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11.04.2012

Vintage Synth: Sequential Circuits Prophet 600

Der „kleine“ Prophet - der erste Synthesizer mit MIDI

Der Sequential Circuits Prophet 5 ist eine Legende – der "kleine Bruder" Prophet 600 ist erheblich weniger bekannt. Dabei war er der erste Synth, der MIDI aufzuweisen hatte. Und auch preislich ist er erschwinglicher. Zeit für einen genaueren Blick!

Eigentlich war ich immer schon eingeschworen auf Yamaha, Roland und ein paar Exoten, wie z.B. Crumar. Aber am guten Ruf von Sequential Circuits lässt sich nicht rütteln. Was ist Legende an dem guten Ruf und was hat dieser kleine Prophet wirklich drauf? Prophet 5 oder gar Prophet T8 waren einfach zu selten und damals zudem unerschwinglich. Preise zwischen 2200 und 4000 Euro waren für ein erstes Antesten einfach unangemessen. Da schien der Prophet 600 gerade richtig. Preise zwischen 800 und 1000 Euro waren bezahlbar. Zudem hatte er - im Vergleich zu seinem Vorgänger Prophet 5 - eine Stimme mehr und er war der erste Synthesizer überhaupt, der mit Midi aufwarten konnte.

Als ich dann meinen ersten Prophet 600 gekauft hatte, dachte ich zunächst, der Verkäufer wollte mich übers Ohr hauen und mir ein leeres Gehäuse andrehen - so leicht war das Ding. Nachdem ich ihn dann an einen Verstärker angeschlossen hatte, musste ich zugeben, dass sich dem „leeren Gehäuse“ doch ein überraschend voller Sound entlocken ließ. Meine Ohren waren geeicht auf die Yamaha CS, auf Juno und Jupiter und betreten mit dem SCI Neuland.

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