High-End Hi-Fi: Aus unserem Blickwinkel sind das vor allem alte Männer mit zu viel Geld, die ihren Jugendtraum ausleben – die eigene „Stereoanlage“. Wer sich ein wenig mit der Thematik beschäftigt, der wird über die Preise staunen, die nicht nur aufgerufen, sondern auch bezahlt werden. Mehrere tausend Euro für passive Lautsprecher sind da ganz normal, manchmal werden auch durchaus esoterisch anmutende Konzepte thematisiert.

High-End-Anlage für High-End-Produktionen?
Eine Überlegung ist: Wer sich eine hochwertige Hörsituation einrichtet, der erfreut sich an gutem Klang, kauft wohlklingende Musikproduktionen. Im Umkehrschluss streben viele Musiker wie Engineers danach, möglichst audiophile (= „klangliebende“) Produktionen zu schaffen. Und weil die Hauptgruppe, die der alten Männer, mit viel Geld zunehmend wegstirbt, bedeutet das im Umkehrschluss auch, dass sowohl die High-End-HiFi-Hersteller weniger Umsatz machen können als auch, dass das Streben nach Wohlklang abnimmt.
Geht es da wirklich immer um Sound?
So zumindest habe ich es jetzt öfters gehört. Ich halte das für ein ziemlich konstruiert. Das fängt schon recht weit vorne an. Ein Bonmot von Alan Parsons ist: „Normale Leute kaufen sich eine Stereoanlage, um Musik zu hören. High-End-HiFi-Fans kaufen Musik, um ihre Stereoanlage zu hören.“ Das ist natürlich durchaus übertrieben, aber die wirklichen Soundfanatiker bei Musikproduktionen sind oft auch schlichtweg wir Engineers. Und die Leute, die zehntausende Euro für ihre HiFi-Anlagen ausgeben, sind nicht unbedingt nur auf der Suche nach dem tollen Sound, sondern sehen in der Optimierung ihrer Anlage einen Selbstzweck. Und ja: Oftmals ist das auch ein Statussymbol, und so mancher Lautsprecher im Gegenwert eines Neuwagens steht in einem akustisch unbehandelten Marmor-/Glas-Raum …

Dem Musikstudio haftet immer noch etwas Mystisches an. Wie ist so ein Ort eigentlich aufgebaut und was ist darin zu finden? Wir erklären es!

Der Begriff ist oft zu lesen und zu hören, aber was ist ein Musikproduzent oder Producer eigentlich und was macht er?
HiFi ist nicht gleich HiFi
Außerdem: Die Branche der Hersteller von HiFi-Equipment wächst aktuell. Das geht einher mit einem Wandel von Zielgruppen und Produktausrichtung. Das ist in vollem Gange, natürlich sorgt das für Probleme bei manchen Firmen, die sehr traditionell eingestellt sind und mit Streaming, Mobile Audio/Wireless, Multi-Room, und dergleichen nichts am Hut haben wollen. Aber selbst Totgesagte überleben, man denke nur an den Markt für Vinylproduktionen und für Plattenspieler! Auch in Nischen lässt es sich für viele Companys bequem aushalten.
Musikproduktion funktioniert anders
Sicher, die Vorgehensweisen in der Musikproduktion haben sich in den letzten Jahren enorm geändert. Der Personalaufwand ist geringer geworden, aber es wird stärker an Details gefeilt, es stehen viel komplexere Werkzeuge zur Verfügung. Und ich wüsste nicht, dass jemand im Studio vor allem die Besitzer von Hörräumen mit Super-Anlagen im Sinn hätte. Denn der Anteil an physischen Verkäufen oder möglichen Verdiensten durch Streamingdienst-Abwürfe ist verschwindend gering für diese Zielgruppe. Ob es Musikproduktionen guttut, für Kopfhörer, Bluetoothboxen und sogar Smartphonelautsprecher optimiert zu werden, steht auf einem anderen Blatt. Obwohl: Immersive-Formate sind da natürlich wieder eine tolle Entwicklung! Aber: Mir persönlich fehlen heute oftmals die Ecken und Kanten in Produktionen.

Produktion zu statisch, zu mechanisch, zu leblos? Diese Tricks können helfen, die "Menschlichkeit" zu erhalten oder zu erzeugen!
Fazit
Ich bin mir ziemlich sicher, dass an der Hypothese nicht viel dran ist. Weder wird HiFi sterben noch die Qualität der Musikproduktion schlechter. Was denkst du?


























