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23.05.2020

Special - Happy birthday, Bob Moog!

Synthesizer-Pionier ‚Bob‘ Moog wäre heute 86 geworden

Synthesizer verändern die Musik und schreiben Geschichte

Heute vor 86 Jahren wurde ein Mann geboren, der die Entwicklung des Synthesizers und damit der elektronischen Musik prägen sollte wie sonst kaum jemand: Robert Arthur Moog. Geboren am 23. Mai 1934 in New York City schuf ‚Bob‘ Moog nicht nur Synthesizer-Klassiker wie den Minimoog, den Taurus und den Minimoog Voyager, sondern entwickelte auch die wohl berühmteste Filterschaltung der Welt. Am 21. August 2005 verstarb Bob Moog im Alter von 71 Jahren in Asheville, North Carolina und hinterlässt eine Ära der Instrumentengeschichte, deren Sound und Möglichkeiten die Musik veränderten.

Wir sagen Danke!

Hintergrundinformationen

Mit dem Moog-Synthesizer verbindet man einen besonderen Sound, der durch eine wichtige Komponente, dem Ladder-Filter, mitgeprägt ist und dessen Präsenz sich unzähligen Tracks weltweit verewigt hat. 

Robert Moog, der 1963 an der Cornell University (Ithaca, New York) in Elektrotechnik promovierte, hat mit dem Ladder-Filter, das seinen Namen durch die beiden symmetrischen Kaskaden aus je vier Transistoren mit je einem Kondensator auf jeder "Stufe" der Leiter erhielt, eine Schaltung geschaffen, die, 1966 zum Patent angemeldet, ihm einen Platz in der "National Inventors Hall of Fame" sicherte. Ein Meilenstein in der Evolution des Synthesizers, denn bis heute kommt das Tiefpassfilter mit 24 dB/Okt. Flankensteilheit in allen analogen Moog-Synthesizern zum Einsatz und dient – dank der besonderen Klangeigenschaften -  bis heute vielen Herstellern als Vorlage, die kopiert und imitiert wird.

In den 1960er- und 70er-Jahren erschuf Bob Moog neben seinem ersten Synthesizer für den Komponisten Max Brand, dem Moogtonium, Klassiker wie den Minimoog, den Taurus und die berühmten Modularsysteme. Nachdem Moog die Firma Moog Music 1977 zunächst verlassen hatte, konzentrierte er sich auf das Theremin, das er unter dem Namen Big Briar vertrieb. In 2002 erwarb Bob Moog schließlich die Markenrechte an Moog Music zurück – die Voraussetzung für Neuentwicklungen wie den ebenfalls schon zum Klassiker gewordenen Minimoog Voyager, oder den Little Phatty.

Es ist schon interessant, wie sehr ein Name verinnerlicht wird: Der Begriff Synthesizer wird von vielen unweigerlich mit dem Namen Moog assoziiert, was sicherlich kein Zufall ist, denn Dr. Robert Moog war ein sehr aktiver, dem Klang und der Elektronik verschriebener Charakter. Aber nicht nur Moog hat Synthesizer hergestellt, über die man heute spricht; auch andere Hersteller haben die Welt mit deren Konzepten bereichert, die heute bereits Legendenstatus erreicht haben. Dennoch ist es aber so, dass man den Begriff Synthesizer im ersten Schritt mit dem Namen Moog verbindet, so wie der Name Hammond unweigerlich mit einer Orgel verknüpft ist.

Der Synthesizer verändert die Musik und deren Weiterentwicklung maßgeblich. Wie es dazu kam und wie Moog-Synthesizer die (Musik-)Geschichte durchstreifen, seht ihr in einer Auswahl besonderer Videos. Außerdem haben wir anlässlich Bob Moogs Ehrentags alle unsere Testberichte und Vintage Synth Features für euch zusammengestellt, die ihr weiter unten durchstöbern könnt.

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Interessante Videos

Die ersten beiden Videos beschreiben das 'Leben' des Minimoog Synthesizers von Beginn an mit dessen Beiträgen zur populären Musik in den letzten vier Jahrzehnten. Im ersten Teil, der die Reise des Minimoog-Synthesizers durch die 1970er Jahre dokumentiert, werden die Musiker und Menschen gezeigt, die maßgeblich dazu beigetragen haben, das Instrument in den Vordergrund zu rücken. Auch sehen wir einen der frühesten Ingenieure von Moog Music, Bill Hemsath, der sich an den Geburtsprozess des Minimoog erinnert und etwas Licht ins Dunkel bringt, was den Moog-Synthesizer von anderen analogen Synthesizern unterscheidet.

