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21.09.2020

Play-Alike John Deacon (Queen) - Bass Workshop

Die besten Riffs und Basslines von John Deacon bei Queen als Noten und TABs

Bass-Workshop John Deacon: Equipment & Stil

Spätestens seit dem Film "Bohemian Rhapsody" ist die britische Kultband Queen wieder in aller Munde und konnte zahlreiche neue Fans in jüngeren Generationen dazugewinnen. Bereits seit einigen Jahren touren Queen auch wieder sehr erfolgreich über den ganzen Erdball, denn mit dem neuen Sänger Adam Lambert haben sie ohne Frage einen beeindruckenden Frontmann gewinnen können. Bassist John Deacon ist hingegen leider nicht mehr dabei, denn er hat sich nach dem Tod Freddy Mercurys komplett aus dem Showbusiness und der Öffentlichkeit zurückgezogen. Das ist bedauerlich, denn John trug mit seinemBassspiel einen elementar wichtigen Teil zum einzigartigen orchestralen Sound von Queen bei. Als kleine Verneigung vor John Deacon werfen wir heute einen Blick auf seinen Stil und einige seiner besten Basslines!

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Kurzbiografie John Deacon

John Richard Deacon wurde am 19. August 1951 im britischen Leicester geboren. Schon seit seiner frühen Kindheit faszinierte ihn Musik, und so begann John auch schon in jungen Jahren, Gitarre zu spielen. Bald schon stieg er auch in seine erste Band ein, und nachdem diese ihren Bassisten entlassen hatte, übernahm John diesen Posten in der Gruppe.

Im Alter von nicht einmal 20 Jahren traf John Deacon 1971 auf Brian May und Roger Taylor, die gerade auf der Suche nach einem Bassisten für Queen waren. Nach einer erfolgreichen Audition wurde Deacon offiziell das vierte Mitglied der Band. Nebenbei schloss er jedoch auch noch sein Studium der Elektrotechnik mit Summa Cum Laude ab - John hat also auch "etwas Vernünftiges gelernt".

Der Rest ist zweifellos ein Stück Musikgeschichte, und diese wäre wohl auch noch weitergegangen, wenn Freddy Mercury nicht bereits 1991 an Aids verstorben wäre. John, der immer wieder gelegentlich mit Sinnkrisen und Depressionen zu kämpfen hatte, konnte sich Queen ohne Mercury partout nicht mehr vorstellen und verabschiedete sich in den wohlverdienten Ruhestand. Bis auf ganz wenige Ausnahmen hat er sich seitdem komplett aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

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John Deacon: Equipment & Spieltechnik

Nachdem John Deacon nicht ganz mit seinem Rickenbacker-Bass zufrieden gewesen war, wechselte er ca. 1972 zu einem bzw. mehreren Fender Precision-Bässen. Dieses Modell sollte immer sein Favorit bleiben, wenngleich er auch im Laufe seiner Karriere gelegentlich auch gerne zu einem Music Man Stingray sowie einigen anderen Bässe griff. Einige seiner Precision-Bässe waren mit Roundwounds, andere mit Flatwound-Saiten bestückt ‑ als Engländer vertraute er natürlich der britischen Marke Rotosound!

In Sachen Bassverstärker legte sich John Deacon nie wirklich fest und so sah man ihn im Lauf der Jahre mit Amps von SWR, Orange, Acoustic, Peavey, Hiwatt usw. Er kombinierte auch gerne munter Verstärker und Bassboxen verschiedener Marken miteinander. Vermutlich war Deacon das Thema "Equipment" nicht allzu wichtig und er sah es eher von der rein pragmatischen Seite.

Zu Beginn seiner Laufbahn als Bassist spielte John ausschließlich mit den Fingern, doch in den späten 70ern und Anfang der 80er-Jahre setzte er ab und zu auch ein Plektrum ein, was jedoch eher die Ausnahme bleiben sollte. Andere Spieltechniken wie Slapping schienen ihn nicht zu interessieren - zumindest ist mir nicht bekannt, dass er mit dieser Technik experimentierte!

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Personalstil John Deacon

Obwohl John Deacon immer als "der Stille" innerhalb der Gruppe galt und selbst auf der Bühne eher introvertiert wirkte, prägte auf ganz spezielle Weise den Sound von Queen. Er verfolgte einen sehr melodischen Stil und nutze für seine Lines viele Tonleitern oder Arpeggios und seltener die etwas klischeehafte Moll-Pentatonik, wie man sie aus den Basslines vieler anderer Rockbands kennt. Auffällig sind zudem seine häufigen Registerwechsel - nur wenige Bassisten/innen bewegen sich so häufig oberhalb des zwölften Bundes wie John Deacon!