MartY ATARI sagt:
#1 - 13.03.2026 um 18:59 Uhr
kommt drauf an. früher war eine einzelkomponentenanlage oft sehr teuer, aber nicht nur high end auch "normale" wie sony oder technics. hatte als teenie eine minianlage von sony mit 3er cd wechsler. vor einigen jahren hab ich mir meinen kindheitstraum eines turms erfüllt. sogar mit 200 cd wechsler. viele leute hören ja nur noch mit bluetoothboxen. denke schon, dass viele leute heute keine klassische anlage mehr besitzen. das ist zumindest in meiner blase so. finde es auch schade, vor allem weil der sound leidet. soundbars sind halt unauffällig aber klingen dünn.
Willi Bueker sagt:
#1.1 - 13.03.2026 um 22:31 Uhr
HiFi wird es - genau wie TV - natürlich immer geben! Von preiswert bis unvorstellbar teuer. So wie die Doofen immer mehr werden, wird die Zahl der Musikgenießer allerdings abnehmen. Aber die Zahl der Millionäre steigt, insofern ist die Zukunft für HighEnd gesichert. Und damit die der besten Nobelmarken auch.
Antwort auf #1 von MartY ATARI
Melden Empfehlen Empfehlung entfernenDave sagt:
#1.2 - 19.03.2026 um 12:49 Uhr
„Kein Musikunterricht in den Schulen mehr und Musik Dauerkonsum mit Handylautsprecher und billigen dumpfen Bluetoothlautsprechern.“ Wieso denn kein Musikunterricht in den Schulen? Ich habe zwei Kinder. Beide haben Musikunterricht an der weiterführenden Schule. Beide haben sogar in der Grundschule über zwei Jahre ein klassisches Instrument gelernt. Und zum Thema „Handylautsprecher und billigen dumpfen Bluetoothlautsprechern.“: Da können wir Eltern ja bei der Qualität gegensteuern und zu etwas Besserem erziehen ;)
Antwort auf #1 von MartY ATARI
Melden Empfehlen Empfehlung entfernenMatthias W. sagt:
#2 - 14.03.2026 um 07:45 Uhr
Die Qualität der Musik ist jedenfalls bereits schlechter geworden. Junge Leute hören Heute Musik, nach dem Motto: Hauptsache der Bass dröhnt. Kein Musikunterricht in den Schulen mehr und Musik Dauerkonsum mit Handylautsprecher und billigen dumpfen Bluetoothlautsprechern. High End ist bereits. Vor Jahren gestorben. Da werden nur einige wenige überleben Kenne die Branche, habe 35 Jahre lang HiFi und High End verkauft. Das Sterben hat längst begonnen, vor Allem in dem Mittelfeld
Markus sagt:
#2.1 - 14.03.2026 um 08:11 Uhr
Das kann ich bestätigen. Kenne 3 Hersteller und Vertriebe. Das Geschäft ist extrem rückläufig. Die Branche hat sich aber ob absurder Preise und Zaubermittel selbst umgebracht. Seht euch mal das aktuelle YouTube Video von Stereo über einen dänischen Hersteller an. Ich bin über Bassgedröhne vom CarHifi zum Highend gekommen. Damals war der allerteuerste Highend Amp um 10k zu haben. Dazu noch Händler, die dich belehren wollen statt beraten und dich teils auslachen, wenn du nur einen Streamer um 1000 Euro hast. Interessanterweise verkauft aber kein mir bekannter Händler Raumakustikelemente, dafür Klangschalen und Zauberstäbe, die die Luft entmagnetisieren.
Antwort auf #2 von Matthias W.
Melden Empfehlen Empfehlung entfernenANDREAS Meirich sagt:
#2.1.1 - 14.03.2026 um 08:34 Uhr
Habe deinen Bericht gelesen.Ich habe und konnte mir eine Anlage leisten, und bin jeden Tag Stolz sie anzuschalten, vom Musik Streming halte ich nicht viel,möchte doch schon noch eine Blu Ray CD selbst in der Hand halten, und ich kann sie spielen wann immer ich möchte.