Der zweite Teil der Reise ist eine Chronik einflussreicher Künstler, die das Minimoog Model D verwendeten, um neue Genres zu erkunden und die Klänge von morgen zu entdecken.

Das folgende Video ueigt einen Auszug aus einem BBC Micro Live-Special über elektronische Musik aus den 1980er Jahren, in dem Dr. Bob Moog den Minimoog demonstriert.

Am 12. Oktober 2014 jährt sich zum 50. Mal die Vorstellung des Moog Modular Synthesizers auf der New Yorker Tagung der Audio Engineering Society (AES). An diesem Tag im Jahr 1964 stellte Dr. Robert Moog der Welt einen völlig neuen Instrumententyp vor, der den Lauf der Musikgeschichte verändern und Jahrzehnte des zukünftigen Instrumentendesigns beeinflussen sollte. Diese Minidokumentation wurde von einem Moog-Ingenieur, einem Moog-Historiker und Bob Moog selbst erzählt und untersucht die Suche von Moog Music nach Wiederbelebung der ursprünglichen Methoden, Materialien und Designs, die in den grundlegenden modularen Synthesizern verwendet werden. Durch den Neuaufbau des modularen Systems von Keith Emerson entdeckt Moog Music die Kraft, Eleganz und das dauerhafte Erbe seiner ersten Instrumente wieder.

Keith Emerson demonstriert sein Moog Modular System anschaulich dem aufmerksamen Publikum.

Eine Moog-Dokumentation die viele Eindrücke hinterlässt. Der Synthesizer erobert die Welt mit neuen Wesenszügen eines Instruments, dass es bisher nicht gab. Moog bringt die Welt der Musik in einen neuen Einklang.

Live-Demo von Keith Emersons modularen Moog-Synthesizer von IEMEAPP.

'Look Mum No Computer' spielt das Moog System 55 in der Science Gallery Dublin .... mit dem Moog Soundlab, das im Grunde ein Moog System 55 und eine Menge anderer Dinge, wie Sub 37 und ein Rack von Voyagers und Moogerfooger ist.

Die ersten Songs, die Synthesizer verwenden.

Features und Testberichte

Vintage Synth: Moog Micromoog

1975 versuchte Moog mit dem Micromoog einen preisgünstigen und besonders portablen Synthesizer anzubieten. Alles zum Micromoog erfahrt ihr in unserem Vintage Special.

Vintage Synth: Moog Prodigy

"Prodigy" heißt übersetzt soviel wie "Wunderkind". Ein Name guter Name für den kleinsten (Vintage-) Moog, der den großen Klang des Moog Filters unter der Haube hat. Abfahrt!

Moog Subharmonicon Test

Der Moog Subharmonicon ist ein Trautonium-inspirierter, analoger und semi-modular aufgebauter Synthesizer mit polyrhythmischem Sequenzer im Desktop-Format. Wir haben uns den Synth einmal näher angesehen.

Moog Subsequent 25 Test

Der Moog Subsequent 25 ist ein kompakter Analog-Synth, der auf dem Erfolg des Sub-Phatty aufbauend die Verbesserungen der nachfolgenden Serien bietet. Wir haben uns den Synthesizer genauer angeschaut.

Moog Matriarch Test

Der Moog Matriarch ist ein 4-stimmig paraphoner Analogsynthesizer, der die Keyboardwelt 2019 in Aufruhr versetzte. Warum das so ist, haben wir in unserem Test untersucht.

Moog Grandmother Test

Mit dem Grandmother-Synth bietet Moog einen modularen analogen Synthesizer, der viel verspricht. Wir haben ihn getestet.

Moog Minimoog Model D Test

Er.Ist.Da! Minimoog: Model D. Mehr braucht man über den Ur-Synth von Moog eigentlich nicht sagen. Warum er so genial ist, das erfahrt ihr dennoch hier!

