Mit dem VX-30 Head bringt Dave Friedman seine Interpretation des legendären Vox-AC30-Sounds auf den Markt. Auf dem Programm stehen laut Hersteller „chimey“ Clean-Sounds, dynamischer Edge-of-Breakup und obertonreicher Overdrive – ganz nach dem Vorbild des Klassikers. Damit wandelt der amerikanische Amp-Guru und Marshall-Spezialist erstmals auf den Pfaden der zweiten großen britischen Amp-Marke, die seit über 60 Jahren den Sound der E-Gitarre prägt. Passend zum Topteil gibt es eine 2×12-Box mit Celestion-Alnico-Blue-Speakern und eine demnächst erhältliche Combo-Version.

Der „andere“ britische Amp
Dave Friedman gehört seit über 25 Jahren zu den wichtigsten Figuren in der Welt der Röhren-Amps und hat sich vor der Gründung seiner eigenen Firma (2008) einen Namen als Modding-Spezialist mit prominenten Kunden wie Eddie Van Halen oder Steve Stevens gemacht. Amps wie der BE-100 gelten als moderne Vertreter des Hot-Rodded-Marshall-Sounds und genießen unter Kennern einen hervorragenden Ruf. Umso spannender ist, dass sich Friedman mit dem VX-30 ein Amp-Design zur Brust genommen hat, das klanglich in eine völlig andere Richtung geht. Der Vox AC30 ist berühmt für seine perlenden Clean- und mittenbetonten Crunch-Sounds und wurde unter anderem durch die Beatles, Brian May und The Edge weltberühmt.
Innovatives Kanal-Design
Der Friedman VX-30 orientiert sich am legendären Vox AC30 Top Boost und kommt dementsprechend mit einem Quartett aus EL84-Röhren (30 Watt Leistung) und zwei Kanälen (Normal, Brilliant). Anders als bei den historischen Vorbildern arbeiten die beiden Kanäle im VX-30 phasengleich und lassen sich stufenlos miteinander mischen. Das erinnert an das klassische Input-Jumping, wie man es beispielsweise von einem Plexi kennt. Praktisch handelt es sich beim VX-30 also um einen Einkanaler. Während der Normal-Channel über einen 3-fach-Voice-Switch (Treble, Normal, Bass) verfügt, kann der etwas heller klingende Brilliant-Channel per Treble- und Bass-Poti bearbeitet werden. Global sorgt ein Cut-Poti für die Anpassung der hohen Frequenzen.

Friedman VX-30 – nah am Original trotz moderner Features
Wer schon einmal das Vergnügen mit einem alten Vox AC30 hatte, wird wissen, dass diese Verstärker trotz ihrer nominellen 30 Watt enorme Lautstärken entwickeln können – vor allem im übersteuerten Bereich. Glücklicherweise hat sich Dave Friedman beim VX-30 für ein Master-Volume-Poti entschieden, mit dem die beiden Kanäle bei erträglichen Lautstärken an ihren Sweetspot getrieben werden können. Hier deckt sich das Design mit den aktuellen AC30-Modellen von Vox, auch wenn Friedman beim VX-30 auf die Tremolo-Sektion verzichtet hat. Einen FX-Loop sucht man „traditionell“ ebenfalls vergebens. Streng nach dem Motto: weniger ist mehr (Sound).
Was kostet der Friedman VX-30 Head?
Preislich liegt das Topteil mit 2.999 Euro im gehobenen Segment, was die Kenner von Friedman-Amps nicht überraschen dürfte. Für das passende 2×12-Extension-Cab werden aktuell 1.599 Euro aufgerufen. Neben der demnächst verfügbaren schwarzen Version wird es Amp und Box zukünftig auch im cremefarbenen Ivory-Tolex geben.
Weitere Informationen unter: https://friedmanamplification.com/
