Antwort auf #2.1 von Markus
Melden Empfehlen Empfehlung entfernenAngelo sagt:
#2.1.2 - 15.03.2026 um 08:15 Uhr
HiFi: Kabel für 1000 Euro, aber keinen einzigen Bassabsorber oder Wanddiffusor im Angebot. Exakt dort liegt der Widerspruch. Danke für den wichtigen Einwand.
Antwort auf #2.1 von Markus
Melden Empfehlen Empfehlung entfernenNick Mavridis sagt:
#2.2 - 19.03.2026 um 07:47 Uhr
Hallo Matthias. Vielleicht ist das die generelle Richtung, ja. Sicher gibt es viele gegenbeispiele und auch eine Gegenbewegung. "Schlechter" ist natürlich schwer zu bestimmen. Musik, die auch für kleine Systeme und Kopfhörer optimiert wurde, muss halt anders klingen. Alleine die Dynamik muss geringer sein, das ist ja schon beim Musikhören im Auto anders als in Ruhe zuhause (Maskierungen…). Wenn ich jetzt noch ein Fass aufmachen sollte, dann vielleicht "Menschen gehen immer weniger in Clubs und auf Konzerte". Das dann aber vielleicht in einen neuen Artikel. Wenn ich sehe, wie rege dieser hier aufgenommen wird, lohnt sich sicher auch mal ein längerer (also nicht nur "Schlagwörter mit Mutmaßungen des Autors" @ sinuswave ;-) ). Beste Grüße, Nick
Antwort auf #2 von Matthias W.
Melden Empfehlen Empfehlung entfernenDave sagt:
#2.3 - 19.03.2026 um 12:52 Uhr
@ Matthias W.: „Kein Musikunterricht in den Schulen mehr und Musik Dauerkonsum mit Handylautsprecher und billigen dumpfen Bluetoothlautsprechern.“ Wieso denn kein Musikunterricht in den Schulen? Ich habe zwei Kinder. Beide haben Musikunterricht an der weiterführenden Schule. Beide haben sogar in der Grundschule über zwei Jahre ein klassisches Instrument gelernt. Und zum Thema „Handylautsprecher und billigen dumpfen Bluetoothlautsprechern.“: Da können wir Eltern ja bei der Qualität gegensteuern und zu etwas Besserem erziehen ;) (Und sry – mein Kommentar ist auch an anderer Stelle gelandet. Mein Fehler.)
Antwort auf #2 von Matthias W.
Melden Empfehlen Empfehlung entfernenMark Mahoon sagt:
#3 - 14.03.2026 um 10:54 Uhr
High-end Hifi ist wie der Oldtimer Sportwagen oder das eigene Sportboot. Luxus den man sich leistet weil er die eigene Seele streichelt. Dann kauft man auch ein Stromkabel für 300 Euro, auch wenn jedem klar ist, das die versprochenen Wunder physikalisch nicht existieren können. Auf der anderen Seite steht aber leider der Trend der Musikindustrie anscheinend immer öfter Abmischungen zu liefern, welche klanglich einfach schlecht zu nennen sind. mein Negativ Beispiel ist der Remaster von Iron Maiden "Number of the beast". Ich habe noch die Vinyl Erstauflage aus grauer Vorzeit und den Digital Remaster als Flac. Der Remaster ist meiner Meinung selbst auf meiner 90 Jahre Entryanlage klanglich klar schlechter, da man die Lautstärke auf ein Maximum aufgeblasen hat, und dadurch viel Detail verloren gegangen ist. Warum dann Ausschau halten nach high quality Komponenten, wenn das Eingangsmaterial dann den möglichen Klangvorteil zunichte macht
Mark Mahoon sagt:
#4 - 14.03.2026 um 10:54 Uhr
High-end Hifi ist wie der Oldtimer Sportwagen oder das eigene Sportboot. Luxus den man sich leistet weil er die eigene Seele streichelt. Dann kauft man auch ein Stromkabel für 300 Euro, auch wenn jedem klar ist, das die versprochenen Wunder physikalisch nicht existieren können. Auf der anderen Seite steht aber leider der Trend der Musikindustrie anscheinend immer öfter Abmischungen zu liefern, welche klanglich einfach schlecht zu nennen sind. mein Negativ Beispiel ist der Remaster von Iron Maiden "Number of the beast". Ich habe noch die Vinyl Erstauflage aus grauer Vorzeit und den Digital Remaster als Flac. Der Remaster ist meiner Meinung selbst auf meiner 90 Jahre Entryanlage klanglich klar schlechter, da man die Lautstärke auf ein Maximum aufgeblasen hat, und dadurch viel Detail verloren gegangen ist. Warum dann Ausschau halten nach high quality Komponenten, wenn das Eingangsmaterial dann den möglichen Klangvorteil zunichte macht
sinuswave sagt:
#5 - 14.03.2026 um 12:17 Uhr
Ich bin genau die genannte Zielgruppe: "... ein alter Mann mit zu viel Geld ..." (nach Einschätzung des Autors), der das Vergnügen hat, jeden Abend seine HiFi-Anlage im Wert eines sechsstelligen Eurobetrags einschalten zu dürfen. Und natürlich habe ich auch "esoterische Produkte" wie gute Strom- und Verbindungskabel. Natürlich bewege ich mich auch im Reich der "Totgesagten", ich höre fast ausschließlich Vinyl! Meinen audiophilen Streamer schalte ich vielleicht einmal im Monat ein, weil der hat gegen die "Totgesagten" (= Vinylplatten) klanglich so gar keine Chance ... Ich bin studierter Orchesterschlagwerker, den die Natur mit einem absoluten Gehör ausgestattet hat und der sehr bald in den Jazz als Jazzschlagzeuger gewechselt ist. Seit den 1970er Jahren bin ich regelmäßig in Tonstudios unterwegs und seit 2004 betreibe ich ein Tonstudio. Somit kenne ich auch die andere Seite, die Seite der Musikproduzenten. Und auf beiden Seiten (= anspruchsvolle Musikkonsumenten und anspruchsvolle Musiker und Produzenten) geht es ausschließlich um Qualität (vielleicht mit Ausnahme der Volks- und Schlagermusik-Trashproduzenten). Ich kenne auch persönlich eine große Zahl junger Musiker und Musikkonsumenten, die auf Mulitiroom- und Wirelessspeaker pfeifen und ihr Geld für eine ordentliche HiFi-Anlage zusammensparen. Mit besonderer Freude beobachte ich bei vielen jungen Menschen die große Leidenschaft für die (vom Autor ...) "totgesagten" Vinylplatten ... Fazit: Ein grundsätzlich interessantes Gebiet, das in diesem Beitrag sehr wenig den Kern des Themas streift. In diesem Artikel werden fast nur Schlagwörter mit Mutmaßungen des Autors verbunden. Schade, das Thema hätte weit mehr hergegeben ...
Peponelive sagt:
#5.1 - 15.03.2026 um 19:00 Uhr
Sehr schön kommentiert und mit Blick auf mein Umfeld (alte Männer und Frauen mit solidem Vermögen, sowie eine nicht unbeträchtliche Menge von jungen Leuten, aufgrund von einer erfreulich großen Familie), kann ich nur bestätigen was Sinuswave schreibt. Ich bin durchaus erstaunt wie groß das Interesse in den jüngeren Generationen an Vinyl und auch die Aufmerksamkeit für hochwertigem Equipment ist. Das Interesse Musik wirklich zu erleben und nicht einfach nur zu konsumieren scheint ungebrochen - die Welt ist also noch nicht verloren 🤓.
Antwort auf #5 von sinuswave
Melden Empfehlen Empfehlung entfernenHifi-Freund sagt:
#5.1.1 - 17.03.2026 um 17:09 Uhr
ich beobachte bei der Jugend eher den Musikkonsum. Musik wird von streamingplattformen gezogen, über Bluetooth auf Kopfhörer. Ja, die wenigen, die sich eine Anlage leisten langen auch hin. Da spielt aber auch Marketing und Image eine Rolle, weil gutes hifi muss nicht exorbitant teuer sein.
Antwort auf #5.1 von Peponelive
Melden Empfehlen Empfehlung entfernenNick Mavridis sagt:
#5.1.2 - 19.03.2026 um 07:36 Uhr
Hallo Peponelive, das ist schön zu lesen, vielleicht dreht sich der Wind ja tatsächlich. :-) Beste Grüße, Nick
Antwort auf #5.1 von Peponelive
Melden Empfehlen Empfehlung entfernenTargi sagt:
#5.2 - 18.03.2026 um 17:17 Uhr
Es geht nicht um HiFi, sondern um die Musik. Binsenweisheit: Je besser die Quelle, desto schöner Sound. Nur kann der immer nur so gut sein, wie das schwächste Glied in der Kette. Vinyl -> Tonabnehmer -> Kabel -> Mixer. Seit 30 lege ich auf und war immer dankbar, wenn ein Tontechniker vor Ort war. Denn kreativer Sound ist das eine, der gute Klang lässt diesen aber erst genießen. DA STIRBT NIX AUS
Antwort auf #5 von sinuswave
Melden Empfehlen Empfehlung entfernenKallePeng sagt:
#5.2.1 - 12.04.2026 um 23:44 Uhr
Guter Mann, keine 30 aber immerhin 12 Jahre resident DJ in einem angesagten Club. Als HiFi-Freak angefangen, mit Sachen, die zwar angesagt waren, aber nicht groovten, bin ich immer mehr zu den Inhalten gekommen. Es ist die Musik, die zählt. Es kann auch auf dem letzten Handylautsprecher grooven, wenn der Empfänbger die Message liebt.
