Mit der Gibson ES-335 50s und der Gibson ES-335 60s stellt der Hersteller aus Nashville zwei Varianten des semiakustischen Klassikers vor, der sich als Dauerbrenner in etlichen Genres von Blues bis Rock fest etabliert hat. Die neuen Gitarren orientieren sich eng an den Spezifikationen der jeweiligen Jahrzehnte. Vom Hals bis zur Elektronik ist Gibson bei diesen Instrumenten also auf Vintage-Kurs. Dabei hat man die Wahl zwischen jeweils drei Farben.

ES-335 50s
Die Gibson ES-335 50s ist in den Nitro-Hochglanzlackierungen Ebony, Vintage Tobacco Burst und Vintage Natural verfügbar. Sie orientiert sich an den Spezifikationen der ersten Modelle, die 1958 vorgestellt wurden.
Konstruktiv setzt Gibson bei den semiakustischen Thinline-Instrumenten auf einen dreilagigen Korpus aus Ahorn und Pappel, der mit einer Decke aus den gleichen Hölzern versehen ist. Obligatorisch ist der Sustain-Block aus massivem Ahorn, der für eine verminderte Anfälligkeit für Rückkopplungen im Bühneneinsatz sorgt. Der eingeleimte Mahagonihals weist ein abgerundetes C-Profil auf und ist mit einem Palisandergriffbrett mit 12″-Radius, 22 Medium-Jumbo-Bünden, Dot-Inlays und einem Graph-Tech-Sattel ausgestattet. Schmuck gibt es in Form eines vierlagigen, leicht verlängerten Schlagbretts (von 1959), eines Korpus- und Hals-Bindings sowie eines Kopfplattenlogos aus Perlmutt.

Bei der Hardware fiel die Wahl auf einen ABR-1 Tune-o-Matic-Steg mit Aluminium-Stopbar sowie Vintage-Deluxe-Mechaniken, jeweils in Nickeloptik. Bei der Elektronik setzt der Hersteller auf Custombucker Alnico 3 in Steg- und Halsposition, die über die Gibson-typischen individuellen Lautstärke- und Tonregler sowie einen 3-Wege-Toggle ausgewählt und justiert werden. Klanglich soll man laut Pressemitteilung bei diesem Modell die typische Vielfalt der ES-335 sowie den warmen Ton früher PAFs finden können.
ES-335 60s
Die Holzauswahl und Konstruktion der Gibson ES-335 60s sind grundsätzlich identisch. Dennoch unterscheidet sich dieses Instrument in einigen wesentlichen Merkmalen von seinem Schwestermodell. Vorbild sind die Instrumente der frühen Sechzigerjahre.

Gibson hat sich entsprechend für das schneller bespielbare Slim-Taper-Halsprofil entschieden. Das Griffbrett wird hier von kleinen Block-Inlays verziert und das fünflagige Schlagbrett fällt im Vergleich ein wenig kürzer aus. Bei den Mechaniken fiel die Wahl auf Grover Rotomatics mit Milk-Bottle-Knöpfen. Vor allem aber sollen die beiden T-Top-Humbucker mit Alnico-5-Magneten eine leicht offenere und druckvollere Klangfarbe liefern. Hier entscheidet also der eigene Geschmack. Das gilt auch für die Farbauswahl, denn die ES-335 60s ist in den Lackierungen Sixties Cherry, Vintage Burst und Dark Walnut erhältlich.
Was kosten die neuen ES-335-Modelle?
Eine ES-335 sollte in keiner E-Gitarrensammlung fehlen, so viel steht fest. Alle sechs Varianten der ES-335 werden in den USA gefertigt und sind ab sofort im Musikhaus Thomann erhältlich. Der Preis für die Gibson ES-335 50s und die Gibson ES-335 60s beträgt jeweils 3.599 Euro inklusive Koffer. Linkshändermodelle sind leider nicht verfügbar.
Weitere Informationen unter: https://www.gibson.com/de-eu/blogs/gibson-gazette/gibson-introduces-new-es-335-50s-and-60s-models
