Mit der Gibson Custom 1959 ES-330 Reissue stellt der Hersteller aus Nashville eine Neuauflage des legendären Instruments von 1959 als Teil der Historic Reissue Collection vor. Die elektrische Thinline-Gitarre ist im Unterschied zur bekannten ES-335 vollständig hohl, dadurch leichter und zudem mit zwei P-90-Tonabnehmern ausgestattet. Zur Auswahl stehen die VOS-gealterten Nitrolackierungen Vintage Burst und Vintage Natural.

Konstruktion
Bei der Gibson Custom 1959 ES-330 Reissue handelt es sich um eine Hollowbody-Gitarre, die konstruktiv eng mit der Epiphone Casino verwandt ist und sich die charakteristische Korpusform mit der ES-335 teilt. Nach einer rund achtjährigen Pause nimmt Gibson die Produktion dieses gesuchten Modells wieder auf. Die Neuauflage orientiert sich dabei eng an den Spezifikationen des Originals.
Der Thinline-Korpus mit Top-Binding, zwei F-Löchern und dreilagigem Schlagbrett besteht aus einem dreilagigen Laminat aus Ahorn, Pappel und Ahorn. Als echtes Hollowbody-Modell verzichtet die ES-330 auf einen Centerblock, was laut Gibson zu einem besonders resonanten und offenen Klangbild beitragen soll. Gleichzeitig gilt sie aufgrund ihrer lebendigen Ansprache als hervorragendes Instrument für das Spielen ohne Verstärker.

Der eingeleimte Mahagonihals besitzt ein klassisches Rounded-C-Profil und trägt ein eingefasstes Palisandergriffbrett mit 12″-Radius, 22 Bünden, Dot-Inlays und Nylon-Sattel. Anders als bei den späteren Long-Neck-Versionen befindet sich der Hals-Korpus-Übergang – wie beim Original von 1959 – bereits am 16. Bund. Dadurch fällt der Zugang zu den höchsten Lagen etwas eingeschränkter aus, gleichzeitig befindet sich der Steg an seiner historisch korrekten Position. Die Mensur beträgt die für Gibson typische Länge von 24,75 Zoll.
Die Hardware besteht aus einem ABR-1 Tune-O-Matic-Steg in Nickeloptik mit Trapez-Tailpiece sowie Kluson-Deluxe-Mechaniken mit Metallflügeln im Vintage-Stil.
Elektronik und Klang
Bestückt ist die Reissue mit zwei Dogear-P-90-Tonabnehmern in schwarzer Ausführung, die laut Gibson speziell aufeinander abgestimmt wurden. Das Stegmodell arbeitet mit einem Alnico-3-Magneten, während der Halstonabnehmer einen Alnico-5-Magneten und eine etwas geringere Wicklungszahl verwendet.
Die Elektronik setzt auf die klassische Gibson-Schaltung mit separaten Lautstärke- und Tonreglern für jeden Tonabnehmer, einem 3-Wege-Toggle-Schalter sowie CTS-Potentiometern und Papier-in-Öl-Kondensatoren.

Durch die vollständig hohle Konstruktion reagiert die ES-330 naturgemäß empfindlicher auf Rückkopplungen als eine ES-335. Entsprechend versteht sie sich weniger als Instrument für moderne High-Gain-Anwendungen. Ihre Stärken liegen vielmehr in Genres wie Americana, Blues, Country, Jazz oder Sixties-Pop. Gleichzeitig soll sie in Kombination mit leicht angezerrten Verstärkern einen besonders singenden, dynamischen und ausdrucksstarken Ton liefern.
Was kostet die Gibson Custom 1959 ES-330 Reissue?
Mit der Gibson Custom 1959 ES-330 Reissue kehrt ein bedeutender Hollowbody-Klassiker zurück ins Programm des Herstellers. Günstig ist das Instrument nicht, dafür aber historisch äußerst authentisch umgesetzt.
Die Gibson Custom 1959 ES-330 Reissue ist ab sofort in beiden Lackierungen im Musikhaus Thomann erhältlich. Der Preis beträgt jeweils 5.799 Euro inklusive Lifton-Koffer. Linkshändermodelle wurden bislang nicht angekündigt.
Weitere Informationen unter: https://www.gibson.com/























