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Visual Sound Route66 V2 Test

KONZEPT
Das Route 66 V2 ist die Weiterentwicklung des Route 66, eines Klassikers aus dem Hause Visual Sound. Das Pedal beherbergt zwei separate Geräte, einen Kompressor und einen Overdrive-Effekt.

Um die Auswahl zu erklären, holen wir ein wenig aus: Die grundlegende Klanggestaltung heutiger Gitarrensounds beinhaltet fast immer einen gewissen Verzerrungsgrad. Angefangen mit einer nur leichten Sättigung, über unendlich viele Zwischenstufen, bis zum heftigsten Brett vor dem Herrn. Einen absolut cleanen Sound spielten im Grunde noch nicht einmal die Shadows, denn Hank Marvin arbeitete damals mit einem halb aufgerissenen Vox AC-30, wodurch er seinen sustainreichen, singenden und scheinbar cleanen Ton erhielt. Auf einen ähnlichen Effekt setzen viele Country-Gitarristen, die für die Realisierung ihrer Sounds eine dezente Verzerrung in Verbindung mit einem Kompressor nutzen.

Und genau hier liegen die Stärken des Route 66 V2. Der Signalweg innerhalb des Gerätes ist festgelegt und die Gitarre durchläuft immer zuerst die Kompressor-Schaltung, bevor es in die Overdrive-Abteilung geht. Diese Reihenfolge ist zwar durchaus sinnvoll, der umgekehrte Weg ist jedoch auch nicht zu verachten. Auf diese Idee hat mich Robert Keeley gebracht, der den Overdrive  lieber vor den Kompressor setzt. So entstehen ebenfalls interessante Blues- und Countryrock-Sounds. Vielleicht gibt’s demnächst ein Update, bei dem sich die Reihenfolge mittels Schalter wechseln lässt.

DETAILS
Die spitz zulaufende Gehäuseform des Route 66 V2  ist typisch für die Geräte von Visual Sound. Selbst die beiden Platinen im Inneren des beigen Stahlblechgehäuses haben diese Form. Hier wird buchstäblich jeder Winkel ausgenutzt. Und das ist auch gut so, denn schließlich ist das Pedal bis unters Dach mit Elektronik vollgestopft und besitzt wesentlich mehr Bauteile als sein Vorgänger. Im Gegensatz zum ersten Modell beinhaltet diese überarbeitete Version ein zusätzliches Noise-Gate, was den vermehrten elektronischen Aufwand erklärt. Die Rauschunterdrückung macht sich vor allem dann bemerkbar, wenn der Kompressor aktiviert ist. Optisch sind beide Effekteinheiten voneinander getrennt, wobei  jede Seite drei Regler und je einen Fußschalter besitzt. In der Overdrive-Sektion stehen Drive, Tone und Volume zur  Verfügung. Ein zusätzlicher Schalter pro Seite sorgt in der Overdrive-Sektion für eine Bassanhebung zur Realisation fetterer Zerr-Sounds. Kompressorseitig wird mit diesem Schalter die Klangregelung umgangen. Zwei LED-Anzeigen leuchten bei Aktivierung des jeweiligen Effektes auf. Zur Stromversorgung benötigt das Gerät entweder einen 9 Volt Block oder ein handelsübliches 9 Volt DC Netzteil

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