Gitarre Hersteller_HarleyBenton
Test
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17.09.2013

Harley Benton Extreme Metal Test

Distortion-Pedal

Black Box mit Mehrwert

Der Harley Benton Extreme Metal im bonedo-Test - Mit einem Exemplar für die härtere Metallverarbeitung geht unser Verzerrermarathon in die nächste Runde. Das schwarze Kistchen kommt aus dem Hause Harley Benton, der Thomann-Hausmarke, die bekanntlich nicht nur für kleine Preise steht, sondern mit nicht wenigen ihrer Produkte den etablierten und weitaus teureren Konkurrenten einigermaßen respektlos Paroli bietet.

Auch unser heutiger Kandidat, das Extreme Metal Distortion Pedal, ist ein klarer Preisknaller, der für sich in Anspruch nimmt, die Metalsäge für gerade einmal 29,90 frei Haus zu liefern. Wie scharf oder stumpf sie ihren Job verrichtet, wird der folgende Test ans Tageslicht fördern.

Details

Gehäuse/Optik

Im matten, metal-schwarzen Outfit präsentiert sich der Extreme Metal, und was sofort ins Auge fällt, ist die Tatsache, dass mit Reglern und Schaltern nicht gegeizt wurde. Imposante sechs Potis, zweireihig angeordnet, und zwei Fußschalter sind auf der Oberseite positioniert. Zwar zeigt sich auch hier bei näherer Betrachtung beispielsweise der Potiknöpfe, dass nicht unbedingt Boutique-Qualität verbaut wurde, aber das ist bei der gnadenlosen Preisgestaltung auch nicht zu erwarte. Und so lange Potis und Schalter ihren Zweck erfüllen, spielt das Äußerliche auch eine untergeordnete Rolle.

Das Metallgehäuse macht auf jeden Fall einen soliden Eindruck, es ist auf der Unterseite mit einer großflächigen Gummierung versehen, und hier findet man auch den Zugang zum Batteriefach. Der Extreme Metal kann sowohl mit einer 9V-Batterie als auch mit einem externen Netzteil betrieben werden, der Anschluss hierfür liegt an der rechten Seite neben der Eingangsbuchse, links findet man den Ausgang zum Amp. Alles wie gewohnt also, und auch die beiden Schalter zeigen mit roten LEDs an, ob Zerrer und  Boost-Funktion aktiv sind. 

Bedienung

Damit habe ich schon vorweggenommen, dass der Extreme Metal mit einem Booster ausgestattet ist, der mit dem linken Schalter aktiviert und mit dem Boost-Regler eingestellt wird. Der Boost funktioniert aber nur, wenn das Pedal eingeschaltet ist. Außerdem haben wir es nicht mit einer herkömmlichen Boost-Funktion zu tun, die den Sound zum Beispiel für Solos lauter macht oder noch die Extraportion Gain liefert. Es handelt sich hier um eine Verstärkung der oberen Mitten, und mit dem Boost-Regler wird der Frequenzbereich von 3,5 bis 4,3 kHz angehoben. Im Praxisteil werdet ihr die klangliche Auswirkungen zu hören bekommen. Der Rest funktioniert wie gewohnt, mit Drive und Level werden Zerrgrad und Endlautstärke eingestellt, für die Klangfarbe sorgt eine Dreiband-Klangregelung mit Bässen, Mitten und Höhen.

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