpunkt sollte ein Desktop-Synthesizer über umfangreiche Möglichkeiten der Soundbearbeitung verfügen, die entweder durch reale, klassische Bedienelemente, wie Potis, Fader und Taster bedient werden, und, falls eine Menüführung über ein Display durchgeführt wird, eine einfache Bedienführung garantieren. Praktisch ist bei analogen Desktop-Synthesizern eine Ausstattung mit spannungsgesteuerter CV-Ein und Ausgängen, die eine Einbindung in ein bestehendes analoges Setup wie einem Eurorack ermöglicht.

Wo liegt der Unterschied zwischen einem analogen und einem digitalen Desktop-Synthesizer?

Der Unterschied zwischen einem analogen und einem digitalen Desktop-Synthesizer ist die Art der Tonerzeugung. Diese bietet je nach Konstruktion und Beschaffenheit des Synthesizers besondere klangliche Möglichkeiten und Eigenschaften. Auch bietet der Markt hybride Synthesizer, welche die Besonderheiten beider Bauweisen vereinen. Hier entscheiden der eigene Geschmack und das Einsatzgebiet darüber, welcher Synthesizer für den eigenen Einsatz in Frage kommt.

Wie enstanden Desktop-Synthesizer?

Wer mehr als ein Tasteninstrument auf der Bühne oder im Studio einsetzt, weiß, dass diese irgendwann einmal viel Stellplatz in Anspruch nehmen. Aus diesem Grund heraus hat die Industrie bereits ab den frühen 1990er Jahren damit begonnen, Module vieler mit Tasten ausgerüsteter Synthesizer im platzsparenden 19"-Rackformat zu produzieren. Per MIDI-Kabel mit dem Masterkeyboard verbunden galten sie als eine tolle Lösung, was den verwendeten Platz sowie die Transportmöglichkeiten betraf. Irgendwann versiegten die Nachfrage und somit das Angebot an Synthesizern in Gestalt von Modulen. Mit Aufkommen des Retro-Trends entflammte auch die Liebe zur Analogtechnik erneut, was sich zunächst deutlich im immer populärer werdenden Eurorack-Bereich zeigte. Dieses Phänomen machte es möglich, selbst viele Kleinsthersteller in das stetig wachsende Marktsegment zu integrieren. So wuchs über die Jahre das Marktsegment des Euroracks, wodurch auch einige renommierte Synthesizer-Hersteller animiert wurden, Produkte zu schaffen, die in diesen Bereich passen, aber nicht in Gestalt Eurorack-formatiger Module, sondern in Form von Tischgeräten, die u. a. auch Schnittstellen für die Nutzung im Eurorack bereitstellen können. Aus diesem Impuls entwickelte sich nach und nach ein Markt, der zum heutigen Zeitpunkt eine Vielzahl unterschiedlicher Bauarten von Tisch- oder Desktop-Synthesizern bietet, von denen die Wenigsten auch in einer Tastatur-Version erhältlich sind.

Die Vorteile von Desktop-Synthesizern

Mithilfe von Desktop-Synthesizern lässt sich das Klangarsenal von Tastenspieler*innen bei geringem Platzbedarf erheblich erweitern. Das ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil, denn wer bereits über einige Synthesizer mit Tastaturen verfügt oder nur mit einem Sequenzer arbeitet, findet im Marktangebot der Desktop-Synthesizer ein passendes Instrument. Desktop-Synthesizer bieten gegenüber den mit Tastatur ausgerüsteten Synths auch den Vorteil, dass sie oft preiswerter sind und viele von ihnen nicht mit Tastaturen hergestellt werden, was die Sache noch interessanter macht. Hat man vorher noch nach analogen Vertretern dieser Gattung gesucht, wird man gerade heute in dieser Machart sehr schnell fündig, denn das Faible für analoge Synthesizer ist derzeit und auch auf lange Sicht hin noch brandaktuell. So bietet der Markt auch eine ganze Reihe analoger Desktop-Synthesizer, die selbst in der Neuanschaffung wirklich günstig sind, ohne dass man sich auf dem Gebrauchtmarkt umsehen und sich mit hohen Preisen herumschlagen muss. Hersteller wie Dave Smith Instruments, Vermona, Korg, Analogue Solutions, Moog, Behringer, Dreadbox und Studio Electronics stillen den Bedarf nach analogem Sound im kleinen Format. Aber auch der Bereich der digitalen und hybriden Desktop-Synthesizer bietet eine riesige Auswahl. Hier treten Hersteller wie Waldorf, Elektron, Korg, Novation, Radikal Technologies … etc. auf den Plan.

