Radial Bassbone Test

FAZIT

Wenn man seinen Nutzen und seine einfache Bedienung in die Waagschale wirft, ist der Bassbone definitiv ein Winner. Aber es gibt leider auch einige Kritikpunkte, die nicht zu übersehen sind. Zunächst einmal die positiven Seiten: Sehr übersichtlich und klar strukturiert bietet der Bassbone vor allem im Livebetrieb die komfortable Möglichkeit, zwei Bässe über zwei getrennte Kanäle optimal auf einen Mischpultkanal zu routen. Zusätzlich erlaubt er, das Signal wahlweise per Fußschalter zu boosten oder einen seriellen Effektweg zu aktivieren, der ebenfalls geboostet werden kann. Für diesen Effektweg benötigt man allerdings ein Y-Kabel.

Will man den Tunerausgang in Verbindung mit einer Stummschaltung nutzen, opfert man blöderweise den Boost/Effektweg, da zu diesem Zweck eine Dummy-Klinke die Effektbuchse belegen muss. Diese Vorgehensweise erinnert mich sehr an Methoden aus der Elektroniksteinzeit. Ebenfalls nicht nachvollziehbar ist die Tatsache, dass ein Gerät mit einem so großen praktischen Wert für den Live-Einsatz ausschließlich mit einem speziellen 15 Volt Netzteil betrieben werden muss – Batterie oder Phantomspeisung sind nicht vorgesehen. Der Ersatzteilkoffer sollte deshalb immer gut gerüstet sein.
Der hervorragende Sound des Bassbone ist allerdings über solche Unpässlichkeiten absolut erhaben, was ihn in großen Teilen rehabilitiert.

Technische Daten Radial Bassbone
  • Eingangs Impedanz: 470kOhm Eingangsbuchse
  • Boost Level: 0dB to +12dB
  • 3 band EQ bei Input 2:
  • +/- 12dB @ 75 Hz
  • +/- 10dB @ 470 Hz
  • +/- 16dB @ 5.6 kHz
  • Shape 1 bei Input 1:
  • +4.5 dB @ 110 Hz
  • -5.1 dB @ 650 Hz
  • +2.7 dB @ 4.3 kHz
  • Shape 2 bei Input 1:
  • +3.7 dB @ 75 Hz
  • -6.3 dB @ 350 Hz
  • +11 dB @ 5.6kHz
  • Ausgangsimpedanz: 10K Ohm
  • Symmetrischer Ausgang Impedanz: 600 Ohms
  • Strom: 15V Gleichstrom Netzteil, 400mA, Mittelpol positiv
  • Maße (W x D x H): 175mm x 52mm x 114mm
  • Gewicht: 1000 g
  • Preis: ca. 310,- €
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