Tokio-Hotel-Sänger Bill Kaulitz wehrt sich juristisch gegen queerfeindliche Angriffe auf der Plattform X. Im Podcast „Kaulitz Hills – Senf aus Hollywood“ berichten die Kaulitz-Brüder nicht nur über ihr Leben in Los Angeles, sondern auch über ihre Positionierung gegenüber der AfD.

In diesem Podcast berichten Bill und Tom Kaulitz über einen Berliner AfDler, gegen den Bill Kaulitz juristisch vorgegangen sei. Der Politiker habe sich in den sozialen Netzwerken abfällig über den 36-Jährigen geäußert.
Konkreter Fall im Podcast geschildert
Normalerweise gehe Bill Kaulitz nicht gegen solche Online-Attacken vor, kommentierte das Tokio-Hotel-Mitglied. Bei Politikern der AfD wollte er aber konsequenter sein. Ihre politische Haltung machten die Brüder bereits deutlich und riefen ihre Fans dazu auf, gegen diese Partei zu stimmen.
Nun erhielt der namentlich nicht weiter genannte Berliner Politiker laut Kaulitz anwaltliche Post sowie eine einstweilige Verfügung. Nach Auffassung des Gerichts wurden dabei die Grenzen zulässiger Meinungsäußerung überschritten. So äußerte sich der AfDler auf der Plattform X negativ zu einer Haarpflege-Kampagne von Bill Kaulitz und griff dabei auch seine sexuelle Orientierung an.
„Wenn ihr sowas postet, dann bekommt ihr öfters Post von mir.“ – Bill Kaulitz gegen die AfD.
Das Landgericht Hamburg bestätigt, dass die Aussagen des Politikers nach Auffassung des Gerichts eine gezielte Herabwürdigung und die Überschreitung der Grenze zulässiger Meinungsäußerung darstellt. Nun erließ das Hamburger Gericht eine einstweilige Verfügung, die bei Nichteinhaltung Ordnungsgelder verhängt.
Gericht setzt Grenzen
Der Fall Kaulitz sorgte auch auf weiteren Plattformen und in rechten Medien für angeheizte Diskussionen. Nach dem Gerichtsbeschluss seien entsprechende Plattform-Einträge und Artikel allerdings gelöscht worden.
























