Drumset_ohne_Becken
Test
4
19.02.2018

Praxis

Raus aus dem Karton und einmal durchgestimmt

Bevor es an den Soundcheck geht, stimme ich sämtliche Felle einmal durch. Die kleinen Toms sind schon grob vorgestimmt, mit etwas mehr Sorgfalt im Verhältnis zwischen Schlag- und Resonanzfellen wird Dämpfung quasi überflüssig, es sei denn, man mag es besonders trocken. Es ist kein Problem, die drei Toms in eine saubere Reihe zu stimmen, die Snare passt mit fest gespanntem Resonanzfell und in einer mittelhohen Stimmung des Schlagfells tonal gut dazu. Bei tieferen Snare-Stimmungen kollidiert das Teppichrascheln oft mit der Eigenresonanz des 10“ Toms, das ist aber ein bekanntes und weit verbreitetes Problem und absolut nicht dem AQ1 Set als solchem anzukreiden. Trotzdem klingt die Snare insgesamt relativ dünn und mit dem einfachen Snare-Teppich auch ziemlich rappelig. Die Bass Drum hat für den ersten Spieltest leicht gespannte Felle, aber keine Dämpfung im Inneren der Trommel, wobei das Resonanzfell (wie bei den Toms auch) etwas höher gestimmt ist. So klingt das Ganze:

Loch ins Fell und höhere Snare

Im zweiten Durchlauf wechsle ich das Fell der Bass Drum gegen ein vorgedämpftes Evans-Pendant aus meinem Fundus. Dieser eigentlich leichte Umbau verkompliziert sich aber schlagartig, als sich nach dem Lösen der Spannschrauben drei Stimmschraubenhülsen dazu entschließen, sich ins Innere der Böckchen zurückzuziehen. Eines bleibt so tief verschwunden, dass ich das komplette Spannböckchen erst vom Kessel abschrauben muss, um es wieder an Ort und Stelle zu befördern. Scheinbar verrutschen die kleinen Plastikeinlagen zur Sicherung im Böckchen, sodass die Hülse freie Bahn hat. 

Danach geht’s an den zweiten Soundcheck. Die Snare ist nun etwas höher gestimmt, ebenso wie das 10“ Tom. Die Bass Drum hat ein kleines Kissen spendiert bekommen und rockt direkt trocken und konkret los. Wieder gefallen mir Toms und Bass Drum am besten, die Snare klingt bei Rimshots etwas klirrend und insgesamt weiterhin mit wenig Substanz.

Alles in die hohen Lagen

Für den dritten Anlauf möchte ich noch herausfinden, wie sich die Toms und die Bass Drum in etwas höherer Stimmung machen. Die Antwort lautet: Erstaunlich gut! Trotz der vorgedämpften Felle schwingen und klingen alle drei Toms munter und sauber vor sich hin. Die Bass Drum ist mit etwas mehr Fellspannung ideal für Settings, in denen leiseres Spiel bei leichter Ansprache gefragt ist.

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