Antwort auf #5.2 von Targi
Melden Empfehlen Empfehlung entfernenTargi sagt:
#5.3 - 18.03.2026 um 17:17 Uhr
Es geht nicht um HiFi, sondern um die Musik. Binsenweisheit: Je besser die Quelle, desto schöner Sound. Nur kann der immer nur so gut sein, wie das schwächste Glied in der Kette. Vinyl -> Tonabnehmer -> Kabel -> Mixer. Seit 30 lege ich auf und war immer dankbar, wenn ein Tontechniker vor Ort war. Denn kreativer Sound ist das eine, der gute Klang lässt diesen aber erst genießen. DA STIRBT NIX AUS
Antwort auf #5 von sinuswave
Melden Empfehlen Empfehlung entfernenNick Mavridis sagt:
#5.4 - 19.03.2026 um 07:34 Uhr
Hallo Sinuswave, danke für deinen Kommentar. Da ist aber etwas verrutscht, ich schreibe "Aber selbst Totgesagte überleben, man denke nur an den Markt für Vinylproduktionen und für Plattenspieler!". Die Schallplatte wurde totgesagt und hat mehr als nur überlebt. Da bin ich selbst ein gutes Beispiel: In den letzten Jahren habe ich mit drei oder vier CDs gekauft, habe keinen Streamingdienst abonniert, mir aber ein paar Meter Vinyl zugelegt. Und im Tonstudio (mit analogen Schätzchen, darunter einer 1"-8TK von 1967) habe ich mit entsprechenden Musikern zu tun. Aber dennoch habe ich das Gefühl, mich da sehr in einer Nische zu bewegen. Und tatsächlich, dass sich jüngere Musikkonsumenten eine schöne Hörsituation schaffen (abseits von Kopfhörern), sehe ich kaum. Beste Grüße, Nick
Antwort auf #5 von sinuswave
Melden Empfehlen Empfehlung entfernensinuswave sagt:
#5.4.1 - 20.03.2026 um 14:31 Uhr
Danke für die Antwort und für die Klarstellung! Hat mich sehr gefreut. Lg. sinuswave
Antwort auf #5.4 von Nick Mavridis
Melden Empfehlen Empfehlung entfernenJan-H. Li-Meyer sagt:
#6 - 18.03.2026 um 13:03 Uhr
Also auch wenn es für viele Leute nach Esoterik klingen mag, Kabel können, je nach Bedingungen vor Ort und Anwendungsfall den Klang durchaus verbessern. Und das kann, je nach Anwendungsfall, viel oder wenig bringen. Besonders wichtig ist da die richtige Stromversorgung des Geräts. In normalen Haushalten gibt es verschiedene Verbraucher die alle an den selben Stromkreis angeschlossen sind. Alle angeschlossenen Verbraucher können nicht nur Strom ziehen, sondern verursachen geringe Veränderungen an der Sinuswelle die sich dann im gesamten Stromkreis ausbreiten und natürlich auch bei anderen Verbrauchern ankommen. Die meisten Verbraucher kommen damit klar. Wenn der Verbraucher jetzt aber ein Tonverstärkendes Element wie z.B. eine HiFi-Endstufe ist, dann werden diese ungleichmäßigen Wellen im Strom ebenfalls verstärkt und können unerwünschte Geräusche verursachen. Dauerbrummen, Rauschen, Klick-Klack Geräusche usw. sind da einige Beispiele, die den (Audiophilen) Musikgenuss stark trüben können. Besonders Kühl- und Gefrierschränke, Klimaanlagen, Waschmaschienen, Trockner können da sehr störend auffallen, da dort Intervalle mit Relais gesteuert werden. Bei jedem Ein- und Ausschalten entstehen Klicklaute. Kompressoren wie im Kühlschrank können zudem Brummgeräusche erzeugen, während sie laufen. All dies möchten wir natürlich nicht von unserer HiFi-Anlage verstärken lassen. In so einem Fall helfen oftmals spezielle Stromkabel und Filter-Steckdosenleisten oder Filterstecker, die aber leider recht teuer sind. Bei der Stromversorgung können teure Kabel also schon relevant sein. Anders sieht es bei Lautsprecherkabeln aus. Sobald der optimale Querschnitt des Lautsprecherkabels erreicht ist (welches meist schon bei Standardlautsprecherkabeln der fall ist), bringt es so gut wie nichts mehr, ob das Kabel noch dicker wird oder es aus Stahl, Kupfer, Silber oder Gold besteht. Der Einfluss ist so gering, dass es vom Menschlichen Gehör theoretisch nicht mehr wahrgenommen werden kann. Es ist in erster Linie also eher eine Glaubenssache die vom Markting der Industrie so weit wie möglich ausgeschlachtet wird, aber niemals hält, was es verspricht.
