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22.07.2016

Die besten kompakten DJ-Controller für iOS und Android

DJ MIDI-Controller für Tablets und Smartphones

Controller von Reloop, Hercules, Native Instruments und Pioneer

Nahezu jeder renommierte Hersteller von DJ-Software hat mittlerweile eine App im Programm, die einem das Absenden von MIDI-Befehlen oder das Auflegen auf mehreren Decks direkt mit dem Tablet ermöglicht. Tracks selektieren, einstarten, Autosync, Pad-FX, das alles lässt sich auch prima mit virtuellen Tasten erledigen. Für filigrane Ein- und Überblendungen oder auch EQ- und Filtermixe hingegen bieten sich DJ-Controller mit Fadern, Reglern und Tasten an, so wie diese hier.

Native Instruments Traktor Kontrol Z1

Native Instruments Kontrol Z1 ist ein zweikanaliger MIDI-Controller mit integriertem 24-Bit-Audiointerface und standardmäßiger Unterstützung der Traktor DJ App für iPad und iPhone. Er dirigiert auf präzise Weise die wichtigsten Mix-Funktionen, das Filter und einen Effekt. Das Tablet übernimmt Navigation, Slicer, Loops oder auch Hotcues und wird während der Mixsession über das mitgelieferte Netzteil geladen. Kontakt zum Beschallungs-Equipment stellt das Gerät über einen Stereo-Cinch- und einen Kopfhörerausgang her, die im Test mit satter Ausgangsleistung und transparentem Sound punkteten.

Besonders das flache, schlanke Design und Bedienelemente in adäquater Größe und Qualität machen den Kontrol Z1 zum perfekten Werkzeug für das Reisegepäck eines Traktor iOS-DJs. Doch man ist dabei nicht auf die App, hier bei uns im Test, beschränkt, denn der Controller funktioniert auch mit Traktor Pro und verfügt zudem über einen MIDI-Modus, um ihn mit anderen PC/MAC-Softwares zu nutzten, entsprechende Kabel liegen bei. Der Preis liegt bei 199 Euro (UVP), unseren Test findet ihr hier. 

Reloop Mixtour

Mixtour möchte sich der auflegenden Zunft als Cross-Plattform Controller empfehlen. Konzipiert für Algoriddim Djay funktioniert das Gerät sowohl am Mac, dem PC, iPad und iPhone und mit Android-Devices. Auch hinsichtlich der Ausstattung heißt es – trotz des schmalen Formfaktors – klotzen, nicht kleckern und so trifft man neben dem Zweikanal-Mixer mit EQs und bipolarem Filter auf Bedienelemente für Transport, Hotcues, Loops und dergleichen. Die Verbindung mit der Anlage oder den Desktop-Lautsprechern erfolgt über ein rückseitiges Cinch-Pärchen. Vorn gibt’s einen Miniklinke-Kopfhörerausgang.

Das Paket für 189 Euro UVP beinhaltet alle Kabel (Lightning, Android, USB) und ein internationales Stromkabel für „maximale Konnektivität“. Laut Numinos überzeugt der Mixtour im Test durch sein gutes Konzept und die stimmige Umsetzung, da auch das Mapping für Djay, das separat erworben werden muss, weitgehend optimal ist. Nicht zuletzt machen auch der günstiger Preis und die gute Audioqualität Reloops MIDI-Controller (Mappings für Virtual DJ und Traktor gibt’s on-top) seiner Einschätzung nach zu einem wirklich ausgezeichneten Produkt, um ein preisgünstiges und extrem portables DJ-Setup zu realisieren. Test lesen.

Hercules Universal DJ

Universal DJ ist der erste Cross-Plattform DJ-Controller aus dem Hause Hercules. Das Gerät wird mit der Software DJUCED 40° sowie einer Gratis-App für Smartphone und Tablet ausgeliefert und arbeitet universell mit PC, MAC, Android und iOS zusammen. Die zugehörige App erlaubt sogar Mixing vom Dancefloor aus und lässt auf Wunsch die Gäste über die Musik abstimmen. Ein Novum. Im klassischen Landscape-Format statt hochkant offeriert Hercules Universal DJ zwei Decksektionen nebst Zweikanal-Mischpult und Beiwerk. Die Konnektivität mit der Außenwelt stellen ein 6,3 mm Klinkenbuchsenanschluss für den Kopfhörer und zwei Cinch-Buchsen-Paare für den Aux-In und den Mix-Out her. Das Mastersignal steht zudem an einer 3,5 mm Klinkenbuchse parat. Eine Kensington-Sicherung, ein Bluetooth-Pairing-Knopf für Mobilgeräte, ein USB-Port und der Mode-Switch zur Auswahl des Computers, Tablets oder Smartphone beschließen den kunterbunten Reigen.

Im Test zeigt sich, dass der Hercules Universal DJ trotz kleinere Nickeligkeiten, wie den schwergängigen Pads und dem etwas anstrengenden Software-GUI, ein übersichtlich aufgebauter und ausgestatteter Einsteiger-Controller ist, dessen kompaktes, robustes und hochwertig wirkendes Hartplastikchassis den Fokus auf mobile Einsatzszenarien unterstreicht.Kostenpunkt: 199 Euro UVP.

Pioneer DDJ-Wego3

Laut Pioneer wurde der DDJ-WeGO3 vor allem für Einsteiger entwickelt. Ein Blick auf den Dual-Deck DJ-Controller, der sich zugegebenermaßen nicht zuletzt aufgrund der beiden Jogwheels mit ihren Pulse Control-Leuchten und gut einem Dutzend umgebender Tasten vom gängigen Industriedesign abhebt, bestätigt ein leicht zugängliches Bedienlayout: Ein Mixer, zwei Decks, Tasten für Beat Sync, Loops, Effekte, Samples und die Abspielsteuerung bilden hier das Rüstzeug zum Auflegen. Hinsichtlich der verwendeten Software seid ihr beim DDJ-Wego3 recht breit aufgestellt, denn das Gerät versteht sich sowohl mit Rekordbox DJ, Algoriddim Djay, Virtual DJ und Serato DJ. Serato DJ Intro ist von Haus aus an Bord, der Rest ist kostenpflichtig.

Bonedo-Tester Dirk Duske ist der Meinung, Pioneers WeGo3 sei ein gelungener Controller, der vor allem im Heimbereich oder auf kleineren Veranstaltungen seinen Einsatz finden wird. Letzteres ermöglicht das robuste, portable Gehäuse, aber auch der gute Sound. Am Masterausgang gibt’s genügend Pegel, um ihn an jedweden Amp anzuschließen. Der Kopfhörerausgang klingt gut und hat genügend Power, um manche Party zu rocken. Lediglich das Fehlen der Gain-Regler und Pegelmeter schmecken dem Autor wie kleinere Wermutstropfen beim Verspeisen des doch ansonsten gut gemixten „Menüs“. Pioneers WeGo3 ist in seiner Preiskategorie (299 Euro UVP) eine echte Empfehlung wert, zumal er sich im Vergleich zum Vorgänger auf dem gleichen Preisniveau bewegt und hinsichtlich seines Auftretens endlich „erwachsen“ geworden ist.

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