Diese beiden Aspekte nutzte er geschmackvoll, um mit Freddy Mercurys sensationellem Gesang zu interagieren, manchmal in einem Frage-Antwort Spiel, manchmal spielte er geradezu eine Art "zweite Stimme". Auf diese Weise setzte er kurze Highlights, um dann aber jedoch stets schnell zu seinem "normalen" Job in den tiefen Lagen zurückzukehren.

Nicht vergessen sollte man, dass John einige von Queens bekanntesten Songs geschrieben hat, woran man erkennen kann, dass er nicht nur ein hervorragender Bassist, sondern allgemein ein großartiger Musiker ist!

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Die besten Queen-Basslines von John Deacon

Die Basslines aus diesem Play-Alike-Workshop habe ich in zwei Kategorien unterteilt: Wir beginnen mit einigen sehr prägnanten Riffs, die einen enormen Wiedererkennungswert besitzen, während die zweite Hälfte Beispiele zu Johns melodischem Spiel und den für ihn typischen Registerwechseln umfasst.

"Dragon Attack" - Album: "The Game" (1980)

Diesen Song mit dem treibenden Unisono-Riff nannte John oft als seinen Favoriten im Queen-Katalog:

"A Kind Of Magic" - Album: "A Kind Of Magic" (1986)

Eine "Brot-und-Butter"-Bassline von John, die den Song ordentlich pusht und augenblicklich ins Ohr geht. Gerade das Outro ist sehr interessant, da hier der fette Sound seines Precision-Basses abermals richtig gefeatured wird!

"Get Down Make Love" - Album: "News Of The World" (1977)

Einfacher und wirkungsvoller kann man einen Song wirklich nicht begleiten! Das simple Oktaven-Riff auf der Zählzeit 1 leitet stets die nächste Phrase von Freddy Mercury ein und interagiert dazu noch genial mit dem Piano:

"Tie Your Mother Down" - Album: "A Day At The Races" (1976)

Dieser Track ist eher ein klassischer Rocksong. Gitarrist Brian May und John Deacon spielen hier unisono, um für ordentlich Druck zu sorgen.

"Under Pressure" - Album: "Hot Space" (1981)

Queens kongeniale Kooperation mit Superstar David Bowie basiert wohl auf einem der bekanntesten Bassriffs der Rock- und Popgeschichte - ein Paradebeispiel von Einfachheit und Effektivität. In diesem Bass-Workshop wurde der Song bereits ausführlich behandelt, daher gibt es hier nur das Hauptriff:

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"Another One Bites The Dust" - Album: "The Game" (1980)

Und wo wir schon bei den bekannteste Bassriffs der Rock- und Popgeschichte sind: Auch "Another One Bites The Dust", das übrigens von John Deacon geschrieben wurde, ist in dieser Kategorie ein Kandidat für die vordersten Plätze. Auch diesen Song haben wir schon mal ausführlicher behandelt - ich belasse es daher an dieser Stelle bei dem ikonischen Riff.

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"You're My Best Friend" - Album: "A Night At The Opera" (1976)

Auch diesen Song schrieb John Deacon selbst, und die Bassline zeigt auf vortreffliche Weise sein Gespür für Melodien sowie seine Vorliebe zu den höheren Registern des Instrumentes:

"Play The Game" - Album: "The Game" (1980)

Ich habe hier exemplarisch den zweiten Vers ausgewählt, denn er spiegelt viele von Johns Stilmerkmalen in einer sehr kompakten Form wider: Melodik, Interaktion mit Freddy Mercury, überraschende Registerwechsel, etc.

"Bicycle Race" - Album: "A Day At The Races" (1976)

Das einfach nur geniale Intro zu "Bycicle Race" zeigt, wie fantasievoll John Deacon häufig den Gesang unterstützte, hier mit einer zweiten Stimme, welche ihn abermals in höhere Gefilde führt.

"The Show Must Go On" - Album: "Innuendo" (1991)

Auch in einem der letzten Hits von Queen zeigt John noch einmal vieles von dem, was seinen Personalstil so einzigartig macht: Ein kurzes Highlight im Intro, um dann schnell wieder zu verstummen, überraschende Registerwechsel, und eine wunderschöne melodische Bassline. Als Beispiel dient uns hier der erste Vers:

"We Are The Champions" - Album: "News Of The World" (1977)

Bis heute ist dieser Song wohl Queens größter Hit und enthält eine Vielzahl von Johns stilistischen Merkmalen. Der Beginn des Verses im 17ten Bund und die folgende melodische Phrase sind schon außergewöhnlich, aber das plötzliche Aussetzen für zwei Takte, um wieder Spannung aufzubauen, ist nicht weniger als ein bassistischer Geniestreich!

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Viel Spaß mit diesen tollen Basslinien von John Deacon und bis zum nächsten Mal,

euer Thomas Meinlschmidt

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