Hersteller_Markbass Bass
Test
7
03.12.2018

Praxis

Der Little Marcus 250 Head liefert an der achtohmigen Marcus Miller 102 Cab 150 Watt Leistung. Damit erreicht man natürlich keine brachialen Lautstärken, mit dem kompakten Rig lassen sich aber ohne weiteres kleinere Jazz- oder Akustikgigs und Proben mit moderat spielenden Mitmusikern absolvieren. Die Kombination produziert zudem, gemessen an der Größe, erstaunlich viel Tiefbass und klingt wirklich ausgesprochen fett und warm! Das Fundament besitzt aber trotzdem Punch und die Mitten werden von den Tiefbässen nicht überlagert - der Sound bleibt differenziert und sehr durchsetzungsstark, so wie man es von Markbass-Equipment generell kennt.

Der neue, speziell für die Miller-Boxen entwickelte 1"-Tweeter, kann in der Lautstärke leider nicht angepasst werden, seine Abstimmung ist aber durchaus gelungen. Bei neutralem EQ am Amp liefert der Tweeter einen unaufdringlichen und natürlich klingenden Höhenbereich, der für eine gute Ortbarkeit des Basssound sorgt. Wer den typischen "Marcus Miller Sizzle" im Sound will, muss den Millerizer-EQ und den Höhenregler am Amp auf Aufgrund der milden Abstimmung allerdings schon heftig aufdrehen. Das Ergebnis klingt dafür aber umso besser und besonders Slapfreunde werden den strahlenden Sound des kleinen Marcus Miller Signature Bass-Rigs mit dieser Einstellung lieben.

Darauf ist man mit dieser Kombination allerdings nicht festgelegt. Das Topteil umfasst nämlich einen außerordentlich flexiblen Equalizer und die Box setzt jegliche Eingriffe sehr effektiv um. Egal, ob man auf dumpf-warme Vintage-Klänge, aggressivere Rocksounds, oder eben auf den fetten und strahlenden Marcus-Miller-Slapsound steht - mit dem kleinen Markbass-Rig findet man im Handumdrehen die passende Einstellung.

Zum Schluss des Tests wollte ich noch wissen, wie die mit 400 Watt belastbare Miller-Box mit einem deutlich kräftigeren Topteil als dem Little Marcus 250 performed. Mein Bergantino B/Amp liefert an 8 Ohm 350 Watt und ich muss schon sagen, die Markbass-Box steckt einiges weg! Mit dieser Kombination kann man durchaus auch Clubgigs mit größeren Bands absolvieren, ohne sich untermotorisiert zu fühlen. Die Bergantino/Markbass-Kombination klingt außerdem sehr ausgewogen und transparent, weil der B/Amp eben auch deutlich neutraler abgestimmt ist als die ziemlich wuchtig klingenden Marcus-Miller-Tops. Wer also schon einen kräftigen Amp besitzt und zur Ergänzung eine leichte und aufgeräumt klingende 2x10er sucht, sollte sich die Marcus Miller 102 Cab unbedingt anhören - es lohnt sich!

Abschließend findet ihr natürlich noch einige Soundfiles, anhand derer ihr euch ein gutes Bild vom Little Marcus 250 und dem 102 Cab in Action machen könnt - viel Vergnügen!

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