Mit dem Nux MG-50Li hat der Hersteller aus Fernost ein neues Amp-Modeling-Flaggschiff im Angebot, das beide Technologien nutzt: Amp-Modeling und die neue Nux-DeepImage-Capture-Technologie zum Erstellen eigener Amp-Profile. Außerdem können NAM-Modelle geladen werden. Das Gerät ist eine verbesserte Version des Bestsellers MG-30 mit einem großen 5-Zoll-Bildschirm und umfangreichen Anschlussmöglichkeiten für viele Studio- und Live-Konfigurationen. Die Signalkette wurde auf 14 Blöcke erweitert und bietet noch mehr Routing-Optionen. Was man mit dem MG-50Li alles anstellen kann, erfahrt ihr in diesem Test.

- großes Angebot an Amp-Modellen und Cab-IRs
- eigene Amp-/Overdrive-Profile per Nux-Image-App
- sehr gutes Bedienkonzept
- variables Signalrouting
- NAM-Modelle können geladen werden
- solide Hardware
- 5“-Farbdisplay
- integrierter Akku
- (keins)
Diese Technologie zeichnet den Nux MG-50Li aus
Das MG-50Li bietet die Kombination von Amp-Modeling- und Amp-Capture-/Profiling-Technologie. Im Angebot sind 28 TS/AC-4K-White-Box-Amp/Cab-Modelle mit physikalischem Modeling und 30 DeepImage-Profiling-Amps, wobei die Power-Amp-Sektion fünf verschiedene Endstufenvarianten bereitstellt. Die Speaker-IRs sind mit der Cyber-IR-Technologie erstellt, die auch die Positionierung des Abnahmemikrofons zulässt und so entscheidende Veränderungen am Sound erlaubt. Das Gerät kommt mit dem integrierten Akku bis zu fünf Stunden ohne Steckdose aus.
Das Nux MG-50Li geizt nicht mit Ausstattung
In dem kompakten und roadtauglichen Metallgehäuse steckt einiges an Technologie. Zum einen das bereits erwähnte Amp-Modeling/Profiling, zum anderen eine große Zahl an Effekt-Algorithmen, die so ziemlich alle musikalischen Einsatzbereiche abdecken. Die drei DSPs sorgen dabei für eine stabile Performance, sogar wenn man mit parallelen Signalwegen und vielen Effekten unterwegs ist.
Der interne Speicher bietet 297 Speicherplätze, aufgeteilt in 99 Bänke mit je drei Presets. Ein 5″-Farbdisplay und fünf Parameter-Encoder stehen als Bedienelemente bereit, aber das Editieren funktioniert auch bequem mit der Nux-Audio-App für Smartphone/Tablet oder Computer. Die Verbindung über Bluetooth bzw. USB funktionierte beim Test auf Anhieb problemlos. Für den Bluetooth-Betrieb mit einem Smartphone/Tablet ist das mitgelieferte NBT-1 Modul notwendig.
Wie wird das MG-50Li auf der Bühne bedient?
Für die Performance auf der Bühne (oder zu Hause) stehen sechs Fußtaster zur Verfügung, die mit den drei Modes Preset, Stomp und Scene bestimmte Funktionen schalten. Im Preset-Mode werden einzelne Presets aktiviert, im Stomp-Mode vorher festgelegte Effekte in der Signalkette ein- und ausgeschaltet, und im Scene-Mode drei gespeicherte Amp-/Effekt-Kombinationen aufgerufen. Alle drei Modi können mit den beiden vorderen Fußtastern gewechselt werden. Diese sind zur besseren Erreichbarkeit etwas höher als die vier in der hinteren Reihe. Ein Viertel-LED-Ring gibt zudem Auskunft über den aktuellen Status.
Ganz rechts wartet ein Expression-Pedal mit schaltbarer Zweitfunktion, das ab Werk für die Gesamtlautstärke zuständig ist. Tritt man es durch, aktiviert man die Zweitfunktion, zum Beispiel einen Wah- oder Pedal-Pitch-Effekt.
Entspricht das Angebot dem Preis?
Das Nux MG-50Li geht aktuell (April 2026) für rund 420 Euro über die Ladentheke. Gemessen an seiner Ausstattung, Bedienerfreundlichkeit, Verarbeitung und den verwendeten Komponenten kann man ihm auf jeden Fall ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis bescheinigen.