Nick Mavridis sagt:
#6.1 - 19.03.2026 um 07:42 Uhr
Hallo Jan-H., ja, vor allem die Kabeldiskussion gibt es immer wieder. Ich habe sehr gemischte Erfahrungen gemacht. Also auch tatsächlich schon mal ein einzelnes Mikforonkabel in einer Stereomikrofonierung gegen ein sehr hochwertiges getauscht und gewundert, warum das Stereobild auf einmal hängt. Aber auch schon bem besten Willen keinen Unterschied erkennen oder auch nur hineininterpretieren können. Und Strom: Ja, das ist ein wichtiges Thema. Bei mir zuhause (HiFi, recht junge Elektroinstallation) ist alles problemlos, im Studio musste ich einen ordentlichen Power Conditioner anschaffen, weil eine gewerbliche Kühlanlage beim Nachbarn keinen Anlaufstrombegrenzer hat und beim Einschalten die Spannung auf unter (!) 200 Volt absinken lässt… Beste Grüße, Nick
Antwort auf #6 von Jan-H. Li-Meyer
Melden Empfehlen Empfehlung entfernensinuswave sagt:
#6.2 - 23.03.2026 um 10:48 Uhr
Die Stromversorgung ist ein aus meiner Sicht ganz wichtiges Thema. Wir haben hier in Wien (Wiener Netze) ein Stromnetz, dass für audiophile Geräte nicht gut ist. Die Sinuswelle liefert sehr viele Störimpulse mit. Die digitalen Schaltnetzteile machen dann den Rest im Haushalt. Ich habe 2 Stromfilter für die verschiedenen HiFi-Geräte vorgeschaltet. Alles was schwere Ringkerntrafos hat (Vorstufe, Endstufe, Phonovorverstärker) wird von einer PS-Audio Powerplant mit Strom versorgt. Die restlichen HiFi-Geräte laufen über eine AC 3500-P von Inakustik. Kabel (RCA, XLR, Netz) verwende ich hochwertige deutsche Erzeugnisse, die noch leistbar sind (Goldkabel und Inakustik). Und damit bin ich recht zufrieden ... :-)
Antwort auf #6 von Jan-H. Li-Meyer
Melden Empfehlen Empfehlung entfernenHelmut Hubert sagt:
#7 - 18.03.2026 um 17:36 Uhr
Wer jemals Beatlessongs oder andere Rocksongs aus der Zeit der Endsechziger/bis Mitte Siebziger gehört hatte, wird noch die tollen Effekte auf den linken/rechten Kanal kennen und auch jetzt noch genießen. Danach und besonders heute kommt auf beiden Kanälen so ziemlich das gleiche raus. Entspricht somit den Mono Bluetooth Boxen. Vermissen werden es jetzt nur die, die es einst hörengelernt hatten, denn man vermisst nicht, was man nicht kennt.
