Test
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07.11.2018

Tama S.L.P. Limited G-Maple 14x6 Snare Drum Test

Snare Drum aus Ahorn

Zehn sind dicker als sieben

In Tama's Sound Lab Project (S.L.P.) Reihe tummelt sich mittlerweile eine große Anzahl von Snare Drums unterschiedlichster Bauweisen. Unser heutiges Testobjekt sticht jedoch in einem Punkt alle aus, denn es besitzt die mit Abstand längste Typenbezeichnung, die mir bei Snare Drums bisher untergekommen ist:  Tama Sound Lab Project Limited Model G-Maple 14x6 Figured Maple Outer Ply Snare Drum. Das ist schon was, wird dem Instrument aber insofern gerecht, als es eben auch etwas Besonderes in der Serie darstellt. Es handelt sich nämlich um ein limitiertes Modell für das Jahr 2018. Dafür haben die Tama-Entwickler der Snare nicht nur einen besonders dicken Kessel spendiert, sondern auch ein edles Außenfurnier aus speziell gemasertem Ahornholz. Somit sind alle wichtigen Infos zur Trommel in der Typenbezeichnung enthalten.  

Die Bezeichnung G-Maple steht bei Tama nämlich für extra kräftige Holzkessel, den Anfang machte vor einigen Jahren eine Ahorn-Snaredrum aus der Starclassic-Reihe (welche der Autor dieser Zeilen übrigens mal besaß). Aber auch im aktuellen S.L.P. Sortiment finden sich bereits drei Modelle dieser Bauart. Das Ziel der erhöhten Wandstärke ist die Stabilisierung des Klangkörpers und eine damit einhergehende Fokussierung des Tons. Eine höhere Eigenresonanzfrequenz sowie eine sensiblere Teppichansprache sollen weitere positive Aspekte der G-Konstruktion sein. Für Fans mollig-muffiger Retrosounds ist unser Testobjekt also eher nicht gemacht, Projektion, Präsenz und Lautstärke stehen stattdessen auf der Speisekarte.  

Details

Dicker Kessel mit spitzer Gratung

Dass es sich bei der G-Maple 14x6 um eine spezielle Snare Drum handelt, merkt man nicht nur am edlen Aussehen, sondern auch am Gewicht. Das S.L.P. Schwestermodell mit dem regulären Holzkessel kommt auf eine Wandstärke von sieben Millimetern, unsere Testtrommel hingegen besitzt zehn. Dazu tragen 11 Lagen kreuzverleimtes Ahorn plus eine weitere Lage auffällig gemastertes Außenfurnier bei. Optisch sowie in puncto Verarbeitung präsentiert sich die Trommel in makelloser Verfassung. Die 45 Grad-Abschrägung der Kesselränder wurde exakt ausgeführt und bildet mit dem kurzen Gegenschnitt eine scharfe Auflagekante für die Felle. Für Tama typische, sehr breite Snarebeds sollen dem Teppich eine angemessene Auflage bieten. Für Staunen und anerkennende Kommentare sorgt aber besonders die hochglanzlackierte Außenlage mit dem Namen Figured Vintage Maple Gloss, die der Snare mit ihrer schönen Tiefenwirkung eine sehr edle Note verleiht. 

Auch die Stimmschrauben wurden schwarz eloxiert

Für die S.L.P. Reihe können die Tama-Konstrukteure aus einem ansehnlichen Fundus an verschiedenen Kessel-Hardware-Optionen wählen. Im Falle der Testtrommel hat man sich für insgesamt 20 der bekannten Starclassic-Einzelspannböckchen entschieden, welche in Kombination mit den 2,3 Millimeter starken Steel Mighty Hoops (Stahlspannreifen) für eine saubere Stimmung sorgen sollen. Apropos Stimmung: Damit die Snare das gewählte Tuning möglichst lange hält, wurden die Stimmschrauben mit den speziellen Tama Hold Tight Washers versehen, bei denen es sich um eine Art kunststoffgefüllte Metallunterlegscheiben handelt. Solche Details erfreuen das Testerherz und machen das Leben des Working Drummers leichter. Auch bei der Abhebung wurde nicht gespart. Obwohl sich bekanntermaßen auch mit sehr schlichten, einseitig justierbaren Konstruktionen gut arbeiten lässt, kommt der Besitzer der neuen G-Maple Snare in den Genuss der beidseitig einstellbaren MLS50 Abhebung. Gerasterte Drehräder sollen die gewählte Teppichspannung auch unter harten Schlägen halten, und das per Stimmschlüssel abnehmbare Butt End erübrigt die Demontage des Teppichs beim Wechsel des Resonanzfells. Mit Ausnahme des Luftausgleichslochs sind alle Metallteile schwarz eloxiert. Bei der Fellbestückung wählt Tama traditionell Evans, und so kommen hier G1 coated und Snare Side 300 Versionen zum Einsatz. Nicht begeistert bin ich vom Zustand des 20-spiraligen Snare-Teppichs, dieser weist nämlich deutlich unterschiedliche Spannungen einiger Drähte auf. Da andere S.L.P. Test-Snaredrums diesen Makel nicht aufwiesen und auch eine Beschädigung während des Transports nicht auszuschließen ist, sehe ich von einem Punktabzug in der Bewertung jedoch ab. 

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