Mit dem Behringer The Flange With No Name lässt der Hersteller einen weiteren Klassiker der Effektpedal-Historie neu auferstehen. Das analoge Stereo-Modulationspedal basiert auf dem gleichnamigen Modell der englischen Firma Lovetone, die zwischen 1995 und 2001 aktiv war. Entgegen der Namensgebung handelt es sich beim Flange With No Name keineswegs nur um einen Flanger. Vielmehr operiert das Pedal an den Grenzen zwischen Chorus, Vibrato, Flanger und Tremolo. Und das Ganze mit einem deutlichen Hang zum Chaotischen und Abgedrehten.

- eigenständige und inspirierende Sounds
- vielseitig einsetzbar
- flexible Anschlussmöglichkeiten
- niedriger Preis
- kein echter Bypass (Input-Gain-Stage immer aktiv)
- leicht erhöhtes Grundrauschen
Was für ein Effekt ist das Flange With No Name?
Beim Flange With No Name handelt es sich im Kern um einen analogen zeitbasierten Modulationseffekt, bei dem eine Kopie des Eingangssignals per LFO periodisch verzögert wird. Die dadurch entstehende Tonhöhenmodulation kann je nach Intensität und Anteil des trockenen Signals genutzt werden, um Vibrato-, Chorus- oder Flanger-Effekte zu erzeugen (Time-Sektion). Zusätzlich verfügt das Pedal über einen Tremoloschaltkreis (Space-Sektion), bei dem das Signal in seiner Lautstärke moduliert wird. Beide Schaltkreise können per Fußschalter separat aktiviert, als Mono-Summe oder über getrennte Ausgänge in Stereo ausgegeben werden. Zusätzlich kann per Fußschalter eine Effektschleife (Loopage) aktiviert werden, die in der Schaltung vor der zeitbasierten Effektsektion (Time) platziert ist.
So wird das Behringer Flange With No Name bedient
Das Herzstück der Time-Sektion bildet das Manual-Poti, da es die Verzögerungszeit der zeitbasierten Modulation festlegt und damit auch den Übergang von Chorus zu Flanger. Effektanteil, Effekttiefe und Feedback werden dabei über die Potis „Action“, „Depth“ und „Reaction“ gesteuert. Die Wahl der Modulationsgeschwindigkeit erfolgt über das Rate-Poti und betrifft die beiden Effektsektionen Time und Space gleichermaßen. Ebenfalls für beide Effekte zuständig ist ein Vierfach-LFO-Schalter, mit dem verschiedene Kombinationen aus Rechteck- und Dreieckskurven für beide Effekte gewählt werden können. Ständig, also auch im Effektbypass, ist dabei das I/p-Gain-Poti aktiv, mit dem die Eingangsverstärkung des angeschlossenen Instruments geregelt wird. Im Hinblick auf die Verarbeitung fällt auf, dass die Potis recht wackelig wirken, da sie direkt auf der Platine sitzen und nicht zusätzlich mit dem Gehäuse verschraubt sind.
Welche Anschlüsse beherbergt das Gehäuse?
Das Flange With No Name verfügt über einen Mono-Eingang für Instrumente (In) und zwei separate Outputs für die beiden Effektsektionen (Time Out, Space Out), die im Mono-Betrieb auf einem Ausgang (Space Out/Mono) summiert werden. Externe Effekte können über einen FX-Loop (Send, Return) integriert werden, während zwei weitere Anschlüsse zum Triggern des LFOs (Trig/Gate) und zur externen Steuerung des Manual-Potis (CV In/Pedal) genutzt werden können. Die Stromversorgung des (B × H × T) 200 × 60 × 150 mm großen und 1080 Gramm schweren Pedals erfolgt mit einem Standard-9-V-Netzteil bei einer Stromaufnahme von 400 mA.



