Nick Mavridis sagt:
#7.1 - 19.03.2026 um 07:27 Uhr
Hallo Helmut, ja, das Knüppelstereo ist verlorengegangen. Kann man schön bei den Doors und vielen anderen Produktionen hören. Bassdrum und Bass rechts, rest des Drumkits und Gitarre links, Vocals in der Mitte. Allerdings sind Stereomixes oft das Pendant zu heutigen Immersive-Upmixes, denn die erste und wichtigste Mischung war mono, gerade, weil viele Wiedergabesysteme eben noch mono waren. Tipp: Beatles Complete Mono Mixes. Heute sind es einmal Bluetooth-Boxen, aber nicht zuletzt auch der zunehmende Mobilkonsum. Ich habe vor kurzem ein Album fertiggestellt, bei dem aus Rücksicht auf Kopfhörernutzer die Drums fast Mono sind und selbst die Gitarren sich nicht so weit rausbewegen – die Lissajous-Figur sieht sehr schmal aus, nur selten, bei Orgeln, Streichern oder dem Reverb geht der Mix mal in die Breite. Beste Grüße, Nick
Antwort auf #7 von Helmut Hubert
Melden Empfehlen Empfehlung entfernenStefan sagt:
#8 - 20.03.2026 um 09:27 Uhr
war früher wirklich alles besser?...ich kann mich gut daran erinnern, daß die überwiegende Mehrheit in meinem Bekanntenkreis ungefähr 10-15 CDs besessen hat...das waren dann Bravo Hits, Kuschelrock, Bon Jovi und Brian Adams. Ich glaube so anders ist das heute auch nicht.
Nick Mavridis sagt:
#8.1 - 20.03.2026 um 11:06 Uhr
Hallo Stefan, oh ja, guter Punkt. Die fast leere CD-Säule aus der Halogen-Deckenfluterzeit. :-) Beste Grüße, Nick
Antwort auf #8 von Stefan
Melden Empfehlen Empfehlung entfernenKallePeng sagt:
#9 - 12.04.2026 um 23:38 Uhr
Umzugsbedingt war mein handgelöteter englischer HiEnd Verstärker von Mission (Cyrus Two) für 5 Jahre im Kartong verblieben. (Neuer Haus, Vater geworden) Auf einer Dienstreise habe ich mir in einer Fußgängerzone im Outlet die Soundlink von BOSE für das Hotel gekauft und natürlich auch zu Hause weiterbenutzt. Musiksammlung als M;P3 auf Handy und den Komfort genossen, immer und überall meine Musik schnell mal auf die Bluetoothbox zu streamen. Ja die hat wumms, für so eine kleine Box. ABEER: 2018 habe ich durch Zufall von einem Süddeutschen Unternehmer gehört, der mir meine Mission Cyrus2 komplett neu recappen würde. D.h. alle dem Verschleiss unterliegenden Elkos wurden durch Goldcaps ersetzt. Alle Mechanischen Kontakte galvanisach vergoldet. 600.-€ Dankeschön. Dasd Ding kam zurück. Ich habe meinen Denon Plattenspieler mit dem Orthophon system aufgebaut, meine Celestion Boxen angeschlossen, meinen 1Bit Stream CD-Player mit der besten Fehlercompensation angeschlossen und dann habe ich eine Aufnahme von YELLO als MP3, als CD und dann als Schallplatte angehört. The Race. Wenn es in meinen Augen einen Perfektionisten in Sachen Sound gibt, dann Boris Blank. "ALTER! ich dachte echt mir hat jemand ein Stück Watte aus den Ohren genommen!!!" Ich brauche keine Oelschläger Kabel für hunderte von Euros. Aber ich habe einen der besten, und nicht der teuersten HiEnd Verstärker, mit dem PSX, einem Ringkerntrafo und vorgeschalteten Waschmaschinen Elkos, denen niemals der Strom ausgeht. Es geht um ein Stakkato aus Leistungsspitzen, die schnell genug nachgeladen werden. Etwas was ein Class D Verstärker niemals schafft. Es geht nicht um Bang und Oil of Olaf. Es gab sogar mal Röhren-Vorverstärker für CD Player, um die Digitalen Treppen wieder rund zu machen. Ich habe für alle Menschen, die Zehn, bzw. Hunderttausende für Hi-End ausgeben eine Frage? Wieso sollte eine Stereo Anlage teurer sein, als die Technik, mit der die Aufnahme gemacht wurde? Und noch etwas: Ich habe mit mewiner z.Zt. 13 jähriogen Tochter einfach mal ein live Konzert besucht. Der Klang, keine Frage, authentisch. Es war eine analoge life Aufführung eines Syphonie Orchesters. Und die glänzenden begeisterten Augen sagen alles über das Erlebnis von unverfälschter Musik.