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Fünf Tage Amsterdam und ich lebe wieder: ADE 2019 – Ein persönliches Fazit

Jetzt ist die große Sause des Jahres schon wieder vorbei. Amsterdam – was für eine Stadt. Irgendwie mag ich das wirre Treiben, engen Gässchen und natürlich die Grachten, die einen überall hin verfolgen. Ach so, ja: Das Wetter. Wie immer regnerisch bis warm und sonnig. Alles war an den fünf Tagen vom 16. bis 20. Oktober vertreten. Glücklicherweise wurden, wie immer, kostenlos Regenschirme im ADE Look verteilt. Das hilft, nicht ganz so nass zu werden. Denn um die mittlerweile unzähligen Spots in der Stadt zu erreichen, sind Fußmärsche an der Tagesordnung. Ich habe dieses Jahr sogar knapp 50 Kilometer auf meiner iPhone App zählen lassen. Das kann sich doch sehen lassen!

(ADE 2019 Credit coohn.nl CoenvanTartwijk)
(ADE 2019 Credit coohn.nl CoenvanTartwijk)

Wie jedes Jahr nach dem Event, nehme ich mir eigentlich vor, einen Plan zu erstellen. Ansonsten wird es bei den gefühlt eine Millionen Events, Locations und Hot Spots unmöglich, die für mich interessanten Aufführungen, Diskussionsrunden, Workshops und auch Parties hintereinander abzufeiern. Leider kommen immer wieder kurzfristig neue Angebote dazwischen, man trifft hier und da Bekannte, sitzt ein wenig länger im Café oder beim internationalen Mittag- beziehungsweise Abendessen. Und das heißt: umplanen!
Bombastisch sind die riesigen, aber auch kleinen Locations, in denen die Parties stattfinden. Und das passiert nicht, wie üblich, nur in der Nacht, sondern jetzt auch durchgängig von Mittwoch bis Montag auch am Tage. Große Headliner spielen jetzt nonstop, beginnen sogar schon um 9 Uhr morgens. Wie soll man das durchhalten? Dazu kommt, dass mein Hotelzimmerfenster direkt eine Etage über einem Coffeeshop lag. In meinen kurzen Ruhepausen lag also immer ein gewisser Duft in meinem Reich. All inclusive sozusagen.
Am dritten Tag musste dann tagsüber bei den Podiumsdiskussionen im De La Mar Theatre die Sonnenbrille herhalten. Denn die Nacht davor war mal wieder beeindruckend. Im Gashouder tummelten sich nämlich über 10.000 tanzwütige Techno Freaks zum Viervierteltakt der Drumcode Elite DJs. Ein Highlight hier ist die gigantische Lightshow mit Indoor Feuerwerk. Aber auch alle anderen Parties glänzten mit unglaublich interessant gestalteten Bühnen und extrem viel Technik.
Im De Brakke Grond trafen sich Synthesizer Nerds und Teilnehmer der Musik-Workshops zum Plausch. Leider wurde hier nicht mehr so viel ausgestellt und angeboten, wie in den letzten Jahren. Warum das so ist, verstehe ich nicht. Auch die Qualität der Masterclasses durch sehr bekannte und beliebte Musiker und Produzenten hat deutlich nachgelassen. Als versierter Klangbastler habe ich hier keine neuen Tricks erlernen, noch neue Ideen mit nach Hause nehmen können. Vielleicht habe ich auch nur die falschen Workshops besucht. Sehr interessant war der Vortrag der Cercle Gründer, die von ihren außergewöhnlichen Events berichteten.
Jetzt bin ich seit einer Woche wieder zuhause und habe so langsam mein Schlafpensum wieder erreicht. Und ich muss sagen: das Amsterdam Dance Event hat sich mal wieder gelohnt! Das Event im nächsten Jahr vom 21. bis zum 25. Oktober 2020 wird auf jeden Fall wieder gebucht.

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von Marcus Schmahl

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