Zildjian A-Custom Rezo Test

Dass ausgerechnet der pure Zufall richtungsweisend für sein Leben und das aller seiner Nachkommen sein würde, hätte Avedis Zildjian, den Gründer einer der 300 ältesten Firmen der Welt, wahrscheinlich schockiert. Eine Kurzfassung der abstrusen bis fabelhaften Geschehnisse im 16. Jahrhundert lautet in etwa so: Avedis´ Versuch, aus unterschiedlichen Metallen Gold herzustellen hat zwar nicht funktioniert, aber die Metalle klangen dafür so mächtig, dass der armenische König sie zur Einschüchterung der Gegner seines Landes mit in die Schlacht nahm. Auf dem Weg vom Kriegsgerät der armenischen Armee hin zum Kriegsgerät moderner Drummer hat sich seit knapp 400 Jahren eines nicht verändert: die genaue Metallmischung der Avedis-Becken. Wir sind trotzdem nicht eingeschüchtert und testen mutig für euch die neueste Erweiterung der Avedis Linie von Zildjian auf ihre Fähigkeiten sich auch ohne Gewalt angemessen Gehör zu verschaffen.

Dass eine gewisse Erwartungshaltung mit den Weiterentwicklungen von Musikinstrumenten einhergeht, davon können auch andere Instrumentenbauer ein Lied singen. So werden Firmen wie Fender, Vox oder Wurlitzer wahrscheinlich noch von in 100 Jahren an ihren legendären Instrumenten aus den 1960er und 70er Jahren gemessen. Doch wenn es um Tradition geht, stellt die Produktlinie “Avedis Zildjian” alle Instrumente der Erde in den Schatten. Eine Weiterentwicklung einer solchen Institution macht nur dann wirklich Sinn, wenn man mit klugen Erweiterungen das Vorhandene ergänzt. Die Motivation könnte natürlich auch sein, mit einem großen Namen als Zugpferd eine eher mäßige Entwicklung  trotzdem gut unter die Käufer zu bringen. Es lohnt sich also, die Becken einmal genauestens unter die Lupe zu nehmen.

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