Mit dem Blackstar ID:X Floor One schickt der Hersteller aus dem englischen Northampton einen kompakten Amp- und Effekt-Modeler im Floorboard-Format ins Rennen. Trotz seiner handlichen Abmessungen bringt das Pedal 18 Ampmodelle für Gitarristen und Bassisten, eine CabRig-Sektion, zahlreiche Effekte sowie ein integriertes USB-Audio-Interface mit. Damit empfiehlt sich der ID:X Floor One für den Einsatz auf der Bühne, im Proberaum und im Homestudio gleichermaßen.

- solide Soundqualität
- intuitive Bedienung
- tadellose Verarbeitung
- kompakte Maße
- kein Expression-Pedal-Anschluss
- Laden eigener IRs wird nicht unterstützt
- manche Amp-Sounds etwas flach
Blackstar ID:X Floor One: kompakte Maße, sinnvolle Ausstattung
Der Blackstar ID:X Floor One präsentiert sich in einem kompakten schwarzen Metallgehäuse mit den Maßen 215 × 151 × 66 mm (L × B × H). Dank solch überschaubarer Abmessungen dürfte das Pedal problemlos in jedem Gigbag Platz finden.
Die Bedienoberfläche ist klar strukturiert: Acht Potis kümmern sich um den direkten Zugriff auf die Amp-Sektion. Darunter finden sich ein – für meinen Geschmack etwas zu kleines – LC-Display, neun Softpotis sowie zwei Endlosencoder mit Druckfunktion. Am unteren Rand stehen drei Fußschalter bereit, über die sich Presets abrufen, der Tuner aktivieren oder das Tempo eintappen lässt.
Sämtliche Anschlüsse sitzen stirnseitig. Die Konnektivität fällt zwar nicht üppig aus, erweist sich aber als überaus praxisgerecht. Neben dem Instrumenteneingang bietet der ID:X Floor One einen Stereo-XLR-Output sowie einen „To Amp“-Ausgang. Ergänzt wird das Anschlussfeld durch einen USB-Port, einen Line-/Phones-Out im 6,3-mm-Klinkenformat, einen Line-In sowie einen MIDI-In als Miniklinke. Etwas vermisst habe ich den Zugang für ein Expression-Pedal, mit dem man z. B. die Wah-Funktion des Pedals hätte steuern können. Rechts außen befindet sich schließlich der Anschluss für das mitgelieferte Netzteil, das das Pedal mit 9 Volt bei 500 mA versorgt.
Was bieten die Amp-, Cab- und FX-Sektionen des Blackstar ID:X Floor One?
Der Blackstar ID:X Floor One verfügt neben einer Amp- und einer Cab-Sektion auch über ein Pre-FX-Modul sowie drei Post-FX-Blöcke. Insgesamt stehen 18 Amp-Modelle bereit, verteilt auf drei Gruppen mit je sechs Voices, darunter drei Bass- und zwei Akustikmodelle sowie eine Akustiksimulation. Inhaltlich orientiert sich Blackstar dabei teils an bekannten Vorbildern, ergänzt das Angebot aber auch um eigene Amp-Modelle.
Zur weiteren Klangformung spendiert Blackstar dem Gerät neben Noise-Gate und Dreiband-EQ auch den hauseigenen ISF-Regler, mit dem sich das Tonestack stufenlos zwischen amerikanischer und britischer Ausrichtung verschieben lässt. Sogar der Endstufentyp kann frei bestimmt werden. Die CabRig-Sektion arbeitet mit IR-basierter Speaker- und Mikrofon-Simulation samt Raumparametern und auch die Effektsektion zeigt sich vielseitig: Der Pre-FX-Block beinhaltet zahlreiche Zerrer, aber auch Kompressoren und Filter. Dahinter folgen Modulations-, Delay- und Reverb-Effekte.
Sämtliche Voreinstellungen können auf 99 Preset-Slots abgespeichert werden, die in 33 Bänken angeordnet sind. Erfreulich ist dabei, dass die Bedienung trotz des beträchtlichen Funktionsumfangs sehr zugänglich bleibt, wobei gerade das übersichtlich aufgebaute Amp-Bedienfeld positiv hervorsticht.
Wie benutzerfreundlich ist der Blackstar Architect Editor?
Noch komfortabler gehen Editiervorgänge mit dem Blackstar Architect Editor von der Hand. Die Software ist grafisch ansprechend umgesetzt, erschließt sich weitgehend intuitiv und gewährt Zugriff auf globale Parameter und Systemeinstellungen. Auch der Einsatz des Blackstar ID:X Floor One als USB-Audio-Interface ist problemlos möglich.


