Mit dem PRS DGT 15 Combo schafft es nun auch die Combo-Version des beliebten DGT 15 Amps ins Angebot des amerikanischen Herstellers. Der Gitarrenverstärker ist eines der beiden Signature-Modelle, die zusammen mit dem amerikanischen Gitarristen David Grissom (u. a. John Mellencamp, Joe Ely) entstanden. Der Aufbau ist mit dem des Topteils identisch, außer dass hier ein 12“ Celestion Vintage 30 Speaker für die Signalausgabe verantwortlich ist. Mit 15 Watt zählt der einkanalige Combo, der sich auch als Pedal-Plattform anbietet, zu den Low-Gain-Single-Channel-Amps. Darüber hinaus zielt er mit Federhall und Tremolo eindeutig auf Vintage-Sounds ab.

- saubere Verarbeitung, hochwertige Bauteile
- Sound
- dynamische Ansprache
- variable Schaltmöglichkeiten (Bright, Master-Volume, Boost)
- effektive Klangregelung
- Federhall & Tremolo
- (keins)
Was macht PRS DGT 15 Combo so besonders?
Der Amp ist recht schnörkellos als Einkanaler ausgelegt, allerdings mit einer großen Zahl an Variationsmöglichkeiten. So kann der Master-Regler entweder permanent aktiv, nur dem Boost zugewiesen oder komplett deaktiviert sein. Auch gibt es neben dem normalen 3-Band-EQ um Anheben und Absenken des hohen Frequenzbereichs einen Presence- und einen Top-Cut-Regler. Mit ihnen ist dort einiges an Finetuning möglich.
Ein Bright-Schalter hebt zusätzlich die hohen Frequenzen an und der Boost sorgt für eine Extraportion Gain. Und schließlich unterstützen Hall und Tremolo den besagten Vintage-Vibe. Denn klanglich geht es eindeutig in Richtung Low-Gain-Vintage, inspiriert von Fender- und Vox-Klassikern.
Was sind die Eigenschaften des PRS DGT 15 Combo?
Der sauber verarbeitete Amp setzt auf qualitativ hochwertige Bauteile und bietet auch mit nur 15 Watt das begehrte „schmatzige“ Kompressionsverhalten und das dazu passende Spielgefühl. Das Ganze funktioniert schon bei moderaten Pegeln, die er dank des Master-Volumes auch liefern kann.
Aber das bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass der Amp zu leise wäre. Im Gegenteil: Im Ernstfall besteht er auch gegen Drums und Bass, und das sogar, ohne allzu früh zu übersteuern. Dabei zeigt sich der Sound angenehm rund und satt.
Mit Overdrive-Pedalen und sonstigen Zerrgeneratoren versteht er sich ausgezeichnet, allerdings fehlt dem PRS DGT 15 Combo ein FX-Loop. Modulation-, Delay- und Reverb-Pedale müssen also ganz traditionell vor den Amp geschaltet werden. Ein typisches „Working Horse“ für Gitarristen, die auf traditionelle Röhrenamps stehen, aber auf der Bühne keinen Vollgaspegel benötigen.
Entspricht das Angebot dem Preis?
Auf jeden Fall! Der Amp ist zwar kein Schnäppchen, aber für rund 1300 Euro bietet der Combo eine für einen Einkanaler recht umfangreiche Ausstattung, dazu einen amtlichen, variablen Röhrensound. Alles in allem kann man dem PRS DGT 15 Combo ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bescheinigen.