Drei Bauarten von Synthesizern: Analog, digital und hybrid

Synthesizer im Allgemeinen werden nach unterschiedlichen technischen Konzepten produziert: Waren die ersten Synthesizer vor den 1980er Jahren noch komplett analog aufgebaut, revolutionierte die aufkommende Digitaltechnik den Markt ab den 1980er Jahren mit völlig neuen Tonerzeugungsarten, die selbst hybride Bauweisen hervorbrachte. So lässt sich die Machart von Synthesizern in drei Kategorien einteilen:

  • Analog
  • Digital
  • Hybrid (= analog und digital)

Auch bedienen sich Desktop-Synthesizer – wie Synthesizer generell – unterschiedlicher Tonerzeugungen/Syntheseformen, die – jede für sich - besondere Klangeigenschaften bieten und somit ihren Einsatzzweck definieren. Dabei unterscheidet man zwischen

Detailierte Erklärungen zu den verschiedenen Macharten und Syntheseformen kann man im Kaufberater und Testmarathon Synthesizer mit Tastatur nachlesen.

Was sollte man vor dem Kauf eines Desktop-Synthesizers wissen?

Bei der Überlegung, wofür man sich denn entscheiden sollte hilft der eigene Geschmack sowie die Kenntnis über den Bereich, den man mit dem neuen Desktop-Synth abdecken möchte. Ein Desktop-Synthesizer kann seinen Platz im eigenen Studio- oder Homerecording-Studio finden, aber auch in Kombination mit einem modularen System, wie dem Eurorack betrieben werden, wenn die dafür nötigen Schnittstellen gegeben sind und das Gerät dafür vorgesehen ist. Desktop-Synthesizer sind nach dem Prinzip der geschlossenen Einheit gestaltet, die je nach Ausführung auch einen semi-modularen Aufbau bieten. Hier existieren interne Vorverdrahtungen zwischen den Modulen der Synthesizer-Einheit, die durch "Patchen" mit Patchkabeln aufgehoben und neu kombiniert werden können. Desktop-Synthesizer zeigen sich in ihrer Struktur sehr flexibel und der Markt bietet die unterschiedlichsten Lösungen für alle möglichen Einsatzgebiete.

Worauf sollte man achten und woran ist zu denken?

Zunächst sollte man wissen, wo und wie man den Synthesizer einsetzen möchte, das entscheidet darüber, welche Schnittstellen benötigt werden. Wird der Desktop-Synth hauptsächlich im eigenen Studio- oder Homerecording-Studio eingesetzt, reicht in der Regel die von Hause aus gebotene USB/MIDI-Anbindung an den Rechner, welche die Verbindung mit der DAW herstellt. Wer den Synthesizer als Modul im Eurorack betreiben möchte, sollte darauf achten, dass der Synthesizer auch über die nötigen CV-Anschlüsse verfügt. Es gibt aber auch Anwendungszwecke, in welchen der Synthesizer im Studio mit einem modularen System in Verbindung steht: Hier sind MIDI- und CV-Anschlüsse gefragt. Jedoch ganz gleich, auf welche Weise das Gesamtsystem miteinander verknüpft wird, der Markt bietet ohnehin passende Brücken in Form von MIDI-to-CV-Interfaces, die eine Lösung bei eventuell auftretenden Problemen bieten.

Außerdem stehen weitere Fragen im Raum, über die man sich vor dem Kauf ein paar Gedanken machen sollte:

  • Soll es ein monophoner oder ein polyphoner Synthesizer werden?
  • Welche Klangeigenschaften soll der Synthesizer bieten
  • Soll es ein analoger, digitaler oder hybrider Synthesizer werden?
  • Welches Budget steht zur Verfügung??

Sind alle Punkte geklärt, steht der weiteren Auswahl nichts mehr im Weg. Eine große Hilfe bei der Wahl des richtigen Desktop-Synthesizers ist das eigene Ausprobieren des oder der in Frage kommenden Kandidaten beim Fachhändler.

Um die Suche nach dem passenden Synthesizers zu erleichtern, bieten wir auf der nächsten Seite eine Übersicht aller bonedo-Testberichte zu Desktop-Synthesizern, aufgeteilt in die Instrumenten-Typen analog, digital und hybrid.

Wir aktualisieren diesen Testmarathon laufend. Viel Spaß beim Entdecken und Vergleichen!

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