Moog Model 15 App Test

Moog haucht dem Modularsystem „Model 15“ aus dem Jahr 1973 mit der gleichnamigen iOS-App neues Leben ein. Einen modularen Moog-Synthesizer virtuell verkabeln – geht das? Und ob das geht!

Moog Mother-32 Test

Der Moog Mother-32 ist ein patchbarer Analogsynthesizer mit Sequencer, der sich als Basis für ein modulares System eignet. Wir haben ihn getestet!

Moog Minifooger MF Chorus Test

Trotz allgegenwärtiger Digitaltechnik setzt der Moog Minifooger Chorus auf analoge Signalverarbeitung und belebt sogar die guten alten Eimerkettenspeicher wieder.

Moog Werkstatt-01 Test

Der Synthesizer-Bausatz Moog Werkstatt-01 ist der günstigste Weg, um an einen Analogsynthesizer der Marke Moog zu kommen. Alle Details im bonedo-Test.

Moog Etherwave Theremini Test

Neben Synthesizern baut die Firma Moog schon seit Langem auch Theremins. Im neuen Etherwave Theremini kommen beide Instrumentengattungen zusammen.

Moog Animoog Test

Ist ein iOS Synthesizer von Moog nicht so überflüssig wie ein (fiktives) Mic-Modeling PlugIn von Neumann? Kann das gut gehen? Ja, es kann ...

Moog Sub Phatty Test

Moog hat die Phatty-Serie um den Sub Phatty ergänzt. Was genau unterscheidet den neuen analogen Synthesizer von seinen Geschwistern? In unserem Test werdet ihr es erfahren!

Moog 500 Series Analog Delay Test

Das Moog Analog Delay ist weit mehr als nur eine Eimerkettenschaltung, denn es bietet Software- und CV-Steuerung viele weitere Möglichkeiten! Welche? Lest weiter!

Moog The Ladder Test

Moog The Ladder bietet den legendären Kaskadefilter des Synthesizers für den API-500-Standard – und zudem Hüllkurvenverfolger, verschiedene Steilheiten und Hochpassfilter!

Moog Minitaur

Der Moog Minitaur war eine der begehrtesten Neuheiten auf der diesjährigen Musikmesse in Frankfurt. Nun steht er hier auf dem bonedo-Schreibtisch.

Moog Slim Phatty

Wir möchten hier ja niemanden mit 19"-Geschwätz langweilen, aber was wir über den Moog Little Phatty im Rackformat herausgefunden haben, würden wir an dieser Stelle trotzdem gerne loswerden. Und wer keine Racks mag, der kann sich den kleinen Synth auch auf den Tisch stellen.

Moogerfooger MF-101

Moog hat nicht zuletzt wegen seines Tiefpassfilters Weltruhm erlangt. Das Herzstück des MF-101 ist genau dieses Filter.

Moogerfooger MF-104Z

Es gibt auf dem Markt unzählige gut funktionierende Digital-Delays. Warum sollte man sich also gerade für eines der teuren und auf 1000 Stück limitierten analogen Delays aus dem Hause Moog entscheiden?

Moogerfooger MF-103

Ein Phaser liefert einen Effekt, der oft überstrapaziert wird. Warum es sich aber trotzdem lohnen kann, sich Moogs MF-103 einmal näher anzusehen, kann man im folgenden Kurztest lesen.

Moogerfooger MF-102

Einen Ringmodulator als Bodenpedal sieht man nicht alle Tage. Apropos Ringmodulator und Moog? Da war doch was.

Moogerfooger MF-105M

Eine Filterbank in Pedalausführung, ein analoges Pedal mit MIDI. Moog geht neue Wege. Bei so viel Innovationslust darf man gespannt sein, an wen sich das Gerät mit dem lustigen Namen wohl richtet.

Moogerfooger MF-107

Beim MF-107 handelt es sich nicht um einen Klangverfremder, sondern um einen Klangerzeuger - ein Mini-Synthesizer zum Andicken und für Geräuschhaftes.

Moog Filtatron

“Yeah!” haben am 18. Oktober viele geschrien, “eine iPhone-App von Moog!” Hysterie oder berechtigte Begeisterung?

Moog Voyager

Die analoge Klangerzeugung, Monophonie und die Moog-typische Optik des Voyager machen jedem Synthesizer-Fan Lust auf mehr. Den ganzen Rest erfahrt ihr hier